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Daniel Grein

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15.11.2007, 03:42

Krankenhaustür öffnete erst nach Einsatz von Blaulicht und Martinhorn

Mit Blaulicht und Martinhorn musste die Besatzung eines Rettungswagens vor einem Krankenhaus im nordrhein-westfälischen Wegberg auf sich aufmerksam machen.
Um 0.39 Uhr war der Rettungswagen mit einem nicht ansprechbaren Notfallpatienten vor der Notaufnahme des Krankenhauses vorgefahren, nachdem zuvor die zuständige Leitstelle Erkelenz mehrfach vergeblich versucht hatte, den Patienten im Krankenhaus telefonisch anzumelden. Aber auch auf das Klingeln der Rettungskräfte an der Notaufnahme reagierte niemand. Weil sie sich letztlich nicht anders zu helfen wussten, schalteten sie die Sondersignalanlage ein. Nach einigen Minuten wurden ihnen dann die Tür geöffnet - angeblich von einer Mitarbeiterin eines benachbarten Altenpflegeheims.
Die Leitung der Klinik muss sich nun in den nächsten Tagen gegenüber dem Kreis Heinsberg als Krankenhausaufsichtsbehörde erklären.

Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/r…/wegberg/500230


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Paramedikus

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16.11.2007, 12:31

Ist leider nichts neues, in einem KH meines ehemaligen RD Kreises kam das auch öfters vor. Der Pförtner wurde fristlos entlassen.
Als Hospitant eines Domizils mit transparenter fragiler
Außenstruktur sollte man keine komprimierten
Mineralien als Wurfgeschoss einsetzen.

Auriga

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16.11.2007, 14:28

Also, ich finde das schon hart... Gehört hab ich sowas auch schon mal, aber ehr immer in den Bereich der Mythen des RD geschoben... Schlimm find ich va die Aussage "nach einigen Minuten"... Ich möcht gar nicht wissen, wie lang die da schon standen, bis sie die SoSi- Anlage eingeschalten ham- aber für mich wär das wirklich ultima ratio... Schon allein wegen der anderen Patienten und so weiter...

Daniel Grein

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19.11.2007, 01:11

Der Rettungsdienst wird vorerst keine Notfallpatienten mehr im Wegberger Krankenhaus abliefern, die Notaufnahme wurde geschlossen. Dies verfügte der in seiner Funktion als untere Krankenhausaufsicht zuständige Landrat.
Das dort stationierte NEF bleibt aber dennoch erhalten.
Die Bezierksregierung steht in Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach, da gegen Mediziner der Klinik wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt wird. Der Chef der Klinik, dem ein Rückzug aus seiner Position nahegelegt wird, muss sich am Mittwoch vor dem Gesundheitsministerium verantworten.

Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/r…/wegberg/501466


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Maverick83

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19.11.2007, 10:21

Endlich werden nach so einem Vorfall auch die Konsequenzen gezogen!

raphael-wiesbaden

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19.11.2007, 11:19

die Spitze des Eisbergs

Die verschlossene Tür der Notaufnahme war ja wohl nur das berühmte i-Tüpfelchen, welches den Wassereimer zum Überlaufen brachte...

Desinfektion von Wunden mit Zitronensaft, zweifelhafte Operationen mit zweifelhaften Organentnahmen...

Und schon bemerkenswert, daß es wohl etliche nachgeordnete (ärztliche) MitarbeiterInnen gab, welche die Zustände mit ansahen und sonst wohl nichts taten.

Früher nannte man das "Kadavergehorsam".
Heute, wo Assistenten- und auch FA-Stellen an Kliniken wieder auf BewerberInnen warten, für mich nicht so ganz verständlich.
raphael-wiesbaden

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

Daniel Grein

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21.11.2007, 21:58

Die Notaufnahme des Wegberger Krankenhauses darf durch den Rettungsdienst wieder angefahren werden.
Klinikleiter Arnold Pier hat als Reaktion auf die Verfügung durch den Landrat dem Kreis Heinsberg, keine Notfallpatienten nach Wegberg mehr zu bringen, einen umfangreichen Maßnahmenkatalog vorgelegt, der Verzögerungen in der Versorgung von Notfallpatienten ausschließen soll.
Dennoch wird es künftig unangemeldete und engmaschige Kontrollen durch das Landratsamt geben.

Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/r…/wegberg/502254


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