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Maverick83

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05.11.2018, 11:48

BaWü: Keine Fahrzeuge des Rettungsdienstes mehr für Haustnotruf Leistungen

In BaWü dürfen ab sofort keine Fahrzeuge des Rettungsdienstes mehr für Hausnotrufdienstleistungen sowie Unterstützungsleistungen genutzt werden.

Zitat

Rettungswagen, Notarztwagen, Notarzteinsatzfahrzeuge, Intensivtransportwagen und Krankentransportwagen dürfen auch nicht zu Unterstützungleistungen wie Aufrichtungs- und Tragehilfe, Abklärungen und Schlüsselzuführungen im Rahmen von Hausnotrufdienstleistungen hinzugezogen werden.


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thh

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05.11.2018, 12:23

In BaWü dürfen ab sofort keine Fahrzeuge des Rettungsdienstes mehr für Hausnotrufdienstleistungen sowie Unterstützungsleistungen genutzt werden.

Zitat

Rettungswagen, Notarztwagen, Notarzteinsatzfahrzeuge, Intensivtransportwagen und Krankentransportwagen dürfen auch nicht zu Unterstützungleistungen wie Aufrichtungs- und Tragehilfe, Abklärungen und Schlüsselzuführungen im Rahmen von Hausnotrufdienstleistungen hinzugezogen werden.


Ich würde ja formulieren "durften noch nie", und das gilt aller Voraussicht nach nicht nur für Baden-Württemberg.

Faktisch bietet dort jemand (eine Hilfsorganisation) ja eine kostenpflichtige Dienstleistung an, mit der entweder Gewinn gemacht wird oder mit der jedenfalls ein Konkurrenzverhältnis zu anderen Anbietern (anderen HIOrgs und "gewerblichen" Anbietern) besteht, spart sich aber die notwendige Infrastruktur für Zusatzdienste (Schlüsselzubringer, Hilfeleistungen), die andere entweder - als Wettbewerbsnachteil - nicht anbieten oder für die sie eigenes Personal vorhalten müssen, und nutzt dafür "sein" Rettungsdienstpersonal und entsprechende Fahrzeuge, das ihm aber bereits durch andere (die Kassen, die öffentliche Hand) finanziert worden ist.

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Maverick83

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05.11.2018, 12:36

Es war gelebte Praxis und wird sich nun ändern, daher habe ich die Formulierung "dürfen ab sofort" gewählt.

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thh (05.11.2018)

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05.11.2018, 12:41

Es war gelebte Praxis und wird sich nun ändern, daher habe ich die Formulierung "dürfen ab sofort" gewählt.


Hier im Forum wurde das ja auch seit vielen Jahren immer mal wieder angesprochen und kritisiert.

Maverick83

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05.11.2018, 13:21

Jop, z.B. in meinem Blog(Beitrag 78)

Jörg Holzmann

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05.11.2018, 14:10

Da darf man ja mal gespannt sein, ob bzw. wie das umgesetzt wird.
Mir fehlt die Fantasie, dass man ab heute morgen alle Hausnotruf-Hilfeersuchen, die keinen medizinischen Grund haben, einfach ignorieren wird.
Da wird man interpretatorisch kreativ werden bei der Alarmierung.

Oder fährt noch jemand bei Euch Krankentransporte mit dem RTW???? :acute: :lol: :lol: :lol:
Das ist ja auch verboten.

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05.11.2018, 15:05

Mir fehlt die Fantasie, dass man ab heute morgen alle Hausnotruf-Hilfeersuchen, die keinen medizinischen Grund haben, einfach ignorieren wird.


Wieso ignorieren? Die Anbieter dieser Dienstleistungen müssen halt ensprechende Fahrbereitschaften einrichten analog zu Pflegediensten oder Sicherheitsdiensten etc.
Wenn du deine heimische Alarmanlage bei einem Sicherheitsunternehmen aufschalten lässt, schicken die auch nicht bei jeder Auslösung einfach nur die Polizei.

Taubenzüchter

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05.11.2018, 18:53

Und das passiert über Nacht einfach so?

Maverick83

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05.11.2018, 20:09

Naja, jeder aktiv Alarm ohne Sprechkontakt ist ein Notfall. Jeder Sprechkontakt bei dem der HNR Teilnehmer eine Kopfplatzwunde oder Schmerzen äußert ist ein Notfall. Von daher entfallen eigentlich nur die Passivalarme. Das sind ja gar nicht so viele. Außerdem wussten das die Betroffenen vermutlich schon ein bisschen länger als nur über Nacht.

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05.11.2018, 20:16

Laut Bekannten, die bei uns im Hausnotruf arbeiten sind ein Grossteil der aktiven Alarme Aufstehhilfen oder seltener Einsamkeit. Und genau da könnte ein Hausnotruffahrzeug hinfahren, wenn der Teilnehmer bereits sagt, er/sie komme nicht mehr hoch vom WC/Boden/Bett... Dass Passivalarme entfallen soll(t)en ist ja ein Muss.
Wenn natürlich ein klarerer Notfallbild schildert, kommt der RTW dem der HNR den Schlüssel bringt.

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05.11.2018, 22:37

Naja, außerhalb BaWüs gibt es diese Fahrtbereitschaften bei den HiOrgs ja regelmäßig und dort bekommt man von HNR Einsätzen im Regeldienst kaum etwas mit. Letztes Jahr waren selbst Seenoteinsätze mit dem DGzRS Kreuzer häufiger. Warum genau, außer dass es natürlich BaWü ist, sollte das dort wieder alles anders sein?
Land zwischen den Meeren,
vor dem sich sogar die Bäume verneigen,
du bist der wahre Grund,
warum Kompassnadeln nach Norden zeigen!

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05.11.2018, 23:12

Ich halte es für absolute Ressorcenverschwendung wenn Fzg. des RD auch noch den HNR bedienen müssen.
Je nach gewählter Tarif bzw. Geräteoption ist der automatisch ausgelöste 24-Std.-Alarm (weil Omma Brömmelhopp ein nicht mehr so tolles Kurzzeitgedächtnis hat) ein häufiger "Notruf".

Dafür soll ein RTW eingesetzt werden - der dann "natürlich" blockiert ist?

Es gibt keine Möglichkeiten für FSJ, Bufdi's oder auch ehrenamtliche HelferInnen?
raphael-wiesbaden

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

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06.11.2018, 02:57

Ich arbeite ja in NRW bei einer Hiorg unter Anderem als Hnr-Fahrdienst Fahrer und kann sagen, dass bei uns der Rettungsdienst nur bei Sprechkontakt und schwerwiegenden! geäußerten Beschwerden direkt alarmiert wird, alles Andere fährt erstmal nur der eigene Fahrdienst. Es werden bei uns auch viele FSJ´ler dafür eingesetzt.

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06.11.2018, 03:21

Wenn jetzt noch in BW konsequent der Missbrauch von SoSi-Fahrzeugen im HNR unterbunden wird, wären mal gleiche Voraussetzungen für alle geschaffen.

Eddy

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06.11.2018, 08:08

Naja, außerhalb BaWüs gibt es diese Fahrtbereitschaften bei den HiOrgs ja regelmäßig und dort bekommt man von HNR Einsätzen im Regeldienst kaum etwas mit.


Meine Erfahrungen in einem anderen Bundesland waren nicht anders als in Baden-Württemberg: Die Hilfsorganisation, die auch die Leitstelle(n) betreibt, hält keine eigenen HNR-Bereitschaften vor, sondern bedient alles über den Rettungsdienst. Alle anderen betreiben eigene Alarmzentralen, Rufbereitschaften und Schlüsselzubringer ...

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06.11.2018, 09:09

Das ist doch eines der vielen „offenen Geheimnisse“ im Rettungsdienst (zumindestens in manchen Bundesländern/Regionen) an die sich bisher keiner hingetraut hat. Genau wie beim Einsatz von FSJlern (Stichwort: Arbeitsplatzneutraler Einsatz).
Jeder weiss wie es läuft aber weder Politik noch Organisationen machen was dagegen, weil wenn man da „ein Fass aufmacht“, werden u.U. „meine eigenen Fässer auch aufgemacht“...

Andrechen

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06.11.2018, 11:13

Naja, außerhalb BaWüs gibt es diese Fahrtbereitschaften bei den HiOrgs ja regelmäßig und dort bekommt man von HNR Einsätzen im Regeldienst kaum etwas mit.


Meine Erfahrungen in einem anderen Bundesland waren nicht anders als in Baden-Württemberg: Die Hilfsorganisation, die auch die Leitstelle(n) betreibt, hält keine eigenen HNR-Bereitschaften vor, sondern bedient alles über den Rettungsdienst. Alle anderen betreiben eigene Alarmzentralen, Rufbereitschaften und Schlüsselzubringer ...

Das machen auch Leitstellen mit öffentlichen Trägern.

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06.11.2018, 13:52

Bis vor ca. 2 Jahren war es bei uns noch so, dass wir zu einem Passivalarm mit unserem RTW Nachts auf die Wache einer anderen Organisation gefahren sind, den Schlüssel abholen und dann Oma Müller um halb drei geweckt haben, um sie darauf aufmerksam zu machen, dass sie ihr HNR Gerät nicht bestätigt hat.
Seit wir das unterbunden haben, hatte ich sogar das NEF der anderen Organisation mit Notarzt im Einsatz als Schlüsselzubringer.
Gruß Alexander

Matthias Wenzel

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06.11.2018, 16:18

Bedient die Sanität basel eigentlich noch den HNr?
Ich habe einen ganz einfachen Geschmack - ich bin stets mit dem Besten zufrieden.
Oscar Wilde, irischer Schriftsteller, 1854 - 1900

Ich prüfe jedes Angebot. Es könnte das Angebot meines Lebens sein.
Henry Ford 1863 - 1947

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jensemann (06.11.2018)