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Smiley1234

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04.11.2017, 11:16

Autofahrer behindert Rettungskräfte in Berlin

Hallo,

mal wieder was neues aus Berlin:

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/p…mieren-28765506

Ein Kind musste reanimiert werden und ein Autofahrer hatte Probleme das der RTW in zweiter Reihe stand und aus Wut wurde vom RTW der Spiegel abgetreten.

Laut der Berliner Zeitung stellte die Feuerwehr Anzeige.


Da bin ich mal gespannt. Aus meiner Sicht ist dieser Autofahrer nicht geeignet zum Führen eines Fahrzeuges.
Wenn das wirklich stimmt, so hoffe ich mal das endlich mal ein Richter beim Strafmaß ganz oben ansetzt.

Hauke

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04.11.2017, 12:46

Der Richter wird kein höheres Strafmaß ansetzen, weil ein Kind reanimiert wurde. Wie soll das argumentiert werden?
“When I was a boy and I would see scary things in the news, my mother would say to me, "Look for the helpers. You will always find people who are helping.”

• Fred Rogers

Harris NRÜ

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3

04.11.2017, 13:04

Zitat

Gegen den Autofahrer wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt. Auf eine Anzeige wegen Bedrohung haben die Retter laut Polizei am Freitag verzichtet. Das Überleben des Jungen war ihnen wichtiger.
Quelle: Berliner Zeitung [Abruf 04.11.2017 13:02 Uhr]

Obwohl hier etwas anderes zu lesen ist. Nämlich, dass der Täter nur eine Anzeige wegen Sachbeschädigung bekommt, die Feuerwehr jedoch auf eine Anzeige wegen Bedrohung verzichtet.

Gruß

Harris NRÜ

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04.11.2017, 13:13

Gestern habe ich, in Zusammenhang zum Thema, ähnliches im Rahmen meiner Leitstellentätigkeit erlebt. Ein ITW war gerade in einem Herzzentrum um einen kritischen bzw. instabilen Patienten dort abzuholen, der dringend zur einer OP in ein Uniklinikum verlegt werden sollte. Die Zufahrt zum Herzzentrum war so voll, u.a. durch 4 weitere RTW, dass dieser ITW wohl ein Taxi zuparkte, dass gerade einen Gast nach Hause fahren wollte. Dieser Taxifahrer rief bei mir an (die Tel. Nr. steht ja so schön auf dem ITW drauf), dass der ITW doch bitte weg gefahren werden sollte (er war schon auf 180 dabei), er würde schon seit 15min dort warten. Ich versprach die ITW Besatzung auf der Intensivstation des Herzzentrums anzurufen und darüber in Kenntnis zu setzen, sagte ihm aber auch, dass diese ggf. nicht sofort reagieren könne, da diese einen sehr, sehr kranken Menschen dort abholen wollen, der um sein Leben kämpfen würde und die Besatzung ggf. nicht sofort seinem Wunsch nachkommen könne, hier ggf. Prioritäten gesetzt werden müssen und er warten müsse. Und so war es auch, als ich den ITW-FzgFü angerufen habe. Sie waren nicht abkömmlich. Jedoch schon fast auf dem Weg wieder zum Fahrzeug. Dauerte halt aber noch 15 Minuten. Und so zündete der Taxifahrer 10 Minuten später, erneut am Telefon, durch. Und bepöbelte später auch die Besatzung. Finde ich unfassbar, wenn man mal bedenkt welche Güter hier in Abwägung stehen. Der eine kommt vielleicht zu spät nach Hause, verpasst vielleicht einen Zug oder so, aber der andere kämpft um sein Leben. Da bekommt man oft das Gefühl (oder Wunsch), dass es für Mutter Erde vielleicht besser wäre, sich der Plage Mensch zu entledigen. Fremdschämen!

Gruß

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Harris NRÜ« (04.11.2017, 14:00)


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Blodwyn76

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04.11.2017, 16:18

Wobei man (unabhängig von dem Fall) oft auch nur den Kopf schütteln kann, mit welchem Selbstverständnis oder welcher Unüberlegtheit manche Kollegen den RTW abstellen. Wenn man durch ein paar Meter weiter parken z.B. eine Tiefgarageneinfahrt oder Parkplatzausfahrt freihalten könnte, bin ich der Meinung, dass man das auch machen sollte. Wenn man die Kollegen dann darauf hinweist, kommt oft nur Staunen und Unverständnis. Und ja, da wäre ich als Autofahrer auch sauer. Sinnvoll Parken gehört auch zum vorausschauenden Fahren...

Harris NRÜ

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04.11.2017, 16:51

Das stimmt soweit, ist aber auch manchmal (oft?) nicht anders zu lösen. Stichwort "Altstadt" oder ähnliches.

Blodwyn76

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04.11.2017, 17:49

Klar, wenn?s nicht anders geht. Aber oft hab ich das Gefühl dass manche Kollegen einfach nicht darüber nachdenken. So nach dem Motto ?ich darf im Notfall überall parken, also stell ich mich mitten in den Weg.?.

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04.11.2017, 19:31

Kann ich nur unterschreiben, ich führe auch regelmäßig Diskussionen, dass man nicht direkt vor der Tür parken muss und so die ganze Straße dicht macht, sondern auch mal 10 Meter laufen kann.

Ungeachtet des ziemlich eindeutigen Falles hier konkret verhalten sich viele Kollegen in Einsatz oft ziemlich wichtigtuerisch und rücksichtslos.

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04.11.2017, 20:31

Ich kann euch nur beipflichten. Allerdings wird es der Eine oder andere kennen, dass man bei päd. Notfällen (hier speziell Stichwort "Bewußtlosigkeit") sich anders verhält, als würde man zum "ACS" fahren.
Für mich ergeben sich aus dem Artikel mind. 2 Fragen. Zum einen wird sehr oft über Übergriffe auf RD-Personal berichtet, es kam zur Gesetzesänderung. Warum wird hier nur Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gestellt? Ich finde, so werden falsche Zeichen gesetzt.
Zum anderen - was ich wesentlich schlimmer finde - verstehe ich nicht, dass man erst zum Fahrzeug zurück muss, um dringend benötigtes Material zu holen. Sollte bei solch einer Meldung nicht der Kinderkoffer/-rucksack etc. nicht sofort mitgenommen werden? Die Qualität der Berliner BF soll hier aber nicht diskutiert werden.

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05.11.2017, 01:04

Zum anderen - was ich wesentlich schlimmer finde - verstehe ich nicht, dass man erst zum Fahrzeug zurück muss, um dringend benötigtes Material zu holen. Sollte bei solch einer Meldung nicht der Kinderkoffer/-rucksack etc. nicht sofort mitgenommen werden? Die Qualität der Berliner BF soll hier aber nicht diskutiert werden.
Ja, sollten sie, jedoch müsste dafür die Qualität der Leitstelle, sowie der RTW (-Besatzungen) diskutiert werden :pfeif:

krumel

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05.11.2017, 11:35

Wobei man (unabhängig von dem Fall) oft auch nur den Kopf schütteln kann, mit welchem Selbstverständnis oder welcher Unüberlegtheit manche Kollegen den RTW abstellen. Wenn man durch ein paar Meter weiter parken z.B. eine Tiefgarageneinfahrt oder Parkplatzausfahrt freihalten könnte, bin ich der Meinung, dass man das auch machen sollte. Wenn man die Kollegen dann darauf hinweist, kommt oft nur Staunen und Unverständnis. Und ja, da wäre ich als Autofahrer auch sauer. Sinnvoll Parken gehört auch zum vorausschauenden Fahren...

Sehe ich z.B. anders und unterrichtete es meinen Praktikanten/Azubis auch anders.
Das Fahrzeug kommt so nah an die Einsatzstelle wie es machbar ist, punkt. Wenn dabei andere Verkehrsteilnehmer behindert werden ist das so.

Alrik

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05.11.2017, 12:22

So pauschal vollkommener Käse.

Gesendet von meinem Swift 2 X mit Tapatalk
Was ist, wenn das Ende nichts als ein böser Anfang ist...?

GuyFawkes

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05.11.2017, 12:33


Sehe ich z.B. anders und unterrichtete es meinen Praktikanten/Azubis auch anders.
Das Fahrzeug kommt so nah an die Einsatzstelle wie es machbar ist, punkt. Wenn dabei andere Verkehrsteilnehmer behindert werden ist das so.

...und wieder wird meine Einschätzung, dass Rettungsfachpersonal oft selbst eine Eskalation verursacht, untermauert.
The reason I talk to myself is because I’m the only one whose answers I accept. George Carlin

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05.11.2017, 12:48

Zum anderen - was ich wesentlich schlimmer finde - verstehe ich nicht, dass man erst zum Fahrzeug zurück muss, um dringend benötigtes Material zu holen. Sollte bei solch einer Meldung nicht der Kinderkoffer/-rucksack etc. nicht sofort mitgenommen werden?
Welche Meldung gab es denn und welches Gerät hat gefehlt?
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05.11.2017, 14:42

Wobei man (unabhängig von dem Fall) oft auch nur den Kopf schütteln kann, mit welchem Selbstverständnis oder welcher Unüberlegtheit manche Kollegen den RTW abstellen. Wenn man durch ein paar Meter weiter parken z.B. eine Tiefgarageneinfahrt oder Parkplatzausfahrt freihalten könnte, bin ich der Meinung, dass man das auch machen sollte. Wenn man die Kollegen dann darauf hinweist, kommt oft nur Staunen und Unverständnis. Und ja, da wäre ich als Autofahrer auch sauer. Sinnvoll Parken gehört auch zum vorausschauenden Fahren...

Sehe ich z.B. anders und unterrichtete es meinen Praktikanten/Azubis auch anders.
Das Fahrzeug kommt so nah an die Einsatzstelle wie es machbar ist, punkt. Wenn dabei andere Verkehrsteilnehmer behindert werden ist das so.
Da fehlt mir der wichtige Zusatz: je nach Einsatzlage.


Mir spontan einfallende Beispiele:

Es macht keinen Sinn, mit einem Traumapatient 20m über eine Rüttelstrecke zu fahren, wenn genügend Manpower zum Tragen bereitsteht.

Es macht keinen Sinn, in einen innenhof oder Wendehammer einzufahren, wenn ich dann mühselig und zeitintensiv rückwärts ausparken muß...und es gibt tatsächlich Einsatzlagen, wo es dann keinen Einweiser gibt.

Es macht keinen Sinn, einen Waldweg bei eintsprechender Jahreszeit/Wetterlage zu befahren und das Risiko des Streckenbleibens einzugehen.
Da ist es besser, den Unimog der Waldarbeiter als improvisiertes Transportfzg. einzusetzen.
raphael-wiesbaden

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

Snoopy

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05.11.2017, 16:39

Ich bemühe mich immer möglichst wenig zu Behindern beim Parken des Pflasterlasters aber das geht nicht immer. Leider gibst in unseren Reihen eine riesige Menge an Parklegastenikern die mit voller Absicht Sch... Parken
Liebe Dein Leben, denn Du hast nur das eine.

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05.11.2017, 16:44

Laut Zeitungsartikel war es die Melanchthonstr. welche eine Seitenstraße wäre. Wenn ein RTW in zweiter Reihe parkt, dann wirds dort schon eng.

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05.11.2017, 16:52

Laut Zeitungsartikel war es die Melanchthonstr. welche eine Seitenstraße wäre. Wenn ein RTW in zweiter Reihe parkt, dann wirds dort schon eng.
Die spannende Frage ist ja, ob der RTW-Maschinist eine andere Wahl gehabt hätte, bezüglich eines geeigneten Parkortes, um den fließenden Verkehr nicht zu bedindern? Und die zweite wäre, ob die Einsatzsituation die Suche danach und das etwas an mehr Zeit überhaupt hätte zugelassen? Und zu mindestens die zweite Frage kann man schon beantworten: Kind mit Atem-/Kreislaufstillstand - also nein!

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Johannes D. (05.11.2017)

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05.11.2017, 16:57

Ich persönlich finde die Annahme, es sei höchste Eile geboten um Menschenleben zu retten, gerechtfertigt, wenn man mit Sondersignal und ggf. noch einem Notarzt zu einem Einsatz geschickt wird. Und dann kommt es immer auf die Situation an. Kleinen Aufwand nehm ich auch gern mit, wenn ich den Verkehr dadurch spürbar entlasten kann, größeren bei solchen Fällen nicht. Und wenn man bei einer Reanimation mal etwas nachholt (ja, kommt vor, Redundanzen hat man dabei, weil mal etwas nicht funktioniert, oder Sauerstoff mal leer ist..), parkt man nicht mal schnell um. Ob es allerdings sinnvoll ist, die Polizei abzuwarten, statt umzuparken, kann man kritisch betrachten. Inwieweit hier wirklich jemand angegriffen wurde, finde ich aber auch fraglich. Ich habe tatsächlich nur eine Sachbeschädigung und bedrohliches Aufbauen gelesen. Da kann ich zumindest nachvollziehen, warum man von einer Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamten gleichgestellten Personen absieht.
Land zwischen den Meeren,
vor dem sich sogar die Bäume verneigen,
du bist der wahre Grund,
warum Kompassnadeln nach Norden zeigen!

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05.11.2017, 18:24

Also wenn jemand meinen Seitensoiegel abtritt, dann finde ich das durchaus bedrohlich. Zeigt nämlich, dass die Selbstkontrolle der enstprechenden Person schon versagt hat und die Eskalationsspirale schon ziemlich weit durch ist. Nach Gewalt gegen Gegenstände kommt Gewalt gegen Personen.
Alleine aus diesem Grund halte ich eine Anzeige in so einem Fall für mehr als gerechtfertigt. Ob sie durchkommt entscheidet anschließend so oder so jemand anderes..
aber nur wegen eingeschränkten CHancen oder wiel es ja "doch nicht so wild" war direkt einzuknicken.. naja, wir wissen ja alle was mit dem berühmten Jesus passiert ist der die zweite Wange hingehalten hat..

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