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Monschi

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25.06.2017, 20:51

Feuerwehrmann nach Brand auf Intensivstation

Bei einem Lagerhallenbrand (ca. 5.000qm Grundfläche) kam es zu einer Reihe von verletzen Personen. Ein Anwohner und insgesamt sechs Feuerwehrleute kamen zu Schaden. Grund war neben drei Hitzeerschöpfungen bei weit über 30 Grad Außentemperatur auch eine "Explosion" einer Pumpe, die zwei FW-Männer leicht und einen weiteren schwer verbrannt hat. Letztgenannter wurde n eine Verbrennungsklinik geflogen und liegt derzeit wohl auf Intensiv.

Die Regionalblätter und auch das Fernsehen sind voll davon derzeit. Vielleicht ein gutes Beispiel, wieso ich eine Bereitstellung bei FW-Einsätzen grundsätzlich befürworte.

Beispielhaft ein Artikel: Klick mich!

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bodo#3 (25.06.2017), dens (26.06.2017)

//stefan

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26.06.2017, 08:09

gibt es eigentlich "vorshcriften/richtzeiten", wie lange man mit PSA arbeiten darf? hab ich mich bei den londoner feuerwehrleuten beim hochhausbrand vor 2 wochen auch schon gefragt.
"The end and aim of all medical practice is prevention; and, failing that, cure; and, failing that, amelioration." (J.W. Ballantyne, 1902)




Matthias Wenzel

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26.06.2017, 08:18

Soweit mir bekannt
PSA schützt bei starken Flammenaufschlag (Flashover) einmal, dann ist die hin

Weiter hat PSA "hupf schwer" eine gewisse Haltbarkeit, glaube 10(?) Jahre

Wenn HUPF nass ist muss sie erst trocknen sonst wird es heiss...

Und Schutzkleidung muss komplett sein, also mit Flammschutzhaube...

Die Arbeitszeit ist limitiert aus:
Kondition, Hitze, Art der Arbeit, Atemschutzgerät

http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-8662.pdf

https://www.unfallkasse-nrw.de/fileadmin/server/download/Feuerwehr/Allgemein/SFF_2008/Pannier_-_EN469_und_HuPF.pdf

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skopein

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27.06.2017, 13:00

gibt es eigentlich "vorshcriften/richtzeiten", wie lange man mit PSA arbeiten darf? hab ich mich bei den londoner feuerwehrleuten beim hochhausbrand vor 2 wochen auch schon gefragt.
- meines Wissens nach keine direkten Vorschriften. Ist aber auch die Frage was genau du unter PSA verstehst, ich verstehe es so, das auch umluftunabhängiger Atemschutz gemeint ist?


Im Prinzip ist es aber so wie Matthias geschrieben hat, es ist vor allem abhängig von der körperlichen/ psychischen Fitness, aber um als Beispiel den Greenfell Tower in London nochmal aufzugreifen: Auch natürlich die Einsatzgegebenheiten (z.B. noch Menschenleben in Gefahr) und die personellen Ressourcen.




Um mal ein Beispiel zu nennen: Ich war vor kurzer Zeit mit meinen Löschzug (BF) bei einem größeren Brand, wir wurden vorerst als Reserve im Bereitstellungsraum eingeteilt.
Im Einsatz bei dem Brand waren bereits 2 Löschzüge und mehrere (genaue Zahl hab ich gerade nicht vorliegen) Einheiten der FF.
Umgebungstemp. waren ca. 30°, der Einsatz begann um ca 15 Uhr und das letzte Fhz rückte um ca. 0.00Uhr ab.
Trotz der hohen Belastung wurden die Trupps ca. 3 mal hintereinander eingesetzt, obwohl wir als Reserve bereit standen. Zwischen den einzelnen Einsätzen hatten die Trupps immer regenerationszeit, die Einsätze gingen ca 20 min- eine halbe Stunde (auch hier; je nach Fitness reicht der Druckluftvorrat)
Solange aber die Trupps sich fit sehen, kann man sie durchaus auch einsetzen, vor allem ist es auch manchmal von taktischen Vorteil wenn die Trupps schon ein oder zweimal drin waren und sich mit den örtlichen Gegebenheiten auskennen.




Anders sieht es zum Beispiel auch wieder bei dem Einsatz im Chemikalienschutzanzug aus (hier wird grundsätzlich Pressluftatmer getragen). Dort ist aufgrund des viel höheren Gewichts, Kommunikationseinschränkung, Hitzestau etc. die Einsatzzeit auf ca. 20min beschränkt.

Weiter hat PSA "hupf schwer" eine gewisse Haltbarkeit, glaube 10(?) Jahre
- Das es eine zeitliche Einschränkung gibt, ist mir nicht bekannt, dennoch möglich. Mir bekanntes Procedere ist die Nutzungsbegrenzung nach Anzahl der Wäschen. In den Hosen/ Jacken kann man jede Wäsche abhacken, bei einer bestimmen Anzahl (20?) wird sie aussortiert. Oft ist sie aber schon vorher durch die mechanische Belastung auszusortieren.


gibt es eigentlich "vorshcriften/richtzeiten", wie lange man mit PSA arbeiten darf? hab ich mich bei den londoner feuerwehrleuten beim hochhausbrand vor 2 wochen auch schon gefragt.
noch einmal zurück zu London: Vielleicht ist es schon irgendwo im Forum, ich hänge es dennoch mal an. Ein Erfahrungsbericht eines Londoner Kollegen, der sowohl die psychische wie physische Belastung beschreibt, ins Deutsche übersetzt. Einer der wenigen Berichte, mit denen man sich tatsächlich identifizieren kann.

https://www.facebook.com/notes/feuerwehrhandwerk/towering-inferno/1475702222450833/



Edit: Ich schließe mich Monschi an, ich halte eine Bereitstellung von RD bei Brandeinsätzen für unverzichtbar, auch aus persönlicher Erfahrung. Ich bin sehr froh das es bei uns Standard ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »skopein« (27.06.2017, 13:17)


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Flexer (27.06.2017)

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27.06.2017, 13:41

Ist aber auch die Frage was genau du unter PSA verstehst


ich meinte die feuerwehrler mit atemschutz. interessant wäre ja auch die versorgung der angriffstrups mit neuen luftflaschen... bei so langen einsätzen reichen doch die reserven vor ort nicht, oder?
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Jörg Holzmann

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27.06.2017, 13:59

interessant wäre ja auch die versorgung der angriffstrups mit neuen luftflaschen... bei so langen einsätzen reichen doch die reserven vor ort nicht, oder?
»Jörg Holzmann« hat folgendes Bild angehängt:
  • AB Atemschutz.jpg