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Jörg Holzmann

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12.01.2017, 22:19

Mannheim: Evakuierung in der Innenstadt nach größerem Gasleck

Zitat

"Um kurz nach 10 Uhr rauschen mehrere Polizeiwagen am Marktplatz vorbei. Das Martinshorn der Feuerwehr ist zu hören. Rettungskräfte der Johanniter nähern sich schnell. Das Quadrat S1 wird zügig von Beamten weiträumig abgesperrt. Passanten drängen trotzdem durch die verbotene Zone, wollen weiter. Die Polizei bekommt die Situation aber zügig unter Kontrolle. Auf dem Marktplatz spricht sich schnell herum, was passiert ist: Gas strömt auf der Breiten Straße aus."
[...]
"Über die Notfallhotline der MVV geht um 10 Uhr die Meldung über Gasgeruch ein, woraufhin das Unternehmen Polizei und Feuerwehr informiert. Zu Spitzenzeiten sind insgesamt 160 Einsatzkräfte von Polizei, den Rettungsdiensten, der Mannheimer Berufsfeuerwehr und der MVV Energie im Einsatz."


Quelle und vollständige Meldung mit Fotostrecke: https://www.morgenweb.de/mannheim/mannhe…hnell-1.3114307

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Jörg Holzmann

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12.01.2017, 22:24

Initial wurden von Seiten des Rettungsdienstes 3 RTW, 1 NEF sowie der OrgL RD alarmiert.
Als klar war, dass ein größerer Wohnblock in der Innenstadt evakuiert werden musste, wurden LNA sowie eine Einsatzeinheit des Bevölkerungsschutzes alarmiert.
Die 1. EE Mannheim (JUH) konnte (trotz der Alarmierung am Vormittag eines Werktages) schnell mit >30 Helfern in den Einsatz gehen. Aufgeboten wurden dabei eine Führungskomponente, eine Transportkomponente, eine Erstversorgungskomponente (GW-SAN) sowie eine Betreuungskomponente.
Die evakuierten Personen wurden in einem nahen öffentlichen Gebäude betreut und mit Essen und Getränken versorgt. Die Transport- und Behandlungskomponenten blieben in Bereitstellung, mussten aber nicht tätig werden.

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Hauke (13.01.2017)

Jörg Holzmann

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Eddy

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13.01.2017, 12:17

Interessant finde ich, dass bei solchen Lagen dann immer ein LNA mit alarmiert wird. Ist ja an sich ein Betreuungseinsatz, da hat der LNA ja keine sinnvolle Aufgabe, außer die Kaffeemaschine am Laufen zu halten.

Aber das scheint so ein Reflex der Leitstellen zu sein, dass größere Einsätze ohne LNA nicht abgearbeitet werden können.

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13.01.2017, 12:30

Zitat

Interessant finde ich, dass bei solchen Lagen dann immer ein LNA mit alarmiert wird. Ist ja an sich ein Betreuungseinsatz, da hat der LNA ja keine sinnvolle Aufgabe, außer die Kaffeemaschine am Laufen zu halten.


Erstversorgungs- und Transportkomponente auch nicht (und zum Kaffeekochen braucht man auch weder RTW noch NEF).

Man darf wohl annehmen, dass alle drei (die beiden Komponenten und der LNA) vorsorglich alarmiert wurden.

Jörg Holzmann

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13.01.2017, 12:54

Die Lage war initial wohl durchaus kritisch. Die Keller mehrerer Häuser waren stark mit Gas aufgesättigt, sodass eine erhebliche Explosionsgefahr bestand.

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13.01.2017, 14:42

Lieber alarmiere ich bei einer derartigen Lage eine SanEL frühzeitig - sie kann dann immer noch feststellen, dass sie nicht benötigt wird und wieder abrücken - als dass ich irgendwann der Lage hinterher renne und dann noch wertvolle Zeit verschwende, weil sich der OrgL bzw. LNA erst im laufenden Einsatz orientieren muss.

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13.01.2017, 20:52

Auch wenn es sicher regionale Unterschiede gibt:

Ich befinde mich als Einsatzleiter FW im Zentrum einer Großstadt. Es besteht ein unklarer Gasaustritt, das Gemisch ist "fett" genug, um zu explodieren.

Ich glaube da würde ich auch größer auffahren. Was spricht gegen die Alarmierung und Installation einer Abschnittsleitung Gesundheit mit LNA/OrgL?

Ich verstehe da die Frage nicht, Eddy?!

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14.01.2017, 01:02

Schlussendlich gesehen ist der OrgL als Einsatzleiter in der RettD Struktur in BaWü und im entsprechenden RDG ja auch eigentlich nicht vorgesehen.

Jörg Holzmann

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14.01.2017, 01:08

Schlussendlich gesehen ist der OrgL als Einsatzleiter in der RettD Struktur in BaWü und im entsprechenden RDG ja auch eigentlich nicht vorgesehen.


Doch: http://www.landesrecht-bw.de/jportal/;js…ttDGBW2010pP10a

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14.01.2017, 09:28

Schlussendlich gesehen ist der OrgL als Einsatzleiter in der RettD Struktur in BaWü und im entsprechenden RDG ja auch eigentlich nicht vorgesehen.


Doch: http://www.landesrecht-bw.de/jportal/;js…ttDGBW2010pP10a



Naja - dem Wortlaut nach ist krumels Aussage, dass der OrgL in BaWü nicht als Einsatzleiter vorgesehen ist, nach meinem Eindruck korrekt. In §10a RettDG BaWü ist lediglich aufgeführt dass der LNA durch einen OrgL unterstützt wird, die selbstständige Leitung von Einsätzen ohne LNA druch den OrgL kann ich dieser Vorschrift nicht entnehmen.

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14.01.2017, 11:07

@DocJojo: Meine Erfahrungen sind, dass die meisten LNA sich unheimlich schwer tun, sich in die Strukturen eines solchen Einsätzen zu integrieren. Ganz auffällig besonders dann, wenn es eigentlich keine medizinischen Maßnahmen zu führen gibt. Wenn der LNA vorsorglich alarmiert wird, dann muss er halt auch solange "einsatzbeobachtend" bereit sein, bis seine medizinisch-koordinierende Kompetenz gefragt ist.

Leider zeigen meine Erfahrungen, dass der LNA dann unbedingt "etwas machen will". Und das passt dann halt oft nicht zu den anderen Kräften an der Einsatzstelle. Dann ist es oft mehr Arbeit, den LNA wieder einzufangen.

Wenn man hier konkret davon ausgegangen ist, dass man mit Verletzten rechnen muss, ist seine Alarmierung ja angebracht. Ich habe den Artikel anders interpretiert.

Eddy

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14.01.2017, 11:20

Schlussendlich gesehen ist der OrgL als Einsatzleiter in der RettD Struktur in BaWü und im entsprechenden RDG ja auch eigentlich nicht vorgesehen.


Doch: http://www.landesrecht-bw.de/jportal/;js…ttDGBW2010pP10a



Naja - dem Wortlaut nach ist krumels Aussage, dass der OrgL in BaWü nicht als Einsatzleiter vorgesehen ist, nach meinem Eindruck korrekt. In §10a RettDG BaWü ist lediglich aufgeführt dass der LNA durch einen OrgL unterstützt wird, die selbstständige Leitung von Einsätzen ohne LNA druch den OrgL kann ich dieser Vorschrift nicht entnehmen.


Dann wars ein Missverständnis. Ich dachte, er meint, dass der OrgL gar nicht im Gesetz erwähnt wird (was auch lange so war, aber inzwischen geändert wurde).

:drinks:

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14.01.2017, 12:44

AAO bei uns:

Gasaustritt - Verdacht/Geruch: 1x B-Dienst ABC, 1x C-Dienst, 2x HLF, 1x DLK, 1x GW-Meß, 1x RTW, Energieversorger, Polizei

Gasaustritt - Bestätigt: 1x B-Dienst ABC, 2x C-Dienst, 4x HLF, 2x DLK, 1x GW-Meß, FF, 1x RTW, 1x NEF, ggf. AB-SoLö/Pulver, Energieversorger, Polizei. Wenn Bewohner evakuiert/geräumt werden müssen: GRTW oder GEW (Bus), ggf. ÖPNV-Busse.

Alles andere entwickelt sich aus der Lage.

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14.01.2017, 12:48

AAO bei uns:

Gasaustritt - Verdacht/Geruch: 1x B-Dienst ABC, 1x C-Dienst, 2x HLF, 1x DLK, 1x GW-Meß, 1x RTW, Energieversorger, Polizei

Gasaustritt - Bestätigt: 1x B-Dienst ABC, 2x C-Dienst, 4x HLF, 2x DLK, 1x GW-Meß, FF, 1x RTW, 1x NEF, ggf. AB-SoLö/Pulver, Energieversorger, Polizei. Wenn Bewohner evakuiert/geräumt werden müssen: GRTW oder GEW (Bus), ggf. ÖPNV-Busse.

Alles andere entwickelt sich aus der Lage.


Das ist ja dann in der Größenordnung vergleichbar mit dem hier durchgeführten Vorgehen.

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14.01.2017, 12:57

Allerdings glaube ich nicht, dass bei der Räumung eines (größeren) Wohnblocks hier gleich LNA und OrgL ins Spiel kommt. Das wird eher auf die Busse raus laufen. Kurzfristige Betreuung wird selbst sicher gestellt. Habe ich bei Gasaustritt und Brandeinsätzen in Mehrfamileienhäusern bisher noch nicht erlebt, wenn nur eine reine Betreuungslage vorliegt.

Jörg Holzmann

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14.01.2017, 13:00

Allerdings glaube ich nicht, dass bei der Räumung eines (größeren) Wohnblocks hier gleich LNA und OrgL ins Spiel kommt. Das wird eher auf die Busse raus laufen. Kurzfristige Betreuung wird selbst sicher gestellt. Habe ich bei Gasaustritt und Brandeinsätzen in Mehrfamileienhäusern bisher noch nicht erlebt, wenn nur eine reine Betreuungslage vorliegt.


Wie gesagt: Es drohte eine Explosion.
Das Gasleck konnte zunächst nicht geortet werden und so konnte auch nicht zügig die Leitung abgeschiebert werden. Ein interessanter Aspekt war beispielsweise, dass der betroffene Häuserblock gar nicht an die Gasversorgung angeschlossen ist.
Aber mehr Details kann ich hier nicht schreiben.

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14.01.2017, 13:28

Es gibt ja Leute, die sagen, dass bei größeren Evakuierungsszenarien mit bis zu 10 % nicht gehfähigen Betroffenen und 1 % Notfallpatienten gerechnet werden kann, angeblich Erfahrungswerte.
Bei uns wäre in so einem Szenario definitiv die Einsatzleitung RD dabei, mindestens als Abschnittsleitung, ggf. noch in zweiter Besetzung als Bestandteil der TEL.

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14.01.2017, 13:49

Allerdings glaube ich nicht, dass bei der Räumung eines (größeren) Wohnblocks hier gleich LNA und OrgL ins Spiel kommt. Das wird eher auf die Busse raus laufen. Kurzfristige Betreuung wird selbst sicher gestellt. Habe ich bei Gasaustritt und Brandeinsätzen in Mehrfamileienhäusern bisher noch nicht erlebt, wenn nur eine reine Betreuungslage vorliegt.


Wie gesagt: Es drohte eine Explosion.
Das Gasleck konnte zunächst nicht geortet werden und so konnte auch nicht zügig die Leitung abgeschiebert werden. Ein interessanter Aspekt war beispielsweise, dass der betroffene Häuserblock gar nicht an die Gasversorgung angeschlossen ist.
Aber mehr Details kann ich hier nicht schreiben.


Hab ich gelesen. Auch bei uns ist Stadtgas brennbar. Aber trotzdem ist das eher der Standard, so wie ich es beschrieben habe. Das gibt mir die Erfahrung der letzten 16, fast schon 17 Leitstellenjahre her. Bei einer reinen Betreuungslage kommt hier in den seltensten Fällen eine rettungsdienstliche Einsatzabschnittsleitung zum Einsatz.

Ich gebe dem allgemeinen Tenor aber recht, dass eine rettungsdienstliche Führung im Rettungsdienst oft spät oder nur wenig eingesetzt wird. Um ein mehr an Einsatz hier zu etablieren, müssten jedoch vielerorts die Strukturen angepasst werden, um dieses auch zu gewährleisten, z.B. vielleicht einen "C-Dienst Rettung", im Bereitschaftsdienst auf einer zentralen Rettungswache, ausgerüstet mit einem rettungsdienstlichen Führer auf Ebene eines Zugführers, ausgestattet mit einem ELW-1 und Führungsassistent. Dazu einen LNA und eine OrgL (B-Dienst Rettung) in Rufbereitschaft. Um die Finanzierung und geringe Einsatzfreqeunz zu rechtfertigen wären zusätzliche Serviceaufgaben der Kreisbehörde denkbar (z.B. Zwangseinweisungen als Verwaltungsteil, Jugendamtnotdienst, usw.). Natürlich mit entsprechenden Schulungen. Und schon hätten sie ausreichend zu tun.

Alrik

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14.01.2017, 14:31

Wir machen das hier ja ehrenamtlich, allerdings auch nicht in einer Stadt. Und auch ohne Zusatzaufgaben wird es nicht unbedingt langweilig. Die Alarmierungsschwelle ist bewusst sehr niedrig, wir haben damit nur gute Erfahrungen gemacht. Man muss allerdings dazu sagen, dass wir nicht zu jedem Alarm auch rausfahren, das wird lageabhängig entschieden.
Gilt allerdings nur für den OLRD, das ist so nicht ausdrücklich im HRDG vorgesehen, da gibt es nur das Gespann OLRD/LNA als gleichberechtigte Bestandteile der Einsatzleitung RD.

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