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GuyFawkes

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1

03.11.2015, 16:05

Berlin: Überlastete Pflegehilfskraft alarmiert Rettungsdienst

Zitat von »B.Z.«

Sie sah keinen anderen Ausweg mehr. Eine Pflegehilfskraft in einem Rudower Seniorenheim alarmierte am Sonntagvormittag die Feuerwehr, weil sie nicht in der Lage war, die Bewohner zu versorgen. 21 Menschen mussten von den Rettern medizinisch betreut werden. Das LKA ermittelt wegen des Verdachts der Vernachlässigung von Schutzbefohlenen.


Mehr dazu: Berliner Zeitung


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Da denkt man, dass man irgendwie nichts überraschendes mehr lesen kann und doch geschieht es immer wieder...
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Blutverlust (03.11.2015)

M.Schwarzenberger

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03.11.2015, 16:18

Da denkt man, dass man irgendwie nichts überraschendes mehr lesen kann und doch geschieht es immer wieder...

Hab ich in München vor einigen Jahren auch mal erlebt... Aber jetzt schon länger nicht mehr... :applaus: Da war es aber eine Überforderung von einem mobilen Pflegedienst. Und da reichte eine Patientin... :-D

raphael-wiesbaden

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3

03.11.2015, 17:11

Der im Bericht angegebene Heimbetreiber ist auch in anderen Bundesländern schon negativ aufgefallen.
raphael-wiesbaden

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

Harris NRÜ

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4

03.11.2015, 17:22

Zitat

Die Geschäftsführung wird dann entscheiden, wem der Einsatz in Rechnung gestellt werden muss.“
Na euch selbst, wenn es für die Mitarbeiter keine erreichbaren Vorgesetzten gibt, wenn diese Probleme haben!


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Johannes D. (03.11.2015), Harun (07.11.2015)

Phrasel

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5

03.11.2015, 18:22

Zitat

„Zu keinem Zeitpunkt gab es eine Gefahr für unsere Bewohner.“

macht in Komination mit

Zitat

Wir haben vier Patienten akut medikamentös behandeln müssen“

irgendwie keinen Sinn.

Harris NRÜ

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03.11.2015, 18:39

Das sind typische Floskeln zur Schadensbegrenzung! "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen"...

Stormchaser

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03.11.2015, 19:13

Respekt an die Hilfskraft diese Entscheidung in der Situation getroffen zu haben

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raphael-wiesbaden (03.11.2015), Blutverlust (03.11.2015), Weltreisender (03.11.2015), Harris NRÜ (03.11.2015), Phrasel (03.11.2015), münchner82 (04.11.2015), Sposmoker (04.11.2015)

M.Schwarzenberger

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8

03.11.2015, 21:57

Respekt an die Hilfskraft diese Entscheidung in der Situation getroffen zu haben


Auf jeden Fall. :positiv: Hoffen wir nur, dass sie nicht die Leidtragende ist, was die Kostenübernahme für den Einsatz betrifft. Nachfolgende Floskeln aus dem Artikel lassen da bei mir gewisse Alarmglocken läuten...

Zitat

Die Kollegin habe es daraufhin versäumt, weitere Kollegen um Hilfe zu bitten. In diesem Fall habe es ein Kommunikations- und Einstellungsproblem gegeben.

Zitat

Banken: „Ich werde die betroffenen Kollegen jetzt zur Rede stellen. Die Geschäftsführung wird dann entscheiden, wem der Einsatz in Rechnung gestellt werden muss.“

bodo#3

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9

04.11.2015, 09:41

Hoffen wir nur, dass sie nicht die Leidtragende ist, was die Kostenübernahme für den Einsatz betrifft.

Das nicht, aber sie wird sich nach einem neuen Arbeitgeber umsehen dürfen.

Flexer

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10

06.11.2015, 16:30

etwas ausführlicher Bericht in der Welt

http://www.welt.de/vermischtes/article14…ialflow_twitter

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Harris NRÜ (06.11.2015)

Harris NRÜ

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11

06.11.2015, 16:46

Sehr guter Artikel, wie ich finde.

Es zeigt auch, wie ich es schon befürchtet habe, dass der erste Mitarbeiter, der eigentlich nichts für diese Situation konnte, die arbeitsrechtlichen Folgen zu tragen hat. Die Kündigung! Vielleicht hatte es ja auch einen Grund, warum die andere Pflegekraft der benachbarten Pflegestation Hilfe abgelehnt hat. Ich bin mir sicher, dass diese Pflegekraft ebenfalls genug zu tun hatte. 21 zusätzliche Patienten sind nicht mal eben nebenbei zu schaffen. Letztendlich ist die Schuld bei der pflegerischen und geschäftsführenden Leitung zu suchen! Das Mitarbeiter krank werden, auch kurzfristig, ist ja kein ungewöhnliches Problem. Und ein Alten- und Pflegeheim ist definitiv eine Einrichtung, die zu den "kritischen Infrastrukturen" gehört. Stromausfälle und Brände haben dieses in meiner Heimat schon einige Male bestätigt, dass sowas nicht "mit links" zu machen ist. Daher: Organisationsverschulden. Warum gab es keine Rufbereitschaft? Warum gab es keine Pflegedienstleitung vom Dienst? Die mutige Mitarbeiterin zu feuern wäre zu brisant gewesen, weil sie eben gerade im Mittelpunkt steht. Hat man sich ein anderes Bauernopfer gesucht. Interessant finde ich jedoch auch, dass eine Angehörige Druck gemacht hat, als diese bemerkte, dass hier irgendwas ganz gewaltig schief läuft. Hätte die Mitarbeiterin auch ohne diesen Druck so gehandelt, wie diese gehandelt hat?

Gruß