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Harris NRÜ

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1

13.12.2014, 05:22

Region Hannover: Notaufnahmen melden sich immer öfter ab

Zitat

Die Versorgung von Notfällen stellt Kliniken und Rettungskräfte vor wachsende Probleme. Sanitäter berichten immer häufiger davon, dass Krankenhäuser die Besatzungen von Rettungswagen abweisen, indem sie sich wegen Überlastung bei der Rettungsleitstelle der Region abmelden.

Die Kliniken klagen über eine zu hohe Auslastung, vor allem, weil immer mehr Patienten in die Notaufnahmen kommen, ohne dass ein medizinischer Notfall vorliegt. Bei tatsächlichen Notfällen müssen die Retter dadurch immer wieder weitere Wege fahren als nötig.

In Hannover wird die Situation dadurch verschärft, dass seit dem Umzug des Oststadtkrankenhauses auf das Gelände des Siloah eine Notaufnahme weniger in Betrieb ist. Bis zum 6. September kamen Notfallpatienten auch ins Krankenhaus an der Podbielskistraße. Nun müssen sich die verbliebenen Notfallaufnahmen um sie kümmern.


Quelle: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Notaufnahmen-in-Hannover-melden-sich-immer-oefter-ab

pottmed

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13.12.2014, 12:55

Ist eine Abmeldung in meiner Heimatstadt etwa möglich ?

Kenn es eigentlich so, dass immer eine Erstversorgung erfolgen muss und dann ggf. weiter verlegt wird.

3

13.12.2014, 12:59

Schließt sich ja beides nicht aus.

pottmed

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13.12.2014, 13:03

Eine Abmeldung verstehe ich so, dass dieses Krankenhaus dann nicht angefahren wird bzw. werden darf.

GuyFawkes

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13.12.2014, 13:29

Na ja, es ist wohl eher so, dass der Rettungsdienst dann schon aus Gründen des "Selbstschutzes" die abgemeldeten Häuser umfährt.
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Dennis B.

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13.12.2014, 13:40

Kenn es eigentlich so, dass immer eine Erstversorgung erfolgen muss und dann ggf. weiter verlegt wird.


So lese ich es auch aus dem Niedersächsischen Krankenhausgesetz heraus:

Zitat

§ 13
Notfallversorgung

Krankenhäuser, deren Teilnahme an der Notfallversorgung sozialversicherungsrechtlich vereinbart ist, haben sicherzustellen, dass sie zur Notfallversorgung von lebensbedrohlich Verletzten und Erkrankten in der Lage sind.

Monkeyface

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13.12.2014, 14:05

Naja, komplett abmelden darf sich vielleicht kein Krankenhaus, aber wenn du Oma Brömmelkamp mit ihrer Pneumonie in eine abgemeldete Aufnahme bringst läuft es zumindest bei uns so:


Schwester: Wir sind abgemeldet, was wollt ihr hier?!?
Retter (SB): Moment.... (Kommt nach zwei Minuten wieder) Ich hab nachgeguckt, draußen steht "Krankenhaus", ihr müsst aufnehmen und die Erstversorgung machen.

Schwester zieht meckernd ab, während die Retter samt Oma Brömmelkamp auf dem Gang stehen bleiben. 15 Minuten später (Oma Brömmelkamp meckert seit 8 Minuten sie habe Hunger, müsse aufs Klo und überhaupt) kommt der Arzt vorbei, entscheidet dass Oma Brömmelkamps Pneumonie nicht akut lebensgefährlich ist und schickt sie weiter ins nächste Krankenhaus. Dann sucht der Retter, der das Pech hatte sich nicht rechtzeitig verdrückt zu haben und deshalb die ganze Zeit neben der Patientin gewartet hat, seinen Kollegen. Nach einigen Minuten findet er ihn wahlweise vor der Toilette, dem Kaffeeautomaten, im Schwesternzimmer oder in einer der Raucherecken. Gemeinsam wird Oma Brömmelkamp (Die mittlerweile dringend aufs Klo möchte) wieder in den RTW geladen und man fährt in ein anderes Krankenhaus.

Alternativ ärgert man sich kurz über das dauernde Abmelden, denkt dann daran, dass auch Krankenhäuser nicht unbegrenzt leistungsfähig sind und fährt in ein anderes Haus. Nervig ist natürlich wenn alle Häuser abgemeldet sind (allerdings wird dann bei uns einfach nach Einzug gefahren und die Krankenhäuser haben den schwarzen Peter).

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klakon

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8

13.12.2014, 14:10

So lese ich es auch aus dem Niedersächsischen Krankenhausgesetz heraus:

Zitat
§ 13
Notfallversorgung

Krankenhäuser, deren Teilnahme an der Notfallversorgung sozialversicherungsrechtlich vereinbart ist, haben sicherzustellen, dass sie zur Notfallversorgung von lebensbedrohlich Verletzten und Erkrankten in der Lage sind.


Vielleicht ist es ja nur Spitzfindigkeit meinerseits, aber fehlt im § nicht das Wort "immer", um eine rund-um-die-Uhr-Versorgungspflicht draus zu machen?
"Dazu in der Lage sein" und es auch "immer zu können" sind doch 2 verschiedene Dinge.
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13.12.2014, 14:25

Eine Abmeldung verstehe ich so, dass dieses Krankenhaus dann nicht angefahren wird bzw. werden darf.


Wenn ein Krankenhaus sich abmeldet, hat das im Normalfall keine rechtliche Verbindlichkeit, sondern dient nur der Orientierung für den Rettungsdienst und folgt maximal internen Regelungen.

Thor

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13.12.2014, 16:15

Vielleicht ist es ja nur Spitzfindigkeit meinerseits, aber fehlt im § nicht das Wort "immer", um eine rund-um-die-Uhr-Versorgungspflicht draus zu machen?
"Dazu in der Lage sein" und es auch "immer zu können" sind doch 2 verschiedene Dinge.

Die Kliniken sagen selber in Hannover, dass sie zur Behandlung von Notfallpatienten verpflichtet sind und würden der Pflicht natürlich nachkommen. Wenn es hart auf hart kommt, dann greift §323c StGB "Unterlassene Hilfeleistung".

Zitat

Die Kliniken bestätigen die Schwierigkeiten. Natürlich würden
Notfallpatienten trotz der Probleme weiterhin behandelt, heißt es
übereinstimmend. Anders sehe es derzeit allerdings aus, wenn Patienten
mit Rückenschmerzen kämen. „Die Patienten werden nach der Notversorgung
dann zunächst in anderen Bereichen aufgenommen und dort mitversorgt“,
sagt Achim Balkhoff von den Diakonischen Diensten Hannover.
HAZ - Die Notaufnahmen sind voll

Auch wenn sich Krankenhäuser in einem benachbarten Landkreis abmelden, steht auf der Abmeldung immer mit drauf, dass die Abmeldung nicht die Behandlung von Notfallpatienten betrifft.

Nur wie Monkeyface es schön geschildert hat. Es ist immer Auslegungssache, wer nun wirklich Notfallpatient ist und wer nicht. Und wenn der aufnehmende Arzt die Transportfähigkeit bescheinigt und dementsprechent eine Verlegung anordnet, muss man halt weiter.

Johannes D.

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13.12.2014, 16:24

Ani: Ich kenne Personal von Notaufnahmen, dass sich durch das schlichte Betreten eines abgemeldeten Hauses durch den Rettungsdienst, bereits rechtlich in einer Notwehrsituation sieht. Ich bin sicher, dass dir das auch schon passiert ist! ;-)

Grundsätzlich ist es aber sinnvoll, wenn Krankenhäuser mitteilen, dass ihre Versorgungskapazität gerade erreicht ist. Im Sinne des Patienten und einer zügigen Versorgung kann man dann zumindest meisten darauf Rücksicht nehmen und ein Haus mit noch vorhandener Kapazität nutzen. Leider wird das vieler Orts missbraucht und wenn sich ein Haus jeden Tag fix von 18:30 bis 19:30 abmeldet und jeder interessierte Retter in der Zeit den Pizzaboten schonmal in die Notaufnahme hat gehen sehen, wird der RD diese Abmeldung schon selbstständig ignorieren.
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13.12.2014, 16:29

Und wenn der aufnehmende Arzt die Transportfähigkeit bescheinigt und dementsprechent eine Verlegung anordnet, muss man halt weiter.


Dann muss dieser Arzt / das Krankenhaus die Verlegung aber auch organisieren.

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13.12.2014, 16:34

Zitat



Dann muss dieser Arzt / das Krankenhaus die Verlegung aber auch organisieren.

Aber der Rettungsdienst ist der dumme der Nachts zwei Stunden durch die Landschaft juckelt um den Patienten da abzugeben.


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fakl

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13.12.2014, 16:39

Wenn man keine freien Betten hat, dann führt jede weitere Aufnahme von Patienten in ein Krankenhaus zu einer signifikant schlechteren Versorgungsqualität.
Diese schlechtere Versorgungsqualität wirkt sich auf alle Patienten im gesamten Haus aus.
Man kann sich nicht teilen. Manche Dinge werden dann später erledigt, manche nur halb und manche garnicht.
Die Ressourcen einer jeden Klinik sind endlich.
Der Dumme ist im übrigen nicht der Rettungsdienst und auch nicht die Klinik. Der Dumme ist der Patient, der in einer überfüllten Klinik behandelt wird...
Übrigens:
Wenn eine Klinik zwischen 18:30 Uhr und 19:30 Uhr ihre Kapazitäten reduziert, dann ist das auch normal. Ich glaube, dass man auch zu irgendeinem Zeitpunkt versucht den Mitarbeitern eine Pause zu gönnen, die aber sowieso nicht klappt, da Patienten sich nicht an Pausen halten...
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13.12.2014, 16:49

Eine Abmeldung von Kapazitäten ist nicht für eine Pause gedacht. Das kann man sehr wohl als Missbrauch bezeichnen und war im konkreten Fall einer der Anlässe für eine Änderung der "Abmelderegeln". Im Übrigen ist es gegenüber den anderen Häusern, deren Mitarbeitern und deren Patienten extrem rücksichtslos. Pausen können durch überlappende Schichten oder durch eine Erhöhung der Personaldecke organisiert werden.

Und da sowas unweigerlich zu einen Ignorieren bzw zumindest verminderten Beachten von Abmeldungen führt, ist eine derartige Praxis deiner Argumentation folgend dann mindestens indirekt patientenschädigend.
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13.12.2014, 17:16

Pausen können durch überlappende Schichten oder durch eine Erhöhung der Personaldecke organisiert werden.

Ich glaube, dass es momentan keine Klinik in Deutschland gibt, die nicht aufgrund von Personalmangel ab und an Intensivbetten sperren muss.
Hängt natürlich rein mit dem Überangebot an Personal zusammen...

Wenn nicht genügend Ressourcen vorhanden sind, dann kann man keine herzaubern...
"Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind." Albert Camus

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13.12.2014, 17:35

Es geht doch nicht immer nur um ITS-Patienten.

Gerade im ländlichen Bereich, den es auch im Bereich Hannover gibt, kann man nicht einfach mal eben das nächste KH anfahren fahren, sondern muss ggf. einfach mal 30 Minuten länger transportieren und das nur weil man die Pneumonie nicht auf den Flur für eine Nacht legen will. In der Zeit ist der einzige verfügbare RTW dann gebunden und für einen anderen Notfall nicht verfügbar.

Ich denke, dass es sich auch negativ auswirkt wenn man die Option der Abmeldung zu lässt, damit wird auch gerne mal diese Option von Seiten der Klinik gezogen, warum auch immer. Das man kritisch Kranke bzw. Schockraumpatienten anmeldet, ist doch selbstverständlich. Alles andere wird hier ohne Voranmeldung ins nächste KH gefahren.
Das ein Arzt sich dann den Patienten noch auf der Trage anschaut und direkt entscheidet, der oder diejenige kann weiter, habe ich hier noch nie erlebt.

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13.12.2014, 17:40

Unabhängig von einer tatsächlichen und vollständigen Auslastung einer Klinik, verweise ich in dieser Diskussion gerne an den letzten Absatz auf dem Standard-Voranmelde-Fax aus einem anderen Thread.

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13.12.2014, 17:42

Zitat

Es geht doch nicht immer nur um ITS-Patienten.

Gerade im ländlichen Bereich, den es auch im Bereich Hannover gibt, kann man nicht einfach mal eben das nächste KH anfahren fahren, sondern muss ggf. einfach mal 30 Minuten länger transportieren und das nur weil man die Pneumonie nicht auf den Flur für eine Nacht legen will. In der Zeit ist der einzige verfügbare RTW dann gebunden und für einen anderen Notfall nicht verfügbar.


Ich denke das ist eine Frage der Perspektive. Wenn ich der Patient mit der Pneumonie wäre fände ich es nicht schön wegen ner halben Stunde Fahrzeit die Nacht auf dem Flur zu verbringen. Noch weniger schön fände ich, wenn sich wegen der Überbelegung keiner vernünftig um mich kümmern kann.

Zitat


Ich denke, dass es sich auch negativ auswirkt wenn man die Option der Abmeldung zu lässt, damit wird auch gerne mal diese Option von Seiten der Klinik gezogen, warum auch immer. Das man kritisch Kranke bzw. Schockraumpatienten anmeldet, ist doch selbstverständlich. Alles andere wird hier ohne Voranmeldung ins nächste KH gefahren.
Das ein Arzt sich dann den Patienten noch auf der Trage anschaut und direkt entscheidet, der oder diejenige kann weiter, habe ich hier noch nie erlebt.


Ich schon. Mehrfach. Also hier.


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13.12.2014, 17:56

Unabhängig von einer tatsächlichen und vollständigen Auslastung einer Klinik, verweise ich in dieser Diskussion gerne an den letzten Absatz auf dem Standard-Voranmelde-Fax aus einem anderen Thread.
Wenn ich mal überlege, wie viele Einsätze wir am Tag abarbeiten, bei unser derzeitigen Personalsituation, Technik und Organisation, dann würden wir ne Macke bekommen (noch mehr als sonst) wenn wir jeden RTW oder NAW anmelden müssten. Das ist dann mit zwei Disponenten NUR für die Notfallrettung (also ohne Krankentransport und ohne Notrufabfrage, nur Funk und RD-Amtsleitung für die Notfallrettung) nicht zu schaffen! Anmeldungen beschränken sich bei uns bisher auf Polytrauma, Schlaganfall im Zeitfenster, STEMI oder ähnliche schwere/dringliche Sachen. Pillepalle melden wir nicht an! Die Idee ansich finde ich aber gut. Man müsste nur überlegen, wie man dieses technisch und organisatorisch sinnvoll umsetzen kann.

Gruß