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News Anchorman

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1

19.05.2014, 14:33

Immer mehr Patienten mit Bagatell-Beschwerden: Hamburgs Notaufnahmen sind überlastet

Ein rasanter Anstieg von Patienten bringt die 22 Notaufnahmen in Hamburgs Krankenhäuern über die Belastungsgrenze. Eine Stichprobe der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) ergab, dass jeder fünfte Patient nicht in eine Notaufnahme gehört hätte. Oft würde es sich um Bagatell-Fälle handeln. Nach einer Statistik der Gesundheitsbehörde gibt es zurzeit rund 400.000 Notfall-Patienten jährlich, 153.400 Patienten davon werden mit Rettungswagen in die Krankenhäuser gebracht. Vor vier Jahren lag diese Zahl noch bei 140.000.


Quelle und ausführlicher Text: http://www.abendblatt.de/hamburg/article…e-noch-nie.html

M1k3

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2

19.05.2014, 14:39

Besser ausbilden, mehr zuhause lassen.


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Johannes D.

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3

19.05.2014, 16:58

Was macht dich so sicher, dass dies an der Ausbildung liegt? Ich bin sehr sicher, dass eine Befragung der Besatzungen zur Notwendigkeit des Transports am Krankenhaus vermutlich ähnlich ausfallen würde...
Land zwischen den Meeren,
vor dem sich sogar die Bäume verneigen,
du bist der wahre Grund,
warum Kompassnadeln nach Norden zeigen!

run1982

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4

19.05.2014, 16:59

Vielen Dank für diesen tollen und produktiven Beitrag M1k3!

Schon mal über eine leitende Funktion im Gesundheitsministerium nachgedacht? Hast ja die ultimativen Ideen.....

Dann lieber auch mal nichts schreiben......

M1k3

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5

19.05.2014, 17:09

Warum werden die denn alle ins Krankenhaus mitgenommen?

Ich kenne das bei uns so, das der Assistent mault, dass der Patient nix hat. Und dann nimmt er ihn mit. Warum?
- Er denkt er muss
- Er hat angst davor das der Patient verstirbt und er ins Gefängnis muss
- Er ist zu faul (oder schlecht ausgebildet) um den Patienten richtig zu untersuchen
- Er sagt "so wird's halt gemacht".

Ich finde, mit einer besseren Ausbildung könnte man die Situation verbessern. Es gibt viele Stellschrauben, aber ich sehe auch viel Potential beim Personal...

@Johannes: Was ist deiner Meinung nach der Grund, das ein Arzt oder Assistent einen Patienten mitnimmt, den er nicht als Patient betrachtet?
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run1982

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6

19.05.2014, 17:12

Weitere Antwort: Es wird vom AG gesagt, jeder der in HH in ein Krankenhaus befördert werden will, wird befördert. Wir sind ein Dienstleister!

Dann weiß der RA wie sehr der AG bei Entscheidungen hinter dir steht....

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SanSold (19.05.2014)

M1k3

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7

19.05.2014, 17:16

Ich habe einige male durch Gesprächsführung die Patienten dazu bringen können, dass sie selber einsehen das der Rettungswagen nicht das richtige Mittel ist. Geht nicht immer, aber öfters. Mein AG sagt das gleiche wie eurer. :)
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Maverick83

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8

19.05.2014, 17:18

Es wird vom AG gesagt, jeder der in HH in ein Krankenhaus befördert werden will, wird befördert.


In BaWü steht das sogar im Gesetz :)

raphael-wiesbaden

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9

19.05.2014, 17:55

Gerade in HH (und anderen Regionen) sollte es doch möglich sein, daß die Institution, die für die Sicherstellung der ambulanten Versorgung zuständig ist, dies auch real umsetzt.
Die Hausarztzeiten irgendwelcher Filmserien aus de guten-heilen Zeit sind nun einmal vorbei.
Schichtarbeit und Pendlerströme scheinen in etlichen Kassenärztlichen Vereinigungen noch nicht registriert worden zu sein - daran ändern auch die zahlreichen Haus- und Facharztpraxen nichts, die das schön längst umgesetzt haben.

Wieder einmal benutze ich das hier nicht geliebte Wort vom "Kunden" -also dem Patienten.
Dieser Kunde hat ein berechtigtes Anliegen. Das mag sich nach Anamnese und Untersuchung als pille-palle heraustellen - doch für den Patienten stellt sich das subjektiv anders dar.

Möglichkeiten zur Inanspruchnahme adäquater (damit meine ich nicht den Augenarzt, der jetzt den fieberhaften Infekt eines Kleinkindes behandeln soll, weil er im Landkreis weit-weit-weg zum Notdienst verdonnert wurde...)
findet der Kunde/Patient nicht.
Es ist ihm schlicht oft total unbekannt.
Die Verzahnung von ambulanten und stationärem Gesundheitswesen ist nach meiner Erinnerung jahrelang lang mehr oder weniger systematisch verteufelt worden.

Damit wäre es auch für den RD bzw. den qualifizierten KTP einfacher:
- keine unnötigen Belastungen stationärer Möglichkeiten
- Risikominimierung bei unklaren Geschehnissen
- Versorgungs- und Transportleistung in ein Zentrum, welches den Patienten bedarfsweise weiterleiten kann

Wir haben bspw. einen kinderärztlichen Notdienst.
Dieser ist bei unserem Maximalversorger etabliert - dort gibt es halt eine Pädiatrie.
Dort leisten die niedergelassenen Pädiater der Stadt und des umgebenden Landkreises gemeinsam den Dienst mit den klinischen Kolleginnen.

Natürlich gibt es auch dort immer wieder Klagen entnervter Eltern(teile) - doch ebenso ist es Tatsache, daß die Einrichtung auch rege von denen aufgesucht wird, die ausserhalb des Versorgungsbereschs wohnen
raphael-wiesbaden

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

10

19.05.2014, 18:59

Das Problem ist größer als die rettungsdienstliche Beteiligung. Bei uns ging das auch vor 10 Jahren los. Abends um 22 Uhr, Halsschmerzen, der Arzt hat zu. Da geht man einfach in die Notaufnahme, da ist ja ein Arzt. Es geht um das Problem der 24h Gesellschaft, der Selbstverständlichkeit das jeder Service sofort und immer da sein muss, Anspruchsdenken und mangelnde Ausbildung der Bevölkerung bezüglich des Themas Gesundheit. Wer ganz bequem ist ruft dann halt noch den RD.

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Flexer (20.05.2014)

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11

19.05.2014, 19:32

Zitat

Das Problem ist größer als die rettungsdienstliche Beteiligung.
Eben! Wie oben im Eingangsbeitrag schon beschrieben, suchen viel mehr Patienten eine Notaufnahme auf wie der Rettungsdienst selbst bringt. Es kann also nicht (oder nicht nur) am Verhalten des Rettungsdienstpersonals liegen (oder dessen Anweisungen die diese befolgen).

Gruß

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Hilope (20.05.2014)

madde

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19.05.2014, 21:19

Weitere Antwort: Es wird vom AG gesagt, jeder der in HH in ein Krankenhaus befördert werden will, wird befördert. Wir sind ein Dienstleister!

Dann weiß der RA wie sehr der AG bei Entscheidungen hinter dir steht....
uff... das hatten wir doch schonmal vor gar nicht so langer Zeit.

Kurz: Quatsch.

Ciao,

Madde
"You won't like me when I'm angry.

Because I always back up my rage with facts and documented sources."


The Credible Hulk.

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13

19.05.2014, 21:29

Weitere Antwort: Es wird vom AG gesagt, jeder der in HH in ein Krankenhaus befördert werden will, wird befördert. Wir sind ein Dienstleister!

Dann weiß der RA wie sehr der AG bei Entscheidungen hinter dir steht....
uff... das hatten wir doch schonmal vor gar nicht so langer Zeit.

Kurz: Quatsch.

Ciao,

Madde


War es beim letzten Mal nicht der Wunsch auf ein bestimmtes Krankenhaus?

Den eigentlichen Transport gegen den Wunsch des Patienten verweigern halte ich für schwierig.
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Hauke

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14

19.05.2014, 21:36

Wenn man es ausreichend dokumentiert und unter Zeugen (-> Kollegen) nach besten Wissen und Gewissen tut, gar nicht schwierig, wie man denkt
“When I was a boy and I would see scary things in the news, my mother would say to me, "Look for the helpers. You will always find people who are helping.”

• Fred Rogers

Tragenträger

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15

19.05.2014, 21:42

....

Den eigentlichen Transport gegen den Wunsch des Patienten verweigern halte ich für schwierig.


Warum? Wir sind kein Taxiunternehmen...

Man muss natürlich zu seinen Entscheidungen stehen und diese auch verantworten können.

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M1k3 (19.05.2014)

res cogitans

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16

19.05.2014, 21:44

das thema hatten wir schon. schaut mal hier

fakl

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19.05.2014, 21:44

Abends um 22 Uhr, Halsschmerzen, der Arzt hat zu. Da geht man einfach in die Notaufnahme, da ist ja ein Arzt. Es geht um das Problem der 24h Gesellschaft, der Selbstverständlichkeit das jeder Service sofort und immer da sein muss, Anspruchsdenken und mangelnde Ausbildung der Bevölkerung bezüglich des Themas Gesundheit.


Antwort des Hausarzte bei der Erkrankung XY zwischen 8-16 Uhr:
Gut, dass Sie mit Ihrem Problem sofort zu mir gekommen sind.

Antowrt der Notaufnahme bei der Erkrankung XY zwischen 20-8Uhr:
Was wollen Sie hier?

:-D
"Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind." Albert Camus

GuyFawkes

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18

19.05.2014, 21:51

....

Den eigentlichen Transport gegen den Wunsch des Patienten verweigern halte ich für schwierig.


Warum? Wir sind kein Taxiunternehmen...

Man muss natürlich zu seinen Entscheidungen stehen und diese auch verantworten können.

Meine Aussage bezog sich mehr auf das aktive Ausreden bei Patienten wo ein Arztbesuch grundsätzlich empfehlenswert ist.
"Beraten" ja - "verhindern" nein.
Aber ich hatte auch nicht die Absicht das jetzt hier nochmal zu thematisieren. :bye2:
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Tragenträger

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19

19.05.2014, 22:08

Das Problem ist größer als die rettungsdienstliche Beteiligung. Bei uns ging das auch vor 10 Jahren los. Abends um 22 Uhr, Halsschmerzen, der Arzt hat zu. Da geht man einfach in die Notaufnahme, da ist ja ein Arzt. Es geht um das Problem der 24h Gesellschaft, der Selbstverständlichkeit das jeder Service sofort und immer da sein muss, Anspruchsdenken und mangelnde Ausbildung der Bevölkerung bezüglich des Themas Gesundheit. Wer ganz bequem ist ruft dann halt noch den RD.


Dann probier mal, hierzulande einen Termin bei einem Facharzt zu bekommen. Bei akuten Rückenschmerzen oder Sportverletzungen bekommt man frühestens einen Termin in zwei oder drei Wochen. Ich bin da auch schon ins Krankenhaus ausgewichen, obwohl es eigentlich nicht nötig gewesen wäre.

Das hatte allerdings weniger mit einem Anspruchsdenken auf 24h-Vollversorgung zu tun, es war viel mehr aus der Not heraus. Einen Anspruch auf qualifizierte medizinische Versorgung gibt es durchaus, nur beginnt sich dieser immer öfter zu verlagern. So konnte ich nach einer knappen Woche wieder zur Arbeit erscheinen, zwei Wochen oder länger auf einen Arzttermin und eine AU-Bescheinigung zu warten wäre einfach nicht gegangen. Das hätte der Arbeitgeber nicht mitgemacht.

@ Guy Fawkes: Auch wenn ein Arztbesuch grundsätzlich empfehlenswert ist, ist nicht immer der Rettungsdienst gefragt. Um mal bei einem meiner Lieblingsbeispiele zu bleiben, ein Nasenbluten wenn es nicht gerade mit einer hypertensiven Krise einhergeht und wenn es nach wenigen Minuten wieder stoppt, erfordert keinen Rettungswagen. Erst am Wochenende war wieder ein Artikel über Nasenbluten und seine Gefahren (man könne verbluten!) in der Zeitung, ich wette es gab am Wochenende in der Region gehäuft Einsätze wegen Nasenbluten... :pfeif:

20

19.05.2014, 22:41

Das Problem ist größer als die rettungsdienstliche Beteiligung. Bei uns ging das auch vor 10 Jahren los. Abends um 22 Uhr, Halsschmerzen, der Arzt hat zu. Da geht man einfach in die Notaufnahme, da ist ja ein Arzt. Es geht um das Problem der 24h Gesellschaft, der Selbstverständlichkeit das jeder Service sofort und immer da sein muss, Anspruchsdenken und mangelnde Ausbildung der Bevölkerung bezüglich des Themas Gesundheit. Wer ganz bequem ist ruft dann halt noch den RD.


Dann probier mal, hierzulande einen Termin bei einem Facharzt zu bekommen. Bei akuten Rückenschmerzen oder Sportverletzungen bekommt man frühestens einen Termin in zwei oder drei Wochen. Ich bin da auch schon ins Krankenhaus ausgewichen, obwohl es eigentlich nicht nötig gewesen wäre.

Das hatte allerdings weniger mit einem Anspruchsdenken auf 24h-Vollversorgung zu tun, es war viel mehr aus der Not heraus. Einen Anspruch auf qualifizierte medizinische Versorgung gibt es durchaus, nur beginnt sich dieser immer öfter zu verlagern. So konnte ich nach einer knappen Woche wieder zur Arbeit erscheinen, zwei Wochen oder länger auf einen Arzttermin und eine AU-Bescheinigung zu warten wäre einfach nicht gegangen. Das hätte der Arbeitgeber nicht mitgemacht.

@ Guy Fawkes: Auch wenn ein Arztbesuch grundsätzlich empfehlenswert ist, ist nicht immer der Rettungsdienst gefragt. Um mal bei einem meiner Lieblingsbeispiele zu bleiben, ein Nasenbluten wenn es nicht gerade mit einer hypertensiven Krise einhergeht und wenn es nach wenigen Minuten wieder stoppt, erfordert keinen Rettungswagen. Erst am Wochenende war wieder ein Artikel über Nasenbluten und seine Gefahren (man könne verbluten!) in der Zeitung, ich wette es gab am Wochenende in der Region gehäuft Einsätze wegen Nasenbluten... :pfeif:



Und was hat der Krankenhausarzt dann magisches gemacht was nicht entweder 2 Wochen hätte warten können oder der Allgemeinmediziner hätte leisten können?

Fakl, der niedergelassene Arzt ist ja auch Unternehmer, der Krankenhausarzt angestellt. :-)