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GuyFawkes

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30.09.2013, 13:37

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste trainieren an zwei Tagen im Schulzentrum Embsen den Ernstfall

Lüneburg (ots) - Pressemitteilung vom 29.09.2013

Lüneburg, Embsen

Nach den tragischen Ereignissen im Gutenberg-Gymnasium in Erfurt am 26.02.2002 wurde das aus den USA bekannte Phänomen der Krisensituationen an Schulen auch in Deutschland bedauerliche Realität. Die grauenhaften Taten in der Geschwister-Scholl-Schule in Emsdetten am 20.11.2006 und in der Albertville-Realschule in Winnenden am 11.03.2009 dokumentieren die Relevanz des Phänomens. Die jüngsten Taten in Connecticut/USA am 14.12.2012 und die des Norwegers Breivik vor mehr als zwei Jahren belegen zudem die Vielfältigkeit der möglichen Tatausführungen, auch außerhalb von Schulen. Die rücksichtslose Gewaltausübung bei diesen Taten sorgten in der Bevölkerung für erhebliche Unruhe, Trauer und Besorgnis, zumal in der Regel viele Opfer zu beklagen sind.
[...}

http://www.presseportal.de/polizeipresse…n-zwei-tagen-im


------

Meine Meinung nach Betrachtung der Fotos:
Was hat der Rettungsdienst (hier erkennbar: Deutsches Rotes Kreuz) während einer Amoklage im Gebäude verloren?
Gar nichts.

Passend dazu auch das bereits existierende Thema: Amok, Ausbildung POL-RD


Edit/Mod.: Versuch, den Link zu reparieren. J.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jörg Holzmann« (30.09.2013, 14:04)


joe-gando

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30.09.2013, 13:51

Dein Link funktioniert bei mir nicht.

Prinzipiell,und so ist das auch in unserem Amok-Konzept geplant, wird der Täter möglichst rasch durch ersteintreffende Polizeikräfte gestellt. Wenn diese den Einsatzort ( oder Teilbereich) für sicher halten rückt der RD in Begleitung von Polizeikräften vor und versorgt eventuell betroffene Personen. Parallel dazu wird das Objekt durch Spezialkräfte gesichert und gründlich durchsucht.

In einen Gebäudeteil, in dem ein Täter wild um sich schießt würde ich mich sicher nicht hinein begeben. Je nach Lage kann es ja aber durchaus eine Option sein in einem durch die Polizei gesicherten Bereich tätig zu werden, während der Täter "wo anders" noch aktiv ist.

Prinzipiell spielen da aber wohl eine Vielzahl von Faktoren hinein, die im Einzelfall einer gründlichen Abwägung und Einzelfallentscheidung bedürfen.

Jörg Holzmann

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3

30.09.2013, 14:04

Dein Link funktioniert bei mir nicht.


Jetzt schon. J.

4

30.09.2013, 14:07

Man kann den Bildern nur wenig Aussagekraft zuordnen. Es gibt keinen maskierten Rettungsdienst. Vielleicht ist es einfach nur durch Polizeibeamte gestellt.

GuyFawkes

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30.09.2013, 14:39

Man kann den Bildern nur wenig Aussagekraft zuordnen. Es gibt keinen maskierten Rettungsdienst. Vielleicht ist es einfach nur durch Polizeibeamte gestellt.

Maskiert war der Rettungsdienst in diesem Fall nur wegen der genutzten fx-Munition.
Aber die Rettungsdienstler auf den Fotos waren definitiv "reale" Rettungsdienstler aus dem Rettungsdienstbereich.
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6

30.09.2013, 14:47

Kannst Du das mit der fx-Munition und den Masken mal näher erläutern? Was ist das? Und nur zum Verständnis: Warst Du da irgendwie involviert oder woher hast Du die Informationen?

Maverick83

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30.09.2013, 14:51

Die Sache ist ganz einfach: Es gibt zwei Philosophien wie man an die Sache heran gehen kann:

A) Man bringt die Verletzten nach draußen bzw. holt den RD rein wenn alles sicher ist. Langes Intervall bis professionelle Versorgung des Pat. beginnt. Gegenmaßnahme: Ausbildung von Polizisten in TCCC

B) Man bringt schnellstmöglich den RD zu den Verletzten bzw. der RD ist schon dabei bevor es Verletzte gibt, auch wenn die Lage noch nicht sicher ist. Schneller Behandlungsbeginn bei den Verletzten. Voraussetzung: RD muss in dem taktischen Ablauf trainiert werden.

Diese zwei Positionen stelle die Extreme auf einer Achse dar, das Regionale Konzept wird sich irgendwo dazwischen befinden. Für beide gibt es gute Argumente aber auch Probleme und Gefahren.

Maverick83

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8

30.09.2013, 14:54

@Ani: FX Munitionist Farb-Munition welche aber in normalen Waffen benutzt werden kann und für Übung benutzt wird. Einen Treffer mit FX Munition tut weh, vor allem auf nicht bedeckten Hautstellen. Daher wird bei Übungen gerne entsprechende Masken getragen um sich etwas zu schützen.

9

30.09.2013, 14:56

Irgendwann brech' ich noch mal in's Essen: Was ist TCCC?

Ich weiß, daß Ihr alle ganz coole Socken seid, aber könnt Ihr vielleicht nicht allgemein bekannte Abkürzungen anders umschreiben? Oder macht Ihr das bei den Patienten genauso? Ich finde, das ist eine Unart.


@Maev83

Wird das ohne Augenschutz verwendet?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ani« (30.09.2013, 15:00)


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Dennis B. (30.09.2013)

GuyFawkes

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30.09.2013, 15:08

TCCC = Tactical Combat Casualty Care guckst du

Ich war nicht involviert, aber ein guter Freund von mir war mittendrin statt nur dabei und freute sich das er nun in der Lage ist Amoklagen abzuarbeiten. :pfeif:
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joe-gando

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30.09.2013, 15:16

Ich muss doch sehr bitte, Ani. In der Ausbildung zum Notfallsanitäter(NFS) wird ein gesamtes Lernfeld "Akronyme" implementiert, was bis in einigen Monaten hoffentlich auch von den NA beherrscht wird.

Wenn es um alles mit Schießeisen, Dreck und Action geht:
Tactical Combat Casuakty Care (TCCC)
Tactical Trauma Life Support (TTLS)
( und weitere wichtige mehr)

Auch wenn sich einige hier wirklich ins Zeug legen, so kommen wir auch mit OPQRST, COSTR, ACD-CPR und FP-C (NAEMT) den Klassikern wie CHA2DS2, ARVCM, (...) nicht bei.

Und jetzt: BTT! :drinks:

Hausaufgabe für dich: http://m.youtube.com/watch?v=uUV3KvnvT-w…v%3DuUV3KvnvT-w

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »joe-gando« (30.09.2013, 15:21)


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30.09.2013, 15:17

:drinks:

MaMo

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30.09.2013, 15:34

Die Sache ist ganz einfach: Es gibt zwei Philosophien wie man an die Sache heran gehen kann:

A) Man bringt die Verletzten nach draußen bzw. holt den RD rein wenn alles sicher ist. Langes Intervall bis professionelle Versorgung des Pat. beginnt. Gegenmaßnahme: Ausbildung von Polizisten in TCCC

B) Man bringt schnellstmöglich den RD zu den Verletzten bzw. der RD ist schon dabei bevor es Verletzte gibt, auch wenn die Lage noch nicht sicher ist. Schneller Behandlungsbeginn bei den Verletzten. Voraussetzung: RD muss in dem taktischen Ablauf trainiert werden.

Diese zwei Positionen stelle die Extreme auf einer Achse dar, das Regionale Konzept wird sich irgendwo dazwischen befinden. Für beide gibt es gute Argumente aber auch Probleme und Gefahren.


Es gibt sicher Kollegen, die es spannend fänden mit der Polizei in ein Gebäude zu gehen, doch dies ist für die Beamten und die Person selber ein quasi nicht kalkulierbares Risiko! Das Training müsste immer wieder, regelmäßig statt finden. Da ist einfach zu selten die Möglichkeit zu trainieren. Wer denkt, das man beim Paintball Spiel das schnell mal üben kann, dem sei gesagt es ist ein Irrglaube.

Auch wenn es für die Patienten vielleicht nicht ganz so schnell geht, lieber durch die Polizeibeamten die in EH geschult sind Erstmaßnahmen veranlassen und dann die Opfer raus bringen lassen, oder Sichere Bereiche definieren in denen der RD arbeiten kann.

Meiner Meinung nach, und ich bin kein taktisch Geschulter, hat in solch einem Umfeld kein ungeübter und unbewaffneter Kollege was verloren. Ungeübt und bewaffnet schon zweimal nicht... :biggrin_1:

Es reicht mir, was ich zu weilen immer wieder auf dem Schießstand im Umgang mit Waffen so alles ertragen muss. :diablo:

Ich gebe aber zu, es würde mich der puren Interesse mal reizen, sowas aus der Nähe zu sehen, bzw. mitzuwirken. Ob ich da mit meiner SIG mal spielen gehen dürfte :pfeif:
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30.09.2013, 15:47

Es gibt sicher Kollegen, die es spannend fänden mit der Polizei in ein Gebäude zu gehen, doch dies ist für die Beamten und die Person selber ein quasi nicht kalkulierbares Risiko! Das Training müsste immer wieder, regelmäßig statt finden. Da ist einfach zu selten die Möglichkeit zu trainieren. Wer denkt, das man beim Paintball Spiel das schnell mal üben kann, dem sei gesagt es ist ein Irrglaube.


Ja richtig. Die Beurteilung ob es oft genug geübt werden könnte will ich nicht vornehmen, aber ich weiß das es im angelsächsischen Bereich spezielle Paramedics gibt, deren Aufgabe das ist. Daher scheint es auch Konzepte zu geben in denen es Gewährleistet wird.

Auch wenn es für die Patienten vielleicht nicht ganz so schnell geht, lieber durch die Polizeibeamten die in EH geschult sind Erstmaßnahmen veranlassen und dann die Opfer raus bringen lassen, oder Sichere Bereiche definieren in denen der RD arbeiten kann.


Aber wie ich bereits schrieb. Da gehört zwangsläufige eine Schulung in taktischer Notfallmedizin für Polizisten dazu, nicht nur ein EH-Kurs. Ein Taktischer Notfallmedizinkurs ist deutlich Umfangreicher als ein EH-Kurs. Und dies ist wiederum der Knackpunkt, denn auch hier wird oft gesagt das es nicht möglich ist genügen Polizisten entsprechend auszubilden und in Übung zu halten. Die Katze beißt sich in den Schwanz.

EDIT:Links

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joe-gando

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30.09.2013, 16:09

Druckverband und Tragetuch lernen die in 20 Minuten, und das reicht auch;) Medizin können wir dann machen, wenn alle fertig geschossen haben.

Dass entsprechende Sondereinheiten medizinisches Fachpersonal in ihren Reihen haben ist super, für den normalen Streifendienst unnötig. Es gibt wichtigeres in der doch recht kurzen Weiterbildungszeit...

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30.09.2013, 16:18

Druckverband und Tragetuch lernen die in 20 Minuten, und das reicht auch;) Medizin können wir dann machen, wenn alle fertig geschossen haben.

Jup genau so hatte ich das gedacht! Aber da gehen die Meinungen auch auseinander.. Ich habe Frau und Kind zu hause.. ich weiss Polizisten auch, aber diese trainieren das auch ständig. Da ich mit Schusswaffen zu tun habe, habe ich vielleicht auch zum Umgang und den damit verbundenen Ergebnissen auch eine andere Einstellung zum Umgang damit. Ich bin sicher kein Waffenprofi, ich kenne meine Schießeisen aus dem FF. Aber ich sehe auch immer wieder den Umgang mit solchen Gerätschaften, der verboten gehört. Entladen der HK MP5 mit Mündung zu einer RTW-Besatzung! Neulich live und in Farbe gesehen. :pfeif:
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30.09.2013, 16:29

Ehrlich gesagt vehrsteh ich nicht ganz, was du mir sagen willst ?-(

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30.09.2013, 16:35

Ich habe ja vorhin den Bericht über die LNA-Übung in WI eingestellt.
Lage: Amoklauf mit Schusswaffengebrauch in einer Schule und zwei Bombenexplosionen auf dem Schulgelände.

Ich kenne nicht die Gedanken der eingesetzten Übungskräfte, aber spätestens mit Explosion der 2. Bombe - die ein HLF und einen RTW trafen - war der Gedanke an Vorsicht bei allen präsent.

Ich bin ja ein durchaus kritischer Geist gegenüber der US-Präsenz in -D-.
Aber eines ist klar: die dort bei der Übung agierende US-MP hat(te) reale Kampferfahrung.
Keine rettungsdienstliche Einsatzkraft betrat das Gebäude, bevor nicht eine Freigabe durch die MP erfolgte - die den Täter stellte, der auch Geiseln bei sich hatte.
Dennoch war die MP auch weiterhin an den Versorgungsplätzen präsent.
Da wird keine M16 in Richtung Helfer gedreht - aber es beruhigt durchaus, wenn real erlebt werden kann, wie eine Personensicherung aussieht.
raphael-wiesbaden

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

Maverick83

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30.09.2013, 16:38

Druckverband und Tragetuch lernen die in 20 Minuten, und das reicht auch;) Medizin können wir dann machen, wenn alle fertig geschossen haben.


Allerdings entspricht dies nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik

Dass entsprechende Sondereinheiten medizinisches Fachpersonal in ihren Reihen haben ist super, für den normalen Streifendienst unnötig. Es gibt wichtigeres in der doch recht kurzen Weiterbildungszeit...

Naja, das neue vorgehen ist ja das schon die ersten Kräfte gegen den Täter vorgehen und nicht mehr auf die Spezialeinheiten warten. Daher ist es auch für diese Kräfte sinnvoll solch einen Kurs zu besuchen.

Anderseits könnten wir natürlich auch den RD früher einbinden. Dazu müsste der aber geschult sein....hmmm...das hatten wir doch schonmal :pfeif:

joe-gando

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30.09.2013, 16:54

Optimal wäre es, wenn der Patient direkt durch ein erfahrenes Schockraumteam in einem aufgeblasenen Haus des Maximalversorgung noch während der Schießerei unter sicheren Bedingungen direkt an der Einsatstelle individuell versorgt wird.

Ich weiß nicht wie du den finanziellen und zeitlichen Rahmen der jährlichen Fortbildung bei Polizei und RD einstufst, aber ich wage zu bezweifeln, dass da pro Person 2000 Euro und vier Tage drin sind, um nachher (nur) unerfahrener Helfer in taktischer Notfallmedizin zu sein.

Ich halte ein schnelles Eingreiffen mit klarem Fokus auf polizeiliche Aufgaben für richtig. Wenn der RD die Patienten sicher erreichen kann erfolgt die Versorgung nach unserem Standard, ansonsten soll versucht werden kritische Patienten rasch rauszuholen. Hier braucht es -sofern möglich- eine Blutstillung mit einfachen Mitteln, und sonst nix.

Ohne den durchschnittlichen Beamten unrecht tun zu wollen, aber ich halte weder die Einschätzung zur Anlage eines Tourniquets wie auch den sicheren Zugang und die folgende Pharmakotherapie durch diese nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik durchführbar.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »joe-gando« (30.09.2013, 17:00) aus folgendem Grund: Buchstaben-Kuddelmuddel


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