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News Anchorman

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1

03.01.2013, 18:41

USA: RTH-Besatzung kommt bei Hubschrauberabsturz ums Leben

Beim Absturz eines Rettungshubschraubers des Mercy Air Med im US-Bundesstaat Iowa sind alle drei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. An Bord waren der Pilot, eine Krankenschwester sowie ein Paramedic. Der Hubschrauber war auf dem Weg einen Patienten aufzunehmen, als er auf einem Feld nahe der Ortschaft Ventura aus bislang ungeklärter Ursache abstürzte.

Quellen:
http://www.austrianwings.info/2013/01/dr…bsturz-in-iowa/
http://www.kimt.com/mostpopular/story/BR…GG20G7Bs5Q.cspx

cerebralperfusion

unregistriert

2

04.01.2013, 14:04

Nachts mit einem Piloten und unter welchen Rules geflogen?
Tragischer Unfall ohne Frage, aber vielleicht sind auch in den USA die Sicherheitsbestimmungen für Nachtflüge im Bereich der Luftrettung noch nicht ganz ausgereift. Am nächsten Tag sieht das Wetter nicht gerade sehr VFR tauglich aus, es ist Winter und scheint auch sehr windig zu sein - alles in allem scheint dort in Deutschland die Messlatte etwas höher zu liegen.

3

04.01.2013, 14:06

alles in allem scheint dort in Deutschland die Messlatte etwas höher zu liegen.


Wenn man Piloten hört, gilt das für ganz Europa...

victorvandort

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4

04.01.2013, 18:45

Nachts mit einem Piloten und unter welchen Rules geflogen?
Tragischer Unfall ohne Frage, aber vielleicht sind auch in den USA die Sicherheitsbestimmungen für Nachtflüge im Bereich der Luftrettung noch nicht ganz ausgereift. Am nächsten Tag sieht das Wetter nicht gerade sehr VFR tauglich aus, es ist Winter und scheint auch sehr windig zu sein - alles in allem scheint dort in Deutschland die Messlatte etwas höher zu liegen.
Kann ich mir nicht so recht vorstellen, wenn ich an die möchlichen straf- und zivilrechtlichen Folgen in den USA für Unternehmen mal denke.

5

04.01.2013, 18:51

Es ist wohl so, daß die Vorgaben und Regelungen in der amerikanischen Luftfahrt immer noch in vielen Bereichen deutlich weniger streng sind. Ermessenssache des Piloten hat zum Beispiel eine höhere Bedeutung als bei internationalen Regelungen, wo die Grenzen klarer definiert sind. Angleichungen sind langwierig und schwierig, weil man in den USA nur sehr ungern von seinen Standards abweichen will. Aber soll wohl so langsam kommen.

Dorsk

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07.01.2013, 09:57

Ich sag nur mal JAR-OPS.
In den USA wird ja auch noch ganz gerne mit einer Turbine geflogen, egal ob mit Bell oder EC 130 oder AS 350.
Typen wie EC 135, BK 117 oder EC 145 mit entsprechenden Leistungsprofilen sind dort nicht verpflichtend. Dazu eine lockere Auslegung bezüglich Flugbedingungen und schon steigt das Risiko.

markus

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7

07.01.2013, 18:35





Zitat von »cerebralperfusion«



Nachts mit einem Piloten und unter welchen Rules geflogen?
Tragischer Unfall ohne Frage, aber vielleicht sind auch in den USA die Sicherheitsbestimmungen für Nachtflüge im Bereich der Luftrettung noch nicht ganz ausgereift. Am nächsten Tag sieht das Wetter nicht gerade sehr VFR tauglich aus, es ist Winter und scheint auch sehr windig zu sein - alles in allem scheint dort in Deutschland die Messlatte etwas höher zu liegen.
Kann ich mir nicht so recht vorstellen, wenn ich an die möchlichen straf- und zivilrechtlichen Folgen in den USA für Unternehmen mal denke.

Es ist nicht immer alles so, wie es scheint. Auch in den USA lassen sich klagen "vermeiden". Bspw. freiwillige Ambulance Service in einem ländlichen Gebiet. Der Anbieter würde sofort aufhören, falls er verklagt werden würde. Somit "traut" sich keiner.

Es gibt da einen interessanten Artikel in der NY Times (http://www.nytimes.com/2012/07/16/nyregi…wanted=all&_r=0), dass es für Krankenhäuser unter Umständen besser ist keine mal practice insurance abzuschließen, da sie dann deutlich weniger verklagt werden.

Dorsk

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10.01.2013, 10:06

Die Crew-Mitglieder wurden jetzt beerdigt - Das erste Bild irritiert aber ein wenig:

*klick*

krumel

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9

10.01.2013, 12:12

Man muss hier auch die etwas anderen Umstände der Luftrettung in den USA sehen. Viele Anbieter arbeiten mehr oder minder "privatwirtschaftlich" oder direkt oder indirekt als bezahlter Zulieferer für große Kliniken.
Durch die anderen Gegebenheiten der Krankenversicherung bleiben Anbieter oft auch auf den Kosten sitzen da die Patienten (oder die letztendlich Schuldigen) oft schon mit der Krankenhausrechnung pleite sind (ein Polytrauma kann gerne mal 250-500k $ kosten) und Kliniken in vielen Staaten "vorzugszugriff" kriegen.

Auch bei den öffentlich beauftragten/gestellten Anbietern ist die finanzielle Lage mittlerweile oftmals sehr schlecht da viele Kommunen auch an der "öffentlichen Sicherheit" sparen müssen - schlichtweg weil massiv pleite- (man muss an dieser bedenken das es Kommunen gibt die darüber nachdenken gar kein ALS-EMS System mehr zu bezahlen bzw. dieses schon nicht mehr tun).

Ergo muss auf der einen Seite gespart werden (=> weniger Personal), auf der anderen Seite möglichst viel eingenommen werden. Und da kommt die Krux. Ich weiß von einer Bekannten die nebenher als "Flightnurse" arbeitet das ihr Arbeitgeber mittlerweile sehr hinterher ist das die Crews nicht von vornherein "Absagen" sondern es "zu mindestens probieren". Schlichtweg damit der Kunde (=> Der Arzt des abgebenden Krankenhauses) nicht gleich den nächsten Anbieter anruft. (Selbiges wird wohl tlw. solange gemacht bis man jemanden gefunden hat der "doof" genug ist den Auftrag durchzufürhen).

:mauer:
Schöne Gesundheitswelt..

Dorsk

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10.01.2013, 12:20

Sind eigentlich in Amerika die Regeln der euopäischen bzw. deutschen Luftrettung bekannt?
Gibt's dazu Meinungen von dort drüben?

Die Schweizer und Österreicher haben ja über JAR-OPS recht gut gestöhnt.

Mindhunter

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10.01.2013, 12:45

Die Crew-Mitglieder wurden jetzt beerdigt - Das erste Bild irritiert aber ein wenig:

*klick*



Guck Dir mal die weiteren Bider in der Reihe an, dann kann man den Hintergrund erahnen.
In den USA ist es zum Teil so, dass Einsatzkräfte eine "würdige" Beerdigung bekommen. Beim Militär wären das dann "militärische Ehren", für Einsatzkräfte wird das dann manchmal ähnlich gemacht. Sieht so aus, dass die Särge mit Rettungsfahrzeugen in einer Art Parade zu den (in den USA z.T. mit dem Auto befahrbaren) Friedhöfen gebracht wurden.
Auch wenn die Amis es zum Teil etwas übertreiben ("Heldenverehrung") und solche Begräbniszüge schon manchmal für den Europäer etwas theatralisch anmuten, so könnte man sich in Deutschland zumindest zum Teil daran anlehnen.
Filmisch dokumentiert ist das auch am Ende von Ladder 49 (Im Feuer) oder im wahren Leben

Grüße

Mindhunter
O why did i do medicine i should have stuck with art

cerebralperfusion

unregistriert

12

10.01.2013, 12:53

Sind eigentlich in Amerika die Regeln der euopäischen bzw. deutschen Luftrettung bekannt?

Bekannt sind sie - sie sind ja überall einsehbar. Warum die FAA dort noch keine Anpassung bzw. höhere Sicherheitsbestimmungen abverlangt, erschließt sich mir aber nicht.

securo

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10.01.2013, 12:58

Die Schweizer und Österreicher haben ja über JAR-OPS recht gut gestöhnt.


Gestöhnt wird nicht mehr, eher ignoriert.
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14

10.01.2013, 13:12

Die Schweizer und Österreicher haben ja über JAR-OPS recht gut gestöhnt.


Gestöhnt wird nicht mehr, eher ignoriert.


In Österreich fliegen jetzt deutlich mehr EC 135, Augusta 109 und andere Heli-Typen - Die die Anforderungen an JAR-OPS erfüllen.

securo

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10.01.2013, 14:55

In Österreich fliegen jetzt deutlich mehr EC 135, Augusta 109 und andere Heli-Typen - Die die Anforderungen an JAR-OPS erfüllen.


Das stimmt sicher. Allerdings halten sich, nicht ohne Grund, in der Schweiz die Ecureuil und die Alouette immer noch, trotz einem Triebwerk.
Andere Vorgaben sind schlicht nicht umsetzbar, wie die Forderungen für Landeplätze.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »securo« (11.01.2013, 11:49)