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Nils

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1

25.03.2010, 18:33

Kreis Oder-Spree: Rekommunalisierung des Rettungsdienstes

Stumpf + Kossendey berichtet heute auf seiner Homepage, dass der Kreistag Oder-Spree seinen Rettungsdienst "im Rahmen einer vergaberechtsfreien Inhouse-Beauftragung an eine noch zu gründende hundertprozentige Tochtergesellschaft des Landkreises" zu vergeben beschlossen hat. Die bisher bei DRK und JUH beschäftigten Mitarbeiter sollen übernommen werden.

http://www.skverlag.de/s-k-verlag/aktuel…fff09382434f728

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nils« (25.03.2010, 21:32)


Schmunzel

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25.03.2010, 20:12

Interessante Begründung...

Karsten

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26.03.2010, 07:31

Wenn man sich überlegt,was die Vorbereitung auf eine Ausschreibung kostet und wieviel man am Ende wirklich spart, finde ich es einfach ganz logisch.

Schmunzel

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26.03.2010, 08:24

Ist schon lustig, dass allenorts Entscheidungsträger zu der Überzeugung kommen, dass sich Privatisierungen trotzd er Ausschreibungskosten lohnen.

Ich meinte allerdings nicht die Kosten der Ausschreibung, sondern den Glauben, man könne die Qualität einer privatisierten Leistung nicht sichern.

Daniel Grein

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26.03.2010, 12:53

Bitter z.B. für das DRK, dass man in der Vergangenheit Zeit und Geld in eine ISO-Zertifizierung des Rettungsdienstes investiert hat, die nun nur noch das Papier, auf welcher sie geschrieben steht, wert ist. Immerhin scheinen die Mitarbeiter bezüglich ihrer Arbeitsplätze abgesichert.


Knüpfe dich nicht an Geringes, es zieht dich ab und hinab, fügt dir Geringeres zu.

Maverick83

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27.03.2010, 04:55

Wenn man sich überlegt,was die Vorbereitung auf eine Ausschreibung kostet und wieviel man am Ende wirklich spart, finde ich es einfach ganz logisch.


Und was kostet eine Ausschreibung??

Karsten

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7

28.03.2010, 01:23

Mehrere Mitarbeiter, die über einen langen Zeitraum damit beschäftigt sind, sich nur darum zu kümmern. Das ist zusätzliche unproduktive Verwaltungsarbeit.

Maverick83

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28.03.2010, 05:11

WAS KOSTET EINE AUSSCHREIBUNG?

ceejay

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28.03.2010, 12:34

sie kostet nichts, so wie ich das sehe

(die Arbeitszeit des Sachbearbeiters, also Personalkosten bei der Erstellung)
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SeLa

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28.03.2010, 15:09

Zitat

sie kostet nichts, so wie ich das sehe



(die Arbeitszeit des Sachbearbeiters, also Personalkosten bei der
Erstellung)
zuzüglich die Kosten für die Rechtsstreitigkeiten mit den unterlegenen Bietern.

Mowl

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28.03.2010, 16:53

Eine Ausschreibung kostet den Ausschreibenden mutmaßlich folgendes:

- Landes- bzw. Bundesweite Veröffentlichung im Internet und den Fachkreis betreffenden Printmedien bzw. Amtsblättern

- Arbeitszeit für die Begutachtung der eingehenden Angebote durch ein bis zwei Sachbearbeiter mit anschließender Diskussion

- ein bis zwei Diskussionsrunden im Kreistag / Stadtparlament evtl. im Rahmen ordentlicher Sitzungen

- den Amtsakt der Eintragung des neuen Leistungserbringers am zuständigen Registergericht

- evtl. staatliche Zuschüsse für Infrastrukturmaßnahmen, die der neue Leistungserbringer beim Land abruft.

Punkt eins bis vier würde ich mit etwa 25.000 - 30.000 EUR beziffern, Punkt fünf geht den Ausschreibenden schon im weitesten Sinne nicht mehr direkt etwas an. Den potentiellen Leistungserbringer kostet eine Ausschreibung nicht mehr als 2.500 - 3.000 EUR für die Arbeitszeit des Sachbearbeiters / Chefs, der das Angebot für den Ausschreibenden erstellt und auf den Weg bringt. Wieviel die zuvor notwenige Zertifizierung nach DIN ISO verschlungen hat, dürfte von LE zu LE teilweise erheblich differieren...

PS: Was ich vergessen habe, dürfen andere gerne ohne wertenden Kommentar anfügen
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Snoopy

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28.03.2010, 17:04

Bitter z.B. für das DRK, dass man in der Vergangenheit Zeit und Geld in eine ISO-Zertifizierung des Rettungsdienstes investiert hat, die nun nur noch das Papier, auf welcher sie geschrieben steht, wert ist. Immerhin scheinen die Mitarbeiter bezüglich ihrer Arbeitsplätze abgesichert.


Da sind einige Mitbewerber schlauer und haben eine bundesweite Zertifizierung.
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Schmunzel

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28.03.2010, 20:53

Was ich vergessen habe, dürfen andere gerne ohne wertenden Kommentar anfügen


Den größten Aufwand dürfte es verursachen, zu klären, was man genau einkaufen will. Wenn man sich das nicht überlegt, kann man im Übrigen auch nicht darüber philosophieren, ob ein Eigenbetrieb die Leistung wirtschaftlicher erbringen könnte.

ceejay

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28.03.2010, 23:02

Da sind einige Mitbewerber schlauer und haben eine bundesweite Zertifizierung.


Korrekt.
Der MHD ist halt zentral organisiert. Mit allen Stärken und Schwächen.

Das DRK hat halt in jedem KV seinen Gott Geschäftsführer, mit allen Stärken und Schwächen.
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Maverick83

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29.03.2010, 02:46

@Mowl: Wiedereinmal vielen Dank für deinen konstruktiven Beitrag

@Kartsen: So ne Antwort wie von Mowl hätte ich mir auch von dir gewünscht! Das nächste mal :)

Um zurück zum Thema zu kommen: Wenn ich alle 5 Jahre 30.000 ausgeben muss sind das pro Jahr noch 6000 Euro. Also mit der BWLer Brille gesehen glaube ich nicht das dies wirklich einen großen Posten ausmacht. Daher halte ich die Kosten für die Ausschreibung nicht für ein schlagkräftiges Argument für eine Rekommunalisierung. (D.h. nicht das ich es schlecht finde!)

Schmunzel

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29.03.2010, 07:23

Das ist zusätzliche unproduktive Verwaltungsarbeit.


Das scheint mir etwas sehr vorurteilsbehaftet zu sein: Ob die Arbeitszeit unproduktiv ist, weiß man ja nur, wenn man weiß, ob sich die Ausschreibung insgesamt lohnt.

Nils

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29.03.2010, 09:29


Um zurück zum Thema zu kommen: Wenn ich alle 5 Jahre 30.000 ausgeben muss sind das pro Jahr noch 6000 Euro. Also mit der BWLer Brille gesehen glaube ich nicht das dies wirklich einen großen Posten ausmacht.


Um das ein wenig deutlicher zu machen: ein RD anständiger Größe und Schlagkraft hat ganz fix und problemlos ein jährliches Volumen von 10.000.000 Euro pro Jahr zu verwalten.

Maverick83

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29.03.2010, 14:04

Das du auch IMMER das letzte Wort haben musst :prost:

Thomas83

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29.03.2010, 14:23

Hallo,

eine interessante Entwicklung. Ich denke aber dass dies ein Einzelfall bleiben wird. Letztendlich wirtschaftet ein privates Unternehmen immer effizienter als die öffentliche Hand ("Der Staat ist ein schlechter Unternehmer").



Der Ärger bei der ganzen Sache ist doch, dass die Ausschreibenden nicht in der Lage sind ein Konzept zu erstellen welches stolperfrei ist. In der Formulierung der Ausschreibung sind die meisten Kommunen ungebunden. Es wäre demnach kein Problem das Einhalten gewisser Mindestlöhne und Qualitätsanforderungen als Bedingung zu nennen. Ausschreibungen sind m.E. grundsätzlich positiv, die Umsetzung (von allen Seiten) zur Zeit noch mangelhaft.



Gruß Thomas

Maverick83

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29.03.2010, 14:39

("Der Staat ist ein schlechter Unternehmer").


Na, wenn das mal kein absolut neoliberaler Sloagan ist. Ob der Staat ein guter oder ein schleter Unternehmer ist kommt immer sehr auf die Perspektive an. Sicher hat die Bahn mehr gekostet als sie noch in Staatshand war. Aber ist es jetzt besser für den Endkunden?