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condorp4

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27.11.2017, 23:41

Frau nach Autounfall nicht gefunden - Eltern scheitern mit Klage gegen Freistaat

http://www.sueddeutsche.de/bayern/vor-ge…staat-1.3767458

Zitat

- Die Polizei bricht fälschlicherweise die Suche nach einem Unfallfahrzeug ab, die Fahrerin, die zu dem Zeitpunk noch lebt, stirbt.
- Ihre Eltern verklagten den Freistaat Bayern auf Schadenersatz und Schmerzensgeld.
- Das Gericht jedoch weist die Klage ab.
"We are the Pilgrims, master; we shall go
Always a little further: it may be
Beyond that last blue mountain barred with snow,
Across that angry or that glimmering sea,

White on a throne or guarded in a cave
There lives a prophet who can understand
Why men were born: but surely we are brave,
Who take the Golden Road to Samarkand."

James Elroy Flecker

GuyFawkes

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28.11.2017, 08:01

Das ist mal ein krasser Fall von „kannste dir nicht mal ausdenken...“
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Thor

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3

28.11.2017, 08:42

Einfach nur tragisch und bitter für alle Beteiligten. Denn ich denke auch die Polizisten werden daran knabbern, ob sie nicht vielleicht doch irgendwie etwas übersehen haben.

Es kommt ja immer wieder vor, dass Fahrzeuge ungesehen neben der Autobahn verschwinden. Aber das der mögliche VU gemeldet wird, keine Spuren sichtbar sind und auch noch ein passendes Auto gefunden wird...

Hauke

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28.11.2017, 11:06

Gerade dieser Passus wird wohl entscheidend gewesen sein:

Zitat

Dann passiert etwas, was das Gericht später als "Verkettung tragischer Umstände" bezeichnen wird: Die Polizisten stoßen auf ein Fahrzeug mit Anhänger, das am Pannenstreifen abgestellt ist. Der Fahrer des Gespanns schildert, es sei an seinem Wagen ständig das Licht ausgegangen, die Lichtmaschine müsse defekt sein. Nun gehen die Polizisten davon aus, dass die beiden Zeugen dieses Fahrzeug gesehen hatten und fälschlicherweise von einem Unfall ausgegangen waren. Die Suche nach einem Unfallwagen, an der sich zwischenzeitlich auch die ebenfalls alarmierte Feuerwehr beteiligt, wird abgebrochen.


Es ist natürlich tragisch, aber tatsächlich kann ich das Urteil gut nachvollziehen.
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• Fred Rogers

Monkeyface

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28.11.2017, 16:41

Tolles Beispiel für das Käsescheibenmodell zur Entstehung von Fehlern! Hätte man sich echt nicht ausdenken können.

M1k3

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29.11.2017, 10:08

http://www.sueddeutsche.de/panorama/nach-unfall-zu-spaete-rettung-eltern-verklagen-bademeister-1.3769306

Und hier ein Fall, wo wiederum (bei anderer Sachlage) streng geurteilt wurde.


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Hauke

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29.11.2017, 15:46

http://www.sueddeutsche.de/panorama/nach-unfall-zu-spaete-rettung-eltern-verklagen-bademeister-1.3769306

Und hier ein Fall, wo wiederum (bei anderer Sachlage) streng geurteilt wurde.


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Wenn man auch erst ein Kind zum gucken schickt, weil man ungerne nass werden möchte, kann ich das harte Urteil nachvollziehen.
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• Fred Rogers

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29.11.2017, 16:08

Du bringst eine Wertung rein, die FB Ehre machen könnte. ;-)

Wenn ich grad als einziger am Rand stehe, gebe ich für 5 Minuten schwimmen meinem Überblick auf. Das ist Abwägungssache.

Ich traue mir nicht zu, pauschal zu behaupten ich hätte das Mädel schneller gerettet.


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Maverick83

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29.11.2017, 16:58

Hauke, deine Aussage verwundert mich. Ansonsten bist du immer sehr differenziert, aber in diesem Fall haust du einen raus. Ich schiebe das jetzt mal darauf, dass du noch nie Wachdienst in einem Frei- oder Seebad gemacht hast. Wenn ich jedes mal, wenn die Nichtschwimmerbegrenzungsboje am See untergetaucht ist, ins Wasser gerannt wäre, dann hätte ich den ganzen Tag nichts anderes mehr gemacht. Denn an diesen Bojen und Begrenzungsleinen hängen sich ständig Badegäste dran. Du glaubst auch nicht, wie viele Kinder vermisst werden und innerhalb weniger Minuten wieder auftauchen. Bei der Absicherung von Schwimmbereichen, ist das plötzliche Untertauchen von Menschen ohne das sie nochmal an die Oberfläche kommen, nicht zu sehen. Wie schwierig es in den anderen Fällen ist zeigen diese Videos: 1, 2

Hauke

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10

29.11.2017, 17:47

Ja, ich glaube, ihr habt Recht. War da etwas schnell auf der Tastatur :flag_of_truce:
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• Fred Rogers