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red_cap

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07.06.2016, 18:07

Stroke Units aber auch.

Harris NRÜ

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242

07.06.2016, 18:55

Was die Fachdisziplinen "Geburtshilfe" angeht hat er schon recht. Das kommt nicht so oft vor. Neurologie, vor allem auch die Stroke Units, Interne Betten und auch hier vor allem die Intensivbetten sind Mangelware und quasi eigentlich ständig abgemeldet. Mit IVENA ist das auch nicht besser geworden, nur das die Krankenhäuser nun selbst für die Datenpflege verantwortlich sind (und es mit grün, gelb und rot nicht immer nicht so richtig geschissen bekommen). Nur alleine die Mangelverwaltung ist nun bunter geworden. Bezüglich der Geburtshilfe muss man ja sagen, dass durch die Schließung der gesamten (ehemaligen) Landesfrauenklinik (übergegangen ins Nordstadtkrankenhaus), zuletzt auch der Kreissaal am Nordstadt-Krankenhaus, es eine Verschiebung gibt. Nun müssen die Mädels ja trotzdem irgendwo ihre Babys ans Tageslicht holen (oder holen lassen), somit sich das alles auf die restlichen Häuser wie Friederikenstift - Haus Humboltstraße, Henriettenstift - Haus Neu Bethesda, MHH und Vinzenzskrankenhaus verschiebt. Nun sind aber im Osten von Hannover drei, in der Mitte und im Westen nur ein Krankenhaus mit einer Geburtshilfe vorhanden. Alternativen im Landkreis gibt es nicht so viele, denn die Klinikumhäuser in Burgwedel, Neustadt am Rübenberge und Gehrden sind auch nicht unbedingt umme Ecke von Hannover. Gehrden hat zusätzlich mit der Schließung des Klinikumhauses in Springe zu kämpfen, da die Patienten natürlich von dort aufgefangen werden müssen.

Alles in Allem muss man schon sagen, dass es eine Verschiebung bei der Leistungsfähigkeit im Gesundheitswesen gibt. Der Rettungsdienst ist in den letzten 25 Jahren massiv gewachsen und schlagkräftiger geworden (auch wenn der KatS meiner Meinung nach abgebaut hat), aber die Krankenhäuser werden immer kleiner und weniger leistungsfähig.

Gruß

red_cap

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243

07.06.2016, 19:00

Ich wollte betonen, dass, wenn man sie akut benötigt, eine Stroke Unit genauso wichtig ist wie eine Neonatolgie.

Harris NRÜ

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244

07.06.2016, 19:20

Selbstverständlich, da hast Du recht. Ich denke mal, dass @Thor betonen wollte, dass massive Einschränkungen bei der Geburtshilfe bisher eher selten waren. In der aktuellen Ausgabe der "Deutschen Hebammen-Zeitschrift" wird im Editorial von einem Zeitungsredakteur, der selbst keine medizinische Ausbildung hat, ganz gut bemerkt, dass die Hebammen quasi über keine Lobby verfügen, vor allem bei der noch immer vorherschenden Not beim Thema Haftpflicht. Und wenn ich dann am Ende der Fachzeitschrift immer sehe, wie viele Seiten aktuelle Stellenausschreibungen für Hebammen dort gelistet sind, über Monate hinweg immer so 12 bis 14 Seiten nur Stellenausschreibungen, kann ich mir auch gut vorstellen, dass auch in der Geburtshilfe es zunehmend zu Personalnot kommen wird. Allein in meinen Teil des Landkreises haben 3 niedergelassende Hebammen ihre Selbstständigkeit verlassen oder komplett den Beruf niedergelegt, weil diese mit den Einnahmen die Haftpflichtversicherungsprämien nicht mehr zahlen konnten. Ich könnte mir vorstellen, dass es in den verbleibenden Geburtskliniken bald zugeht wie in den Legebatterien der Hühner von Wiesenhof. Fliesbandgeburten, sicher ein Traum für jede Frau.

Gruß

thh

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245

07.06.2016, 19:24

vor allem bei der noch immer vorherschenden Not beim Thema Haftpflicht. [...] Allein in meinen Teil des Landkreises haben 3 niedergelassende Hebammen ihre Selbstständigkeit verlassen oder komplett den Beruf niedergelegt, weil diese mit den Einnahmen die Haftpflichtversicherungsprämien nicht mehr zahlen konnten. Ich könnte mir vorstellen, dass es in den verbleibenden Geburtskliniken bald zugeht wie in den Legebatterien der Hühner von Wiesenhof. Fliesbandgeburten, sicher ein Traum für jede Frau.


Das Problem betrifft aber, so weit ich sehe, die (a) niedergelassenen Hebammen, die (b) auch Geburten selbst betreuen und nicht nur Vor- und Nachsorge übernehmen. Die Klinik ist davon also eigentlich nicht originär betroffen.

Harris NRÜ

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07.06.2016, 19:28

Das stimmt natürlich, vielleicht hätte ich das besser betonen sollen. Bei den angestellten Hebammen in den Krankenhäusern trifft es ja den Arbeitgeber. In Bezug auf die Arbeit der niedergelassenen Hebammen ist es jetzt schon so, dass Frauen, die eine Hebamme für die Nachsorge oder auch für eine komplette Vorsorge und Hausgeburt haben wollen, hier mittlerweile leer ausgehen.

El Mosquito

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08.06.2016, 08:13

Vielleicht werden jetzt ja auch mehr Entbindungspfleger ausgebildet.

Thor

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08.06.2016, 09:28

Der nächste Artikel zum Thema Hebammen in der Region Hannover. Für das Henri wird die Abmeldung als Level-1 Zentrum Konsequenzen seitens der Ersatzkassen haben.

Auch werden fehlende Ausbildungsplätze und das streichen der Kreissaalkapazitäten bei steigenden Geburten in der Region angeprangert.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt…Geburtskliniken

Harris NRÜ

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08.09.2016, 09:29

Zitat

Henriettenstift muss Kreißsäle erneut abmelden

Der Engpass in der Geburtshilfe im Henriettenstift ist offenbar noch weitaus dramatischer als bislang bekannt. So war die Schließung der Kreißsäle wegen eines personellen Notstandes bei den Hebammen Anfang Juni kein Einzelfall. Ende August gab es eine weitere Schicht, in der die Kreißsäle geschlossen blieben.

Hannover. Grund für die Schließung: Es gab keine Hebammen, die den Dienst übernehmen konnten. Das ist umso gravierender, als das Henriettenstift eine sogenannte Level-1-Klinik ist, eine Schwerpunktklinik für Neu- und Frühgeborene. Geburtskliniken mit diesem Zertifikat sind verpflichtet, rund um die Uhr eine Hebamme vor Ort und eine zweite in Notbereitschaft vorzuhalten.

Es habe für den Nachtdienst vom 29. August mehrere kurzfristige Krankmeldungen gegeben, für die man auf die Schnelle keinen Ersatz mehr finden konnte, hieß es am Mittwoch von Diakovere. Man habe sich daraufhin bei der Rettungsleitstelle abgemeldet und Risikoschwangere in Absprache mit anderen Krankenhäusern verlegt. Schwangere, die sich in der Zeit in der Klinik meldeten, habe man ärztlich versorgt und wenn notwendig weitergeleitet. Der Verband der Ersatzkassen (Vdek) hatte schon bei der ersten Schließung der Kreißsäle Anfang Juni die Zusicherung gefordert, dass die Qualitätsvorgaben für das Zertifikat Level 1 „jederzeit“ erfüllt werden müssten. Als der erste Vorfall Anfang Juni bekannt wurde, versicherte das Henriettenstift, es habe sich um einen einmaligen Vorgang gehandelt.

Probleme bei Besetzung der Schichten

In dieser Woche war bekannt geworden, dass die Diakovere-Geschäftsführung die Hebammen-Teams von „Henri“ und Friederikenstift gegeneinander austauschen will. Grund sind offenbar Probleme bei der Besetzung der Schichten in der Henriettenstiftung. Auslöser dafür ist nach Ansicht der Hebammen die personelle Unterversorgung. Demnach mussten die Mitarbeiterinnen im „Henri“ nicht nur seit Langem Überstunden leisten und Tag und Nacht kurzfristig füreinander einspringen. Insider berichten zudem, dass die Hebammen seit mindestens einem Jahr vielfach zu zweit und wiederholt sogar alleine die fünf Kreißsäle in der Klinik versorgen mussten. Zum Vergleich: In der MHH, der zweiten Level-1-Klinik in Hannover, arbeiten nach Angaben von Pressesprecher Stefan Zorn pro Schicht immer mindestens drei bis vier Hebammen.

Die Aufgaben von Hebammen während einer Schicht in der Geburtshilfe sind vielfältig, sagt die Vorsitzende des Niedersächsischen Hebammenverbandes, Veronika Bujny: angefangen von der ganz normalen Entbindung einer Erstgebärenden über die Betreuung einer Frau, die mit Zwillingen schwanger sei und Blutungen habe, bis hin zum Notkaiserschnitt. In einer Level-1-Klinik von der Größenordnung des Henriettenstifts, die 2200 Geburten im Jahr betreue, sei es fahrlässig, eine Hebamme acht Stunden lang mit all diesen Aufgaben allein zu lassen.

Hebammen weigern sich Engpässe aufzufangen

Das Vorhandensein von fünf Kreißsälen bedeute nicht, dass fünf Entbindungen gleichzeitig stattfänden, wendet Diakovere-Sprecher Achim Balkhoff ein. Es sei „völlig normal und Standard, dass eine Hebamme mehrere Frauen in unterschiedlichen Stadien der Geburt betreuen kann“. Der zuständige Sekretär der Gewerkschaft Verdi, Thilo Jahn, forderte dagegen am Mittwoch drei Hebammen pro Schicht. Dazu müssten Ausfallzeiten wegen Krankheit oder Urlaub berücksichtigt werden. Das sei in der Vergangenheit nie der Fall gewesen.

Die Hebammen im „Henri“ hatten immer wieder mit Belastungsanzeigen auf ihre Situation hingewiesen – offenbar vergeblich. Nach Informationen der HAZ weigern sie sich daher seit Anfang Juni, die Engpässe weiter aufzufangen, indem sie füreinander einspringen. Die Konsequenz soll nun der Austausch gegen das Team des Friederikenstifts sein. Darüber wurden sie Insidern zufolge erst am vergangenen Freitag mündlich und im Laufe dieser Woche schriftlich informiert. Ihre neue Arbeit nehmen sie am Montag auf.
Quelle: HAZ (Stand 08.09.2016 6:00 Uhr)

Die unendliche Geschichte der Krankenhausabmeldungen geht weiter. HAZ Webseite ist Bezahl-mich-lesen, daher habe ich euch einige Dinge hier zitiert.

Gruß

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Harris NRÜ« (08.09.2016, 09:33)


Jörg Holzmann

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250

08.09.2016, 09:37

HAZ Webseite ist Bezahl-mich-lesen, daher habe ich euch einige Dinge hier zitiert.


Darüber freuen die sich bestimmt.

Also lest schnell, bevor die Mods das wegeditieren! :flag_of_truce:

Harris NRÜ

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08.09.2016, 09:38

Ein wenig umsonst lesen geht halt auch. So ist das ja nicht...

Thor

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08.09.2016, 15:35

Aus eigener Erfahrung mit dieser Klinik kann ich nur sagen, dass mich die Geschehnisse nicht wundern. Als wir dort zu Gast waren, arbeiteten die Hebammen, aber auch die Kinder-/Gesundheitspflegerinnen augenscheinlich am Limit. Nachts wurde die Station von einer Schwerster und einer Schwesternschülerin betreut. Die waren nur am rennen wegen schreienden Säuglingen oder den Müttern.

Die zwei Hebammenteams der zwei Kliniken einfach auszutauschen, klingt nach Bestrafung. Irgendwie hat man das Gefühl, die Leitung wollte das Problem aussitzen und auf die neue Geburtsklinik warten. Scheint irgendwie eine Eigenheit in der Region Hannover zu sein.

thh

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08.09.2016, 15:47

Zitat

Henriettenstift muss Kreißsäle erneut abmelden

[...] Der Verband der Ersatzkassen (Vdek) hatte schon bei der ersten Schließung der Kreißsäle Anfang Juni die Zusicherung gefordert, dass die Qualitätsvorgaben für das Zertifikat Level 1 „jederzeit“ erfüllt werden müssten.


Wenig überraschend. Ich vermute mal, wenn die Vorgaben nicht eingehalten werden, wird man auch keine entsprechenden Leistungen abrechnen können. Dann sind fast alle glücklich: die Patienten, weil die Leistungen ja erbracht wurden (wenn Hebammen da sind), die Kasse, weil sie trotzdem nicht zahlt, nur die Klinik nicht ...

SaHa

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08.09.2016, 21:44

Wenn die Schweiz oder Dänemark (fiktive Beispiele, von Unwahrscheinlichkeit geprägt) in Deutschland einmarschieren,


die Dänen marschieren jedes Wochenende in Deutschland ein. Fahr mal samstags nach Süderlügum oder Flensburg ;)

Harris NRÜ

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09.09.2016, 10:34

Zitat

Diakovere will neue Hebammen einstellen

Hannover. Die chronische Unterbesetzung bei den Hebammen im Henriettenstift könnte erhebliche Folgen für das Unternehmen Diakovere haben. Die Allgemeine Ortskrankenkasse Niedersachsen (AOK) kündigte am Donnerstag an, sie werde das Unternehmen auffordern, schriftlich zu fixieren, bis wann der Personalmangel in der Klinik behoben sei. Eine entsprechende Vereinbarung über die Einhaltung der Qualitätssicherungs-Richtlinien mit der Geschäftsführung von Diakovere sei „in Vorbereitung“, hieß es am Donnerstag.

...

Der Verband der Ersatzkassen (Vdek) forderte am Donnerstag die Region zum Eingreifen auf. Sie müsse sicherstellen, dass das Henriettenstift seinen Versorgungsauftrag erfülle. Sollte es dazu nicht in der Lage sein, müsse auch geprüft werden, die Level-1-Versorgung in einem geordneten Prozess auf ein anderes Krankenhaus zu übertragen.

...

Bundesweit zu wenig Hebammen

Diakovere-Sprecher Achim Balkhoff betonte am Donnerstag, der Hebammen-Notstand in den Geburtskliniken solle spätestens Anfang 2017 überwunden sein. Obwohl schon jetzt alle von den Kostenträgern refinanzierten Stellen besetzt seien, habe das Unternehmen aus eigenen Mitteln zwei weitere Stellen geschaffen und werde in den kommenden drei Monaten noch sieben weitere Stellen zusätzlich finanzieren. Damit würden insgesamt 39 Hebammenstellen vorgehalten, hieß es am Donnerstag. Man übernehme im Bereich der Geburtshilfe Verantwortung in einer Zeit, in der andere Kliniken die Geburtshilfe trotz steigender Geburtenzahlen aufgäben - wegen unzureichender Finanzierung oder aus Personalmangel, sagte Balkhoff. Einen Großteil der Geburten, die vor einigen Jahren noch in der Paracelsus Klinik Langenhagen und im Nordstadtkrankenhaus verzeichnet wurden, habe Diakovere aufgefangen. Allein 2015 hätten 37 Kreißsäle in Deutschland geschlossen, in Hannover zuletzt zwei. In mehr als der Hälfte aller Fälle sei Personalmangel der Grund für die Schließung gewesen. Eine Unterbesetzung wie im Henriettenstift sei zudem kein singuläres, sondern ein bundesweites Problem. Durchschnittlich arbeiteten Geburtskliniken in Deutschland aktuell mit einer Unterbesetzung von 1,6 Stellen.
Quelle: HAZ (Stand 08.09.2016 20:41 Uhr)

Christian Betgen

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256

09.09.2016, 11:17

Zitat

Damit würden insgesamt 39 Hebammenstellen vorgehalten,

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass das Erzeugen einer Stellen und deren Besetzung zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe sind, die angesichts der heutigen Personalmarktsituation auch nur noch wenig miteinander zu tun haben.

Die beste Stellenerhöhung bringt nix, wenn ich die Stellen nicht besetzt kriege. Außer dem Chef, der nach nachgeordneten Stellen bezahlt wird. Dem bringts tatsächlich was... :evil:

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Thor

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257

23.09.2016, 20:15

Der Kreißsaal des Frederikenstifts wird ab 4. Oktober Nachts von 19:30 bis 06:00 abgemeldet. Schwangere die dort liegen werden natürlich durch Ärzte und eine Hebamme betreut, alle die in diesem Zeitraum eintreffen werden "in einem sicheren Verfahren" in das Henriettenstifft in Anderten verlegt.

Zitat: "Die Rettungsleitstelle soll Schwangere direkt zu anderen Kliniken
bringe
n – auch hier soll zunächst das „Henri“ angefahren werden." (Harris, kriegt ihr jetzt Dienstkfz und müsst eure Rechnerplätze räumen? :biggrin_1: )

Quelle: HAZ 23.09.16

Dazu muss man wissen. Das Frederikenstift liegt im Zentrum von Hannover, das Henri am Stadtrand. Das sind mal eben 20 Minuten Fahrt ohne SoSi.

Harris NRÜ

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23.09.2016, 20:59

Das sind mal eben 20 Minuten Fahrt ohne SoSi.
Nachts um 3 Uhr, ja...

Ansonsten: Was soll man dazu noch sagen? Somit gibt es (nachts) nur noch um Osten der Stadt zwei Kliniken mit einem Kreißsaal. Ich gehe davon aus, dass die nordwestlichen Stadtteile eher Neustadt anfahren werden, sowie die südwestlichen Gehrden ansteuern werden. Aber beim Klinikumverbund ist die Personalsituation der Hebammen auch nicht besonders gut. Die haben auch Personalsorgen.

Gruß

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23.09.2016, 21:52

Ich würde einfach mal ein paar Päckchen mehr Partusisten auf die RTW verlasten. Dann geht das schon... :blum1:
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24.09.2016, 13:30

Ich würde einfach mal ein paar Päckchen mehr Partusisten auf die RTW verlasten. Dann geht das schon... :blum1:

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DocL (26.09.2016)