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101

14.10.2013, 20:30

Eher nicht. Adenosin kann eine 1:1 Überleitung auslösen und dann ist der Patient ganz schön arm dran.
Du meinst wohl eher die Abgrenzung PSVT zu VT mit aberancy.

102

14.10.2013, 20:42

Aber nicht zur Differenzierung einer TAA bei VHF, sondern um eine SVT von einem schnellen Vorhofflatterm zu unterscheiden.

Daniel21

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103

14.10.2013, 20:48

Aber nicht zur Differenzierung einer TAA bei VHF, sondern um eine SVT von einem schnellen Vorhofflatterm zu unterscheiden.


Schande über mein Haupt =)

104

14.10.2013, 20:48

Aber nicht zur Differenzierung einer TAA bei VHF, sondern um eine SVT von einem schnellen Vorhofflatterm zu unterscheiden.


Ist das nicht etwas risikoreich bei Vorhofflattern mit abberantem Pathway? Wird der Patient dann nicht schneller?

105

14.10.2013, 21:44

Ich kann gerade ein Vorhofflattern nicht mit aberanten Leitungsbahnen assoziieren. Aberante Leitungsbahnen verursachen Vorhof-Reentrytachycardien und kein Vorhofflattern.

106

14.10.2013, 21:54

Richtig.
Mal ketzerisch, ist ein Vorhofflattern mit fester Überleitung nicht eine SVT? Was gibt es da zu differenzieten?
Meines Wissens ist die diagnostische Gabe geeignet für SVT zu schmale VT,siehe oben.
Wenn du ein unklares Vorhofgeschehen hast und anhand des EKGs re-entry nicht ausschließen kannst (sonst bräuchten wir ja keine medikamentöse Differenzierung) ist Adenosin aufgrund des Risikos der 1:1 Überleitung doch eher ungünstig. Wäre dann cardioversion nicht das Mittel der Wahl?
Oder bin ich total auf dem falschen Gedankengang gerade?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Maggus« (14.10.2013, 22:03)


107

14.10.2013, 22:06

Nee, ein Vorhofflattern (Reentry im Vorhof mit unterschiedlicher regulärer AV-Überleitung) hat eine andere Pathogenese als eine SVT (schnelle extrasinuatrialer Focus oder Vorhof-Kammer-Reentry). Bei schneller Überleitung eines Vorhofflatterns kann man es nicht von einer SVT unterscheiden. Gibt man Adenosin, kann folgendes passieren: bei einem Vorhofflattern wird die Überleitung verzögert und so das Vorhofflattern sichtbar, eine SVT terminiert sich (oder nicht). Dann kann man nur mutmaßen, daß es trotzdem eine SVT ist.

108

14.10.2013, 22:13

Macht Sinn, danke.
Weis nicht was die rote Liste sagt, aber das BNF rät von Adenosin bei Vorhofflimmern/flattern ab.
Seltsam.

Ribosom

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109

15.10.2013, 07:30

@Maggus:
Du wirfst da ein paar Dinge recht schnell durcheinander:
SVT with aberrancy -> zählt zu den Breitkomplexen
Adenosin kann wohl VHF auslösen, wenn ich mich recht entsinne, sind aber Einzelfälle.
Bei Präexzitationssyndromen (WPW etc.) kann VHF wiederum schnell übergeleitet werden.

Was sind schmale VTs?

"Re-Entrys" brauche ich nicht auszuschließen, da es sich bei der SVT um eine solche handelt.

Ribosom

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110

15.10.2013, 07:31

Macht Sinn, danke.
Weis nicht was die rote Liste sagt, aber das BNF rät von Adenosin bei Vorhofflimmern/flattern ab.
Seltsam.
Wenn es bekannt ist, ist es natürlich kontraindiziert, da nutzlos.

M1k3

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111

15.10.2013, 08:56

Schließe mich an. Wird weder gelehrt, noch empfohlen, noch praktisch durchgeführt.
Letzteres leider eben doch.
Also nochmal:
TAA-> Carotissinusdruck hat keinen Effekt. Typisch bei älteren Patienten, hier ist eine Manipulation an den Halsgefäßen immer mit möglichen Komplikationen verbunden, vom Apoplex bis zum Herzstillstand bei Sick-Sinus.
Also noch mal: praktisch wird es eben durchgeführt. Ich habe doch gar nicht geschrieben das ihr damit unrecht habt. Nur das es regelmäßig anders gemacht wird.
Under pressure, you don't rise to the occasion. You sink to your level of training.

112

15.10.2013, 08:58

Auf was bezieht sich "regelmäßig"? Regelmäßig der gleiche Doktor? Also ich habe das bisher nur selten erlebt. Die meisten Ärzte scheinen das zu wissen.

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