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M1k3

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41

14.12.2014, 21:54

Ich habe mich in zwei Häusern geoutet, viel info kam trotzdem nicht.

Ein "Aufklärungsgespräch" hatte ich auch noch nicht. Nicht wirklich. Eher eine Minute a la "wir schneiden Sie auf, und machen sie heile".


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red_cap

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42

14.12.2014, 21:56

Hah! Du bist ja auch nur Sani.

43

14.12.2014, 21:58

Ich glaube auch nicht, daß das tatsächlich was ausmacht. Außer, wenn die Patienten selber Ärzte sind. Das ist in vielen Fällen sogar eher Fluch als Segen.

Harris NRÜ

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44

15.12.2014, 00:03

Mir ist jedoch aufgefallen, dass bei Kenntnis einer medizinischen Qualifikation bei einem Patienten regelmässig anders mit ihm umgegangen wird. Man achtet viel mehr auf das was man sagt und tut. Das kenne ich von beiden Seiten, als Retter im Einsatz sowie auch als Patient. Mein Krankenhausaufenthalt vor einigen Wochen war nicht der erste Fall. Vor 13 Jahren klebte ich nach einem Wildunfall mit meinem Auto am Baum und bekam netten Besuch von einem NEF, RTW und einem Rüstzug. Meine Dienstkleidung der Leitstelle outete mich sofort. Die Kollegen wussten ja, dass mir die folgenden Maßnahmen durchaus alle bekannt sind, erklärten mir folgende Maßnahmen nicht wie bei einem Laien, sondern wie eben im Fachjargon untereinander gesprochen wird. Der Notarzt sprach mich auch einige Wochen später noch einmal an, ob die Versorgung in Ordnung gewesen sei. Auch meine Hausärztin spricht durchaus im Fachjargon mit mir. Nur die Kinderärztin meiner Kinder bekommt das nicht hin. Selbst wenn man ihr Fachausdrücke um die Ohren haut oder ihr sagt, dass mein Sohnemann am Wochenende einen leichten Kruppanfall hatte und ein Rectodelttorpedo gewann, so wacht sie nicht auf. Man hat immer das Gefühl einen Clown vor sich zu haben (sie spricht mit Erwachsenen genau so wie mit kleinen Kindern). Das geht aber auch anderen Kollegen so, die sie kennen. Ich denke, dass es Zeit für eine andere Kinderärztin wird. Auf dem Dorfe hat man nur nicht so die große Auswahl...

Gruß

45

15.12.2014, 08:31

Ich glaube, Du schätzt die Qualifikation "Rettungsassistent" in ihrer Wahrnehmung höher ein, als es in einem Krankenhaus tatsächlich der Fall. Das gleiche gilt für die Krankenschwester. Die von Dir erhoffte/erwünschte/erlebte Augenhöhe findet üblicherweise in einem Krankenhaus nicht statt. Außer, wenn der Rettungsassistent persönlich bekannt ist. Aber das ist dann was anderes. Ich persönlich behandle Retter und Pflegepersonal bis auf wenige Situationen (z.B. Narkoseinleitung beim Sani) ebenfalls wie Laien, kläre sie genauso umfassend auf und reden mit ihnen überwiegend "deutsch". Und so kenne ich das von den Kollegen auch. Weder ich noch die Kollegen haben was davon, wenn der Retter aus falsch verstandenen Stolz nickt und eigentlich gar nix kapiert.

P.S.: Ich berufe mich auf zig Retter, Krankenschwester und Ärzte, die ich prämediziert, (wunsch-) narkotisiert oder auf der ITS behandelt habe (oder deren Angehörige).

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46

15.12.2014, 09:43

Diese Probleme müssen nicht vom Fußvolk und Bodenpersonal gelöst werden, sondern von denen, die Entscheidungträger sind. Und die findet man nun mal in den gehobenen Etagen (Management, Politik, Kostenträger). Arsch vom Dienst Dr Piepenbrink und Schwester Ulla werden es nicht ändern können.

Gruß


Das erfordert allerdings, dass man die Probleme auch in die "gehobene Etage" bringt. Ich habe regelmäßig den Eindruck, dass sich das "Fußvolk und Bodenpersonal" über derartige Themen zwar heiss redet, auf die Frage, was "die gehobene Etage" dazu sagt, hört man dann: "Ach da passiert eh nichts", "Mit denen kannst du nicht reden", "Die haben keine Ahnung" und sonst noch was. Dann muss ich mich nicht wundern, wenn das Problem weder angegangen noch ansatzweise gelöst wird.
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Sebastian Kraatz (15.12.2014)

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47

15.12.2014, 09:56

Diese Probleme müssen nicht vom Fußvolk und Bodenpersonal gelöst werden, sondern von denen, die Entscheidungträger sind. Und die findet man nun mal in den gehobenen Etagen (Management, Politik, Kostenträger). Arsch vom Dienst Dr Piepenbrink und Schwester Ulla werden es nicht ändern können.

Gruß


Das erfordert allerdings, dass man die Probleme auch in die "gehobene Etage" bringt. Ich habe regelmäßig den Eindruck, dass sich das "Fußvolk und Bodenpersonal" über derartige Themen zwar heiss redet, auf die Frage, was "die gehobene Etage" dazu sagt, hört man dann: "Ach da passiert eh nichts", "Mit denen kannst du nicht reden", "Die haben keine Ahnung" und sonst noch was. Dann muss ich mich nicht wundern, wenn das Problem weder angegangen noch ansatzweise gelöst wird.

Die Probleme sind bereits auf der oberen Etage angekommen. Wie ich aber bereits schrieb, es ist Wunsch in der Politik, die Krankenhausbetten maximal auszulasten.

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condorp4

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48

15.12.2014, 11:00

[/quote]
Das sollte man als Rettungsdienst im Hinterkopf behalten, bevor man mit dem Gesetzbuch in der Aufnahme auftaucht.


In der Tat, jedoch bringt diese Wissen niemanden weiter, wenn alle Häuser im Umkreis von 50km in dieser Situation stecken. Somit kann der Rettungsdienst sehr wohl den Schwarzen Peter weitergeben!


Rettungsdienstliche Problemlösungsstrategie: Schwarzen Peter weitergeben... Perfekt...
Manchmal hilft es aber auch, sich an der Nase zu packen, die einem am nächsten ist: Die eigene.

Zusätzliche Kapazitäten in den Krankenhäusern wird es auf absehbare Zeit nicht geben, da es ja erklärtes Ziel der Politik ist, hier zu reduzieren, somit muss versucht werden, die vorhandenen Kapazitäten nicht über Gebühr hinaus zu strapazieren. Und Pillepalle gehört nun mal nicht ins Krankenhaus, 20mal Pillepalle vom RD in die Notaufnahme gefahren führt aber am Ende dazu, dass das KH keine Kapazität für den echten Notfall mehr hat.
Wenn man bedenkt, das ca. 30% aller RD-Einsätze (Link) nicht indiziert sind, und im RD fast alles am Ende in Krankenhäuser transportiert wird, dann wäre hier ein Ansatz, wie einerseits die Belastung des RD reduziert werden könnte und andererseits die Krankenhäuser entlastet werden können.
Zusätzliches Personal und zusätzliche Räume im KH können nicht so einfach geschaffen werden, da dies erstmal finanziert werden müsste. Die Räume müssten die Länder bezahlen (was sie nur begrenz bis gar nicht machen), dass Personal über die DRG bzw. die Kassen. Leider ist es aber so, dass die KH mit den Kassen ein Budget aushandeln (auch für die Notfallversorgung) und am Ende zusätzliche Patienten die Einnahmen im Vergleich zu den Ausgaben nicht adäquat steigen lassen.
"We are the Pilgrims, master; we shall go
Always a little further: it may be
Beyond that last blue mountain barred with snow,
Across that angry or that glimmering sea,

White on a throne or guarded in a cave
There lives a prophet who can understand
Why men were born: but surely we are brave,
Who take the Golden Road to Samarkand."

James Elroy Flecker

49

15.12.2014, 11:01

Im Grunde ein durchgehendes Problem...

M1k3

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50

15.12.2014, 11:07

Zitat



Zusätzliche Kapazitäten in den Krankenhäusern wird es auf absehbare Zeit nicht geben, da es ja erklärtes Ziel der Politik ist, hier zu reduzieren, somit muss versucht werden, die vorhandenen Kapazitäten nicht über Gebühr hinaus zu strapazieren. Und Pillepalle gehört nun mal nicht ins Krankenhaus, 20mal Pillepalle vom RD in die Notaufnahme gefahren führt aber am Ende dazu, dass das KH keine Kapazität für den echten Notfall mehr hat.
Wenn man bedenkt, das ca. 30% aller RD-Einsätze (Link) nicht indiziert sind, und im RD fast alles am Ende in Krankenhäuser transportiert wird, dann wäre hier ein Ansatz, wie einerseits die Belastung des RD reduziert werden könnte und andererseits die Krankenhäuser entlastet werden können.
.


Aber wenn man möchte dass das Personal mehr Zuhause lässt, muss es besser ausgebildet und abgesichert werden.

Hier im Forum gibt es auch von den Ärzten oft die Ansicht dass man lieber auf Nummer sicher gehen sollte. Wenn das System das verträgt, ist das auch ok. Offensichtlich hat das System aber ein Problem damit.

Es gibt ja durchaus Scores zur Risikostratifizierung, die man in der Präklinik nutzen könnte....


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condorp4

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51

15.12.2014, 11:10

Wenn der Hintergrundsdienst auch schon in der ZNA herumspringt, dann habe ich ja noch Verständnis für eine Meldung. So lange der aber noch zu Hause auf dem Sofa sitzt sind nicht alle Resourcen erschöpft.
Und vielleicht tut sich ja dann im ein oder anderen Haus mal was, wenn der Hintergrund jeden Tag kommen darf.


Naja, solange die Hintergrunddienste des Rettungsdienstes daheim auf dem Sofa sitzen, kann es ja mit der Auslastung des RD nicht so schlimm sein....
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James Elroy Flecker

52

15.12.2014, 11:11

Hier im Forum gibt es auch von den Ärzten oft die Ansicht dass man lieber auf Nummer sicher gehen sollte.


Spontan würde mir einfallen: mehr Einbindung von Arztpraxen als Transportziel. In meinem Zivildienst haben wir öfter mal Patienten in Arztpraxen gefahren. Ich denke schon, daß zur Zeit eine Triagierung eher von einem Arzt vorgenommen werden sollte.

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condorp4 (15.12.2014)

Johannes D.

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53

15.12.2014, 11:21

Um mal ein Argument aus der üblichen Krankenhausdiskussion zu nutzen: Das ist in der Regel nicht abrechnungsfähig, daher sind solche Modelle vielerorts untersagt worden. Bei chirurgischen Praxen / AOZ gibt es öfters noch Ausnahmen. Es ist aber ja durchaus auch möglich, einen ärztlichen Bereitschaftsdienst (unabhängig, wie der nun regional genau bezeichnet wird) nachzualarmieren, wenn man den Patient nicht transportiert.

PS / Edit: Es sei angemerkt, dass es durchaus viele Rettungsdienstbereiche gibt, in denen es dem RD schon zugestanden wird, Patienten nicht unbedingt zu transportieren.
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54

15.12.2014, 11:24

Schon klar. Da müsste man halt die Krankenkassen mit ins Boot nehmen. Wie gesagt, ist halt eine Idee, die das Problem zumindestens mal ursächlich angeht, was unnötige Krankenhauseinweisungen angeht.

Hilope

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55

15.12.2014, 11:35

Wie schon mal geschrieben, überall wird gekürzt. Auch die Hausärzte sind überlastet...

Auch wenn es sehr linksrevolutionär klingt: Die "Oberen" kürzen was das Zeug hält, das "Fußvolk" schlägt sích gegenseitig die Köpfe ein, weil es vorne und hinten nicht reicht.

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56

15.12.2014, 11:38

Spontan würde mir einfallen: mehr Einbindung von Arztpraxen als Transportziel. In meinem Zivildienst haben wir öfter mal Patienten in Arztpraxen gefahren. Ich denke schon, daß zur Zeit eine Triagierung eher von einem Arzt vorgenommen werden sollte.


Diese Option wähle ich selbst sehr gerne, funktioniert nur nicht bei den üblichen Uhrzeiten dieser Einsätze: die finden nämlich meistens zwischen Freitag Nachmittag und Montag Morgen oder alternativ nachts statt und die ärztlichen Bereitschaftsdienste sind gerne selbst überlastet und verweisen im Zweifel einfach aufs KH... :-/

Johannes D.

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57

15.12.2014, 11:39

Auch wenn es jetzt nach pro-Paramedic-Argumentation klingt: Entgegen allen Annahmen sterben auch in den Bereichen, in denen RD Personal Patienten regelmäßig nicht transportiert, nicht täglich dutzende Patienten. Oder sie werden zumindest sehr gut versteckt.
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15.12.2014, 11:46

Auch die Hausärzte sind überlastet...


Da kommen wieder die Krankenkassen in's Spiel...

Johannes D.

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59

15.12.2014, 11:55

Nun, wenn wir gerade viel Geld zur Verfügung hätten, könnten wir schlicht die Vorhaltung von Rettungsmitteln, die Anzahl und Zeit der Hausärzte und die Krankenhauskapazitäten erhöhen, dann hätten wir bestimmt kein Problem mehr. Einzig den Realismus möchte ich hier bezweifeln.
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El Mosquito

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15.12.2014, 12:26

Vor der Herrausforderung die Abmeldungen gegen Null zu fahren stehen nunmal die Krankenhäuser und sonst keiner. Dabei ist es völlig in Ordung, wenn sich die Krankenhäuser Partner zur Problemlösung organisieren.

Das mit der Politik ist sich auch ein bisschen einfach geredet ist es tatsächlich erklärtest Ziel aller Politik von DIE LINKE bis hin zur AfD die Krankenhäuser klein zu halten ?
Das Krankenhäuser effizient sein sollen ist per se auch nicht verwerflich und es kann auch nicht erklärtes Ziel sein, dass ein Grundversorger 1250 "Betten" vorhält die Kunst muss sein kurzfristig die Versorgungskapazität zu erhöhen.

Es gibt da ja multiple Lösungsansätze:
Räumlich unterbringen einer ambulanten Klinik in den Räumlichkeiten des KrkH (für die Laufkundschaft)
Bürgerschaftliches Engament für Personalengpässe und Personalaufstockungen
Einsatz von Hilfspersonal für Hilfsaufgaben (muss das Essen wirklich von einer examinierten Pflegekraft ans Bett gebracht werden ?)
Weiterbildung von eigenem Personal zur Schließung von Fähigkeitslücken
Aktiver Wahlkampf für die Politiker, welche eine Verbesserung der Krankenhaussituation herbeiführen.
"Runder Tisch" u.ä. mit Pflegeeinrichtungen um Wochenend-Verlegungen zu reduzieren.
etc.