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Harun

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201

17.10.2015, 22:01

Höhö, ja klar! In so einer Blase möchte ich auch gerne mal leben.

GuyFawkes

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17.10.2015, 22:13

Irgendwas habe ich dann wohl in rund 14 Jahren falsch gemacht...
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DocJojo

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203

17.10.2015, 23:32

Zitat
Deinem Berufsstand (wohlgemerkt meinem "ehemaligen")

Ist schon auffällig, das es gerade mit dieser Gruppe Ärzten immer wieder "Kompetenzgerangel" gibt.



Joa, ich für meinen Teil sehe es positiv und als Resource, das so gemacht zu haben.

Und vielleicht liegst ja an dem berühmten Wald in den man hineinruft...aber vielleicht hast du auch einfach Pech und musst dich überproportional oft rumärgern. Wer weiß das schon...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DocJojo« (17.10.2015, 23:35)


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GuyFawkes (17.10.2015)

Johannes D.

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204

19.10.2015, 02:13

Ich zumindest bin als "Rettungswagenfahrer" durchaus in der Lage selbst Themen zu lesen und mich mit Dingen auseinanderzusetzen. Es ist nicht so, dass sich die Mehrheit von uns die Meinung bildet, weil uns irgendwann mal jemand etwas erzählt hat. Und wenn die Notärzte gern in der Beurteilung eines zumindest teilweise juristischen Sachverhalts als erste Quelle gelten möchten, weil Gerichte, die Regelungen treffen, der Realität nicht gerecht würden, weswegen die Ärzte das richten müssten, sollten man wirklich wenigstens die Gewaltentrennung schonmal verstanden haben. Das ist selbstdisqualifizierend.


Sehr geil. Kleine Info:
Tatsächlich meinte ich den Fahrer des Rettungswagens. Oder wie soll man denjenigen bezeichnen, der vorne links sitzt und lenkt: Pilot, Kapitän, Lenkradbediener??

Ich war und bin Dir oder Deinem Berufsstand (wohlgemerkt meinem "ehemaligen") gegenüber zu keinen Zeitpunkt despektierlich gewesen.
Ich habe auch nie behauptet das Ärzte per se immer Recht haben oder sich immer für den Nabel der Welt zu halten haben.

Wenn man sich aber gegen eine ärztlich gestellte Transportindikation stellt, muss man egal ob vernünftig oder nicht mit den Konsequenzen leben können. Und ob man das dann gut oder schlecht gemacht hat, entscheiden Richter und Gutachter.

Vielen Dank aber für diese Beiträge- denn sie scheinen einen Problemaspekt durchaus zu beleuchten auf den wir noch viel zuwenig eingegangen sind:
Es gibt auch in Einsätzen immer wieder Kollegen, die ja anscheinend fast schon danach suchen, die Kompetenz des Gegenübers mit zur Not auch noch so fadenscheinigen Argumenten auszuhebeln. Da merkt man gleich dass es gar nicht in erster Linie um den Sachverhalt geht sondern um das Spiel "Wer hat den Längeren " geht.und dann verliert man sich in Diskussionen über Gewaltenteilung, Formulierungen. Und schwups wirds total emotional...

Hier mag das ja vielleicht sogar lustig sein, wenn man sich aber dann am Intensivbett gegenübersteht, wird's plötzlich haarig weil auf einmal das Problem gar nicht mehr gut zu lösen ist, egal wie. Und dann Leute als Telefonjoker gebraucht werden um den eigenen Hintern zu retten. Dass das keine gute Performance ist, nicht mal Mittelstufe, ist sonnenklar. Teamleistung 6


Auch wenn ich es bereits häufiger erwähnt habe, ich habe mich überwiegend daran gestoßen, dass du deinem ehemaligen Berufsstand die Fähigkeit, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen absprichst, und nur nebensächlich an dem Begriff. Und ja, es ist despektierlich, wenn du meinst, dass sich die Meinung der Gruppe der "Rettungswagenfahrer" überwiegend danach bildet, dass ihnen irgendwann mal jemand etwas erzählt hat. Aber es ist nett, dass du in den folgenden Sätzen dein Verhalten gleich mal erklärst und deine persönliche Leistung sogar recht treffend bewertest.
Land zwischen den Meeren,
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du bist der wahre Grund,
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Schmunzel

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205

19.10.2015, 07:13

Ich zumindest bin als "Rettungswagenfahrer" durchaus in der Lage selbst Themen zu lesen und mich mit Dingen auseinanderzusetzen. Es ist nicht so, dass sich die Mehrheit von uns die Meinung bildet, weil uns irgendwann mal jemand etwas erzählt hat. Und wenn die Notärzte gern in der Beurteilung eines zumindest teilweise juristischen Sachverhalts als erste Quelle gelten möchten, weil Gerichte, die Regelungen treffen, der Realität nicht gerecht würden, weswegen die Ärzte das richten müssten, sollten man wirklich wenigstens die Gewaltentrennung schonmal verstanden haben. Das ist selbstdisqualifizierend.


Sehr geil. Kleine Info:
Tatsächlich meinte ich den Fahrer des Rettungswagens. Oder wie soll man denjenigen bezeichnen, der vorne links sitzt und lenkt: Pilot, Kapitän, Lenkradbediener??

Ich war und bin Dir oder Deinem Berufsstand (wohlgemerkt meinem "ehemaligen") gegenüber zu keinen Zeitpunkt despektierlich gewesen.
Ich habe auch nie behauptet das Ärzte per se immer Recht haben oder sich immer für den Nabel der Welt zu halten haben.

Wenn man sich aber gegen eine ärztlich gestellte Transportindikation stellt, muss man egal ob vernünftig oder nicht mit den Konsequenzen leben können. Und ob man das dann gut oder schlecht gemacht hat, entscheiden Richter und Gutachter.

Vielen Dank aber für diese Beiträge- denn sie scheinen einen Problemaspekt durchaus zu beleuchten auf den wir noch viel zuwenig eingegangen sind:
Es gibt auch in Einsätzen immer wieder Kollegen, die ja anscheinend fast schon danach suchen, die Kompetenz des Gegenübers mit zur Not auch noch so fadenscheinigen Argumenten auszuhebeln. Da merkt man gleich dass es gar nicht in erster Linie um den Sachverhalt geht sondern um das Spiel "Wer hat den Längeren " geht.und dann verliert man sich in Diskussionen über Gewaltenteilung, Formulierungen. Und schwups wirds total emotional...

Hier mag das ja vielleicht sogar lustig sein, wenn man sich aber dann am Intensivbett gegenübersteht, wird's plötzlich haarig weil auf einmal das Problem gar nicht mehr gut zu lösen ist, egal wie. Und dann Leute als Telefonjoker gebraucht werden um den eigenen Hintern zu retten. Dass das keine gute Performance ist, nicht mal Mittelstufe, ist sonnenklar. Teamleistung 6


Auch wenn ich es bereits häufiger erwähnt habe, ich habe mich überwiegend daran gestoßen, dass du deinem ehemaligen Berufsstand die Fähigkeit, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen absprichst, und nur nebensächlich an dem Begriff. Und ja, es ist despektierlich, wenn du meinst, dass sich die Meinung der Gruppe der "Rettungswagenfahrer" überwiegend danach bildet, dass ihnen irgendwann mal jemand etwas erzählt hat. Aber es ist nett, dass du in den folgenden Sätzen dein Verhalten gleich mal erklärst und deine persönliche Leistung sogar recht treffend bewertest.


An und für sich könnte es doch mit diesem Nebenkriegsschauplatz jetzt mal gut sein, oder nicht? Der von Dir angesprochene Ursprungsbeitrag verhält sich nicht pauschal zu "Rettungswagenfahrern" und spricht ihnen in Gänze die Fähigkeit zum kritischen Denken ab, finde ich.

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206

19.10.2015, 10:27

Zitat von »Johannes D. «

Auch wenn ich es bereits häufiger erwähnt habe, ich habe mich überwiegend daran gestoßen, dass du deinem ehemaligen Berufsstand die Fähigkeit, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen absprichst, und nur nebensächlich an dem Begriff. Und ja, es ist despektierlich, wenn du meinst, dass sich die Meinung der Gruppe der "Rettungswagenfahrer" überwiegend danach bildet, dass ihnen irgendwann mal jemand etwas erzählt hat. Aber es ist nett, dass du in den folgenden Sätzen dein Verhalten gleich mal erklärst und deine persönliche Leistung sogar recht treffend bewertest.

An und für sich könnte es doch mit diesem Nebenkriegsschauplatz jetzt mal gut sein, oder nicht? Der von Dir angesprochene Ursprungsbeitrag verhält sich nicht pauschal zu "Rettungswagenfahrern" und spricht ihnen in Gänze die Fähigkeit zum kritischen Denken ab, finde ich.


Wenn man was nicht verstehen WILL, dann ist auch jede weitere Erläuterung für die Katz. Der Kollege erscheint mir ohnehin so ohne Weiteres nicht satisfaktionsfähig :pfeif:

Neben dem diskutierten rechtlich und technisch Machbaren möchte ich ja auch eigentlich nur einen weiteren, in meinen Augen nicht unerheblichen Aspekt einer solchen Geschichte (Teammanagement, großes Thema CRM) mitreinnehmen, weil eine Problemlösung ja völlig losgelöst von der Rolle des NfS, RA, HEMS-TC oder NA sein sollte.

Proaktiv werde ich - obwohl ich das Problem bisher gottseidank so noch nicht hatte- an meinem nächsten Dienst auf unserem DualUse RTH/ITH mal genau schauen, wie es mit Zulassung der Fixierung unserer Trage gestellt ist. Mein Stand war und ist nämlich, dass die Sicherung mit Gurten so wie wir sie machen in Ordnung ist.

Edit: Feinheiten, Tuning, Rechtschreibung

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24.10.2015, 21:02

Dennoch betritt niemand von der Klinikhygiene das Set und sagt: "Aufhören, jetzt ist Schluss, das geht so nicht!"


Jedenfalls in Mannheim nicht. *duck*

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24.10.2015, 21:17

Und die Tatsache, dass eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben wird, sagt erstmal wenig aus, denn dafür reicht schon alleine der Verdacht, bevor theoretisch überhaupt irgendwelche Ermittlungen durchgeführt wurden.


Nein, die Erhebung der öffentlichen Klage setzt voraus, dass nach dem Ergebnis der Ermittlungen eine Verurteilung überwiegend wahrscheinlich ist (hinreichender Tatverdacht). Bei einer Anklageschrift ist das zunächst nur die Wertung der Staatsanwaltschaft, bei einem Strafbefehl ist das auch die Bewertung des Gerichts nach Aktenlage (so sollte es jedenfalls sein, mag ab und an auch die Tendenz vorhanden sein, Strafbefehle mehr oder weniger ungeprüft zu erlassen ...).

Wenn die Staatsanwaltschaft also Anklage erhebt (oder den Erlass eines Strafbefehls beantragt), hat sie also nach Prüfung der Sach- und Rechtslage hinreichenden Tatverdacht bejaht und geprüft, ob nicht eine Einstellung mit oder ohne Auflagen in Betracht kommt. Die Freispruchquote ist dementsprechend auch sehr gering.

Dennoch isses doch so, dass wenn der Strafbefehl akzeptiert wird, eine rechtskräftige Verurteilung vorliegt.


Ist das tatsächlich so? Ich hatte das bisher immer als Verfahrenseinstellung gegen Auflage verstanden. Also eben keine Verurteilung / Vorstrafe in dem Sinne, ich mag da aber irren.


Der Strafbefehl ist sozusagen - nicht ganz - das strafprozessuale Äquivalent zum Mahnbescheid ("nicht ganz" deshalb, weil im Gegensatz zum Mahnbescheid, wo jeder im Prinzip ungeprüft beantragen kann, was er möchte, und das auch erhältm der Strafbefehlsantrag nach Prüfung durch die Staatsanwaltschaft gestellt wird und der Strafbefehl auch erst nach gerichtlicher Prüfung erlassen wird), also ein vereinfachtes Verfahren, dass man als "Empfänger" mitmachen kann oder eben nicht.

Der Strafbefehlsantrag steht der Anklageschrift gleich, der Erlass des Strafbefehls der Eröffnung des Hauptverfahrens durch das Gericht. Der Angeklagte bekommt also quasi Anklageschrift und Urteil in einem und kann sich entscheiden, ob er das so gelten lassen will (dann tut er nichts) oder ob er Einspruch einlegen will. Legt er Einspruch ein, kommt es - weitgehend - ganz normal zur Hauptverhandlung; beide Seiten haben danach noch den ganzen normalen Instanzenzug, und in der Hauptverhandlung ist das Ergebnis auch in alle Richtungen offen, es kann also auch wegen einer schwereren Tat und/oder zu einer höheren Strafe verurteilt werden (kein Verschlechterungsverbot). Legt er keinen Einspruch ein, ist er rechtskräftig verurteilt, wie nach einer Hauptverhandlung durch eine, zwei oder mehr Instanzen. Neben Geldstrafe kann auch - wenn der Angeklagte verteidigt ist - Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr verhängt werden, wenn die Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird.

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209

25.10.2015, 18:45

Dann hab ich den Strehl offenbar doch nicht ganz umsonst pauken müssen. :)