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raphael-wiesbaden

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09.03.2017, 23:02

Das Problem Rettungsgasse

Die F.A.Z. berichtet über die Problematik der fehlenden Rettungsgassenbildung auf Autobahnen:

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/ae…ml?xtor=EREC-7-[Rhein-Main]-20170309&utm_source=FAZnewsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter_FAZ_Rhein-Main
raphael-wiesbaden

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

Sebastian Kraatz

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10.03.2017, 11:38

Das lässt sich recht kurz zusammenfassen: der Autofahrer ist einfach zu blöd, eine Rettungsgasse zu bilden. Immer. Im Schnitt fahre ich jährlich gut 45.000 km, den Großteil davon auf Autobahnen. In fast jedem Bundesland hängen Banner, stehen Schilder oder sind andere Hinweis zur Rettungsgasse angebracht. Es gibt immer mal wieder private Autos mit Aufklebern, die meisten Blaulichtautos haben auch welche. In vielen Staus kommen irgendwelche Blaulichtautos mit Sondersignal zur Durchfahrt, natürlich muss das nicht immer direkt mit dem Stau zusammenhängen.

Selbst wenn man mit gutem Beispiel voran geht (fährt) und schon bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse bildet und ein bisschen Abstand zum Vordermann hält, kann man nicht erkennen, dass es irgendwer nachmacht. Das ist einfach ärgerlich. Ich weiß nicht wie es aktuell in Österreich aussieht, ob sich das mit höheren Bußgeldern gebessert hat, aber ein bisschen mehr Kontrolle in Deutschland würde sicherlich nicht schaden.

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Maverick83 (14.03.2017)

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10.03.2017, 14:51

immer noch ist das Vehikel für viele die Heilige Kuh.
Deswegen gebe ich Dir vollkommen recht - es benötigt sehr viel härtere (in finanzieller Hinsicht) Ahndungen.
raphael-wiesbaden

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Hauke

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10.03.2017, 16:27

Das lässt sich recht kurz zusammenfassen: der Autofahrer ist einfach zu blöd, eine Rettungsgasse zu bilden. Immer. Im Schnitt fahre ich jährlich gut 45.000 km, den Großteil davon auf Autobahnen. In fast jedem Bundesland hängen Banner, stehen Schilder oder sind andere Hinweis zur Rettungsgasse angebracht. Es gibt immer mal wieder private Autos mit Aufklebern, die meisten Blaulichtautos haben auch welche. In vielen Staus kommen irgendwelche Blaulichtautos mit Sondersignal zur Durchfahrt, natürlich muss das nicht immer direkt mit dem Stau zusammenhängen.

Selbst wenn man mit gutem Beispiel voran geht (fährt) und schon bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse bildet und ein bisschen Abstand zum Vordermann hält, kann man nicht erkennen, dass es irgendwer nachmacht. Das ist einfach ärgerlich. Ich weiß nicht wie es aktuell in Österreich aussieht, ob sich das mit höheren Bußgeldern gebessert hat, aber ein bisschen mehr Kontrolle in Deutschland würde sicherlich nicht schaden.


Glaubt man zumindest Facebook, scheint es in Österreich zu funktionieren. Neben hoher Strafen ist das Thema aber auch gesellschaftlich mehr im Mittelpunkt. Wenn ich richtig informiert bin, wird bei Verkehrsmeldung regelhaft der Zusatz "...Rettungsgasse" angefügt.
Ich habe mal eine lokale Nachrichtensender (Radio Bremen, NDR) angeschrieben und ebenfalls darum gebeten, bzw. vielleicht mal einen Thementag zu veranstalten. Man bedenkte sich für den Input und würde das mit in die nächste Redaktionssitzung mitnehmen. Tatsächlich passiert ist nichts. Da aber immer noch sehr viel Radio in den deutschen Autos läuft, finde ich schon, dass das Thema genau da hin gehört. Vor dem Fernseher empört es sich zwar auch sehr schön, jedoch ist das am nächsten Tag auf dem Weg zur Arbeit schon wieder vergessen.

Aber am Ende helfen sicherlich auch stärkere Strafen (die auch durchgesetzt werden müssen). Ich weiß nicht, wie das Datenrechtlich aussieht, aber man kann Polizeifahrzeuge ja mit Dashcam ausrüsten und hinterher werden die Daten ausgewertet. Man hat einen Videobeweis und Kennzeichen. Wenn sich die Leute bewusst werden, dass das nächste anrückende Fahrzeug von hinten mich filmt und ich bestraft werden könnte, wird sich dann relativ schnell einschleifen.

Nur ist es leider in dem Autofahrerland Deutschland ziemlich schwierig, eben jene härter zu bestrafen. Wer weiß, wer da noch so seinen Daumen drauf hält.
“When I was a boy and I would see scary things in the news, my mother would say to me, "Look for the helpers. You will always find people who are helping.”

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Sebastian Kraatz (10.03.2017)

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10.03.2017, 17:23

Zitat

Wenn ich richtig informiert bin, wird bei Verkehrsmeldung regelhaft der Zusatz "...Rettungsgasse" angefügt.

Macht der hr auch.
Was ist, wenn das Ende nichts als ein böser Anfang ist...?

Rettungshund

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10.03.2017, 17:26

Wenn ich richtig informiert bin, wird bei Verkehrsmeldung regelhaft der Zusatz "...Rettungsgasse" angefügt.
Ich habe mal eine lokale Nachrichtensender (Radio Bremen, NDR) angeschrieben und ebenfalls darum gebeten, bzw. vielleicht mal einen Thementag zu veranstalten. Man bedenkte sich für den Input und würde das mit in die nächste Redaktionssitzung mitnehmen. Tatsächlich passiert ist nichts. Da aber immer noch sehr viel Radio in den deutschen Autos läuft, finde ich schon, dass das Thema genau da hin gehört.


Wobei es durchaus Radiosender gibt, die darauf hinweisen: so kommt der Zusatz "bitte bilden Sie eine Rettungsgasse für die Rettungs- und Einsatzfahrzeuge" regelmäßig in den Verkehrsnachrichten auf Antenne Bayern.

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10.03.2017, 17:58

Antenne Bayern ist da generell sehr aktiv; war das nicht der Radiosender der mal "live on air" Rettungsmittel auf der Anfahrt brachte?

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10.03.2017, 18:34

Freut mich zu lesen :-)
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11.03.2017, 15:59

Aber am Ende helfen sicherlich auch stärkere Strafen (die auch durchgesetzt werden müssen). Ich weiß nicht, wie das Datenrechtlich aussieht, aber man kann Polizeifahrzeuge ja mit Dashcam ausrüsten und hinterher werden die Daten ausgewertet. Man hat einen Videobeweis und Kennzeichen.


Kennzeichen reicht nicht, Fahrer ist erforderlich. Die Fahreridentifizierung ist selbst bei "Radarfallen" immer wieder ein Thema, bei dem bis in die Rechtsbeschwerdeinstanz gestritten wird, wenn es um etwas geht. Später am Schreibtisch Bußgelder zu verteilen, wenn man nur ein Video von hinten hat, ist weitgehend sinnlos, weil man nur die trifft, die akzeptieren und zahlen; das sind dann aber idR die ohnehin Einsichtigen (und/oder der Betrag "tut nicht weh").

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11.03.2017, 16:46

Die Identifikation des Fahrers liesse sich ja zu einem guten Teil mit einer Kamera mit normalem Objektiv nach vorne (das Fzg macht die Gasse dicht) und einer Kamera mit Weitwinkel nach hinten (der Fahrer sitzt in diesem Auto) lösen.
Die zusätzliche Kamera würde auch in anderen Situationen hinter dem Streifenwagen helfen zu dokumentieren, nicht nur in der Rettungsgasse.

Dorsk

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11.03.2017, 16:52

Greift eigentlich einer der hier anwesenden EH-Ausbilder das Thema "Rettungsgasse" nochmal im EH-Kurs auf?

Sargnagel

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11.03.2017, 18:11

Greift eigentlich einer der hier anwesenden EH-Ausbilder das Thema "Rettungsgasse" nochmal im EH-Kurs auf?
Selbstverständlich.
Das Thema Rettungsgasse ist, zumindest beim MHD, verbindlicher Bestandteil der Kurse. Ob jeder Kollege die Ausbildungsvorschrift entsprechend umsetzt kann ich freilich nicht sagen.
Em Herrgott sei schönschte Gab`isch ond bleibt dr`Schwob :secret:

Maxi

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12.03.2017, 14:31

Dito.

Mittlerweile in allen Kursen, nicht nur die für die Führerscheinanwärter. Man merkt bei fast jedem Teilnehmer Wissensdefizite zur Rettungsgasse (z.B. "Achso, die muss ich schon bilden, sobald ein Stau da ist? Nicht erst wenn im Rückspiegel Blaulicht zu sehen ist?")

fakl

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12.03.2017, 14:55

Kennzeichen reicht nicht, Fahrer ist erforderlich. Die Fahreridentifizierung ist selbst bei "Radarfallen" immer wieder ein Thema, bei dem bis in die Rechtsbeschwerdeinstanz gestritten wird, wenn es um etwas geht.

Ich dachte immer, man würde dann für die Zukunft dazu verpflichtet werden ein Fahrtenbuch zu führen. ?-(
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Karsten

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12.03.2017, 18:02

In jedem Kurs schauen die Teilnehmer verwundert, wenn man sagt, die Gasse muss bereits bei beginnendem Stau gebildet werden.
Und in jedem Stau, den ich in den letzten 10 Jahren erlebt habe, sind alleine in meinem Sichtfeld mehrere Fahrzeuge, die exakt falsch stehen und die Rettungsgasse vollständig blockieren.
Und auf meine Anfrage bei einem lokalen Radiosender kam die Antwort, dass könne man nicht jedes mal machen, das würde zuviel Sendezeit kosten.
Vor ein paar Tagen hab es bei Facebook einen clip des ADAC zum Thema blinken. Am Stauende bitte Warnblinker einschalten. Von der Rettungsgasse war keine Rede.

Liebe Grüße
Karsten

San Holo

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13.03.2017, 11:21

Vollständige Namens- und Adressangabe im öffentlich zugänglichen Teil des Forums? Kann man machen, muss man aber nicht...

Hauke

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13.03.2017, 11:57

Schreib ihm doch 'ne Postkarte
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• Fred Rogers

Sebastian Kraatz

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13.03.2017, 13:02

Der Beitrag wurde vorerst deaktiviert, wir klären gerade, ob das so sein sollte.

Hauke

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13.03.2017, 13:54

Nach einer katastrophalen Rettungsgasse auf der A1 bei Oyten, lobt die Feuerwehr Achim nach einem schweren VU auf der BAB nun das Bilden und Beibehalten der Rettungsgasse auf der A27.

Zitat

Auf der A27, zwischen dem Bremer Kreuz und Achim-Nord, ist es heute Nachmittag zu einem schweren Unfall gekommen. Nach ersten Informationen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst war ein Mercedes-Fahrer mit hoher Geschwindigkeit auf der linken Spur unterwegs. Ob er anschließend beim Spurwechsel einen Fehler machte oder ins Schleudern geriet, ist noch nicht bekannt. Auf jeden Fall streifte die E-Klasse einen VW Sharan. Dieser überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

In dem Sharan saßen zwei Erwachsene und drei Kinder auf dem Weg in den Urlaub. In dem Mercedes saß der Fahrer. Alle sechs Menschen mussten behandelt und in die umliegenden Krankenhäuser gefahren oder geflogen werden. Eingeklemmt war glücklicherweise keiner der Insassen.

Die Feuerwehr lobt übrigens die Rettungsgasse. Diese wurde von den Autofahrern vorbildlich gebildet und für die folgenden Fahrzeuge freigehalten.


Ein Freund schrieb mich in diesem Zusammenhang an und berichtete ebenfalls deutliche Verbesserungen bei der Bildung und Beibehaltung der Rettungsgasse. Er suche den Grund bei den höheren Strafen, ich eher bei der vielen Aufklärung und Thematisierung in den sozialen Medien.

Meiner ganz persönlichen Meinung nach sind das hauptproblem LKWs, die trotz Überholverbot auf die zweite, teilweise (wenn vorhanden) auf die dritte Spur gehen und dann alles zu machen. Autos kann man immer noch irgendwie hin und hermanövrieren, bei 40 Tonnern wird es dann irgendwann schwer.

Ich bin trotzdem der Meinung, dass wir noch nicht mal 10% von dem erreicht haben, was man erreichen könnte.

Es gibt ein ganz interessantes Video aus Südkorea, wo wohl direkt eine Rettungsgasse gebildet wird, teilweise mit Unterstützung andere Verkehrsteilnehmer. Ob das nur eine Momentaufnahme oder tatsächlich Standard in Südkorea ist, enzieht sich meiner Kenntnnis

SüdKorea - Rettungsgasse
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Dorsk

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15.03.2017, 12:01

Greift eigentlich einer der hier anwesenden EH-Ausbilder das Thema "Rettungsgasse" nochmal im EH-Kurs auf?
Selbstverständlich.
Das Thema Rettungsgasse ist, zumindest beim MHD, verbindlicher Bestandteil der Kurse. Ob jeder Kollege die Ausbildungsvorschrift entsprechend umsetzt kann ich freilich nicht sagen.


Kannst du darüber vielleicht berichten?
Zeitlicher Umfang, Medien, Aussagen etc.?
Gerne auch per PN.

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raphael-wiesbaden (15.03.2017)