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M1k3

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09.10.2014, 11:41

Berliner Feuerwehr mangelt es am Geld. Nun sollen Schutzziele angepasst werden.

Aus dem Tagesspiegel:

Zitat

Die Zahl der Rettungseinsätze steigt stark an, die Feuerwehr schlägt Alarm. Nun erwägt der Berliner Senat, die Frist bis zur Ankunft am Unfallort zu verlängern.

Die Rettungswagen der Feuerwehr kommen mit der Arbeit nicht mehr hinterher – stattdessen müssen immer öfter Rettungshubschrauber eingesetzt werden, damit die Notärzte halbwegs pünktlich bei ihren Patienten eintreffen. Dies ist die Antwort von Innensenator Frank Henkel (CDU) auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Benedikt Lux. Dieser fordert nun einen "Krisengipfel Notfallrettung". Senat und Feuerwehr erwägen stattdessen eine Verlängerung der sogenannten "Hilfsfristen" – also des Zeitraums, in dem die Retter am Unfallort eintreffen sollen – für die Einsätze, um das Problem zu lösen.
http://m.tagesspiegel.de/berlin/rettungseinsaetze-der-feuerwehr-in-berlin-im-notfall-notstand/10812504.html


Aus der Berliner Zeitung:

Zitat

Der Grund für die geplante Verlängerung der Zeit bis zum Eintreffen sind unter anderem die gestiegenen Einsatzzahlen. Seit Jahren nimmt die Zahl der Alarmierungen im Rettungsdienst zu. Allein im ersten Halbjahr wurde der Krankenwagen rund 10.000 Mal mehr gerufen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – ein Anstieg um knapp sechs Prozent. Das liegt unter anderem daran, dass die Bevölkerungszahl wächst, es mehr alte Menschen, mehr Touristen und mehr Verkehr auf den Straßen gibt. „Angesichts der gestiegenen Einsatzzahlen können wir unsere bisherigen Ziele schon länger nicht mehr erreichen“, begründet Feuerwehrsprecher Björn Radünz auf Anfrage.
http://mobil.berliner-zeitung.de/berlin/…2,28672030.html


P.S.: Im Berliner Zeitung Artikel ist eine Aufnahme einer Telefonreanimation dabei. Nicht ganz aktuell glaube ich, aber trotzdem sehr interessant.
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Andrechen

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09.10.2014, 12:03

Mal abgesehen von Berlin:
Für mich ist es unbegreiflich das Problem zu lösen, indem man einfach was an den Zeiten dreht.

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Manne (13.10.2014)

pottmed

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09.10.2014, 15:07

Schon wieder eine super Idee.... wer hat unseren Gesundheitspolitikern eigentlich ins Hirn gesch****.

Ok, nicht aufregen, ich muss an meinen Blutdruck denken. Aber eine Anpassung der Hilfsfristen nach oben.... das geht ja wohl gar nicht.

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Manne (13.10.2014)

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09.10.2014, 15:41

Artikel gelesen? Der Vorschlag wird vom LBD (Landesbranddirektor) gemacht.

Seit Jahren moniert die BF das sie nicht genug Personal und Fahrzeuge hat. Die Politik will oder kann hier aber nicht viel aufstocken.


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GuyFawkes

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09.10.2014, 15:42

Die Politik will oder kann hier aber nicht viel aufstocken.

Wieso kann sie nicht?
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pottmed

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09.10.2014, 15:47

Artikel gelesen? Der Vorschlag wird vom LBD (Landesbranddirektor) gemacht.

Seit Jahren moniert die BF das sie nicht genug Personal und Fahrzeuge hat. Die Politik will oder kann hier aber nicht viel aufstocken.


Sent from my iPhone
Ist doch egal, wer das vorschlägt.... auch der LBD will im Endeffekt die Quote halten und nicht doof da stehen, weil in der Presse berichtet wird, dass sie ihre Hilfsfrist nur in 85 % schaffen.

Wenn die BF nicht genug Personal und Fahrzeuge hat, müssen halt andere HiOrgs regelhaft in die Regelrettung integriert werden, aber das scheint ja auch nicht wirklich gewollt zu sein.

Die Politik muss aber im Endeffekt das Geld zur Verfügung stellen (oder halt die Kassen) , tut sie das nicht, gehen die verlängerten Hilfsfristen auf ihr Konto.

Harris NRÜ

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09.10.2014, 15:57

Wie lang ist denn aktuell die Hilfsfrist in Berlin? Ich habe da was von 8min in Erinnerung. Das wäre ja so ziemlich einer der besten Hilfsfrist-Vorgaben in Deutschland. Da könnte man bei einer Anhebung auf 10min noch nicht einmal wirklich meckern, wenn man diese mit den Hilfsfristen anderer Bundesländer vergleicht.

Gruß

Jörg Holzmann

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09.10.2014, 15:58

Vielleicht kann man auch erstmal damit aufhören, zu jedem "Notfall" mit einem NAW und einem RTW zu fahren.

:hot:

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Flexer (11.10.2014)

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09.10.2014, 16:00

Da könnte man bei einer Anhebung auf 10min noch nicht einmal wirklich meckern, wenn man diese mit den Hilfsfristen anderer Bundesländer vergleicht.

Kann man theoretisch wirklich nicht.
Aber die Hilfsfrist anzuheben nur um Missstände auszubügeln ist wenig schlau.
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09.10.2014, 16:00

Das war in Essen @jörg
Ich habe einen ganz einfachen Geschmack - ich bin stets mit dem Besten zufrieden.
Oscar Wilde, irischer Schriftsteller, 1854 - 1900

Ich prüfe jedes Angebot. Es könnte das Angebot meines Lebens sein.
Henry Ford 1863 - 1947

Jörg Holzmann

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11

09.10.2014, 16:08

Das war in Essen @jörg


Ah, stimmt, verwechselt. Aber irgendwas kann man sicher auch in Berlin am System optimieren...

J. :prost:

Monkeyface

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12

09.10.2014, 17:28

Ehrlich gesagt finde ich 10 min in 90% fast besser als 8 min in 75 bzw. 50 (!)% der Fälle. 50 % sind kein Erreichungsgrad, sondern Zufall.

Andrechen

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13

09.10.2014, 17:40

Sorry, aber für mich macht man es sich hier zu einfach.
Wenns nicht passt, dann einfach die Zeiten nach oben Drehen und gut ist wieder alles.
Was ist denn das für ne Einstellung?
Zu wenig Lehrer? Naja dann machen wir aus zwei Klassen eine und 60 Schüler bekommen ein Lehrer!

Sebastian Kraatz

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09.10.2014, 18:17

Ach das ist doch alles halb so wild und es wird kaum ein Mensch mehr sterben, wenn man den Zielerreichungsgrad um 10% senkt und die Hilfsfrist um 2 Minuten erhöht. Die Feuerwehr ist trotzdem genaus so leistungsfähig, meistens genaus so schnell, nur halt jetzt innerhalb der (neuen) Hilfsfristen.

Das wird doch immer gerne emotionalisiert, letztlich ist aber das, was hinten rauskommt, genau das selbe, wie vorher auch. Und ich meine nicht, dass in Berlin überdurchschnittlich viele Menschen bei Feuern sterben, in Flüssen ertrinken oder zu lange in kaputten Autos ausharren müssen, bis sie herausgeschnitten werden.

Ab und an tut es gut, nicht sofort auf den Entrüstungszug aufzusteigen, sondern sich einem Problem sachlich zu nähern. WENN denn dann doch ganz schön viele Menschen sterben (ist immer ein großartiges Argument), wird man sicherlich geeignete Lösungen finden. Hier nimmt man einer theoretischen Größe (zwei miteinander in Verbindung stehende Zahlen) einfach ein bisschen Druck raus und kann dann entspannter an der Praxis arbeiten. Jetzt kommen die Löscher also statt nach genau acht Minuten eben nach acht Minuten und zehn Sekunden, nach neun Minuten oder nach neun Minuten und zweiunddreißig Sekunden an - damit wird die Hilfsfrist jetzt nicht erreicht. Man kann sich aber keine absolute Sicherheit schaffen, selbst in Berlin ist das vollkommen utopisch. Die Zeiten bleiben gleich, werden aber etwas gedehnt und ich glaube eben nicht, dass die Motivation und die Schlagkraft der Feuerwehr schlechter wird, nur weil irgendwelche amtlichen Zahlenwerke "frisiert" werden.

Was wäre denn die erhoffte Konsequenz der User hier, die sich schwer aufregen? Zwanzig Löschzüge mehr, damit die nicht immer aussagekräftigen Zahlen eingehalten werden, damit in zwei, vier oder sechs Prozent der Einsätze die Feuerwehr ne halbe Minute schneller ist? Dafür kostet das Millionen, die jeder Bürger über zwölf Umwege mitbezahlt. Das kann doch nicht ernst gemeint sein, oder?

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Harris NRÜ (09.10.2014)

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15

09.10.2014, 18:28

Das wird doch immer gerne emotionalisiert, letztlich ist aber das, was hinten rauskommt, genau das selbe, wie vorher auch. Und ich meine nicht, dass in Berlin überdurchschnittlich viele Menschen bei Feuern sterben, in Flüssen ertrinken oder zu lange in kaputten Autos ausharren müssen, bis sie herausgeschnitten werden.


Doch! Normiert auf 10^5 Einwohner hat das Bundesland Berlin die höchste "Brand-Mortalitätsrate" aller Bundesländer.

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16

09.10.2014, 18:32

Berlin kann m.E. seit Jahrzehnten traditionell nicht mit Geld umgehen.
An diesem Zustand wird sich auch nichts ändern, weil alle Parteien kräftig mitmischen und dies der wahlberechtigten Bevölkerung (so sie denn überhaupt wählen geht) am Hintern vorbeigeht.

Mit Planstellen bzw. Equipment alleine ist dieses Problem nicht zu lösen.
Ein für mich wesentlicher Punkt ist für mich die Tatsache, daß die aufsichtsführende Behörde identisch ist mit der ausführenden Behörde.
Weil kein ltd. FW-Beamter seine Karriere versauen möchte, wird nie-niemals-nicht nach oben geschlagen, sondern eher nach unten getreten.

Das ist auch keine eigenständige Berliner Problematik.
In vielen politischen Bereichen ist "Aussitzen" bzw. Initiativlosigkeit von Flensburg bis Garmisch - von Aachen bis Görlitz anzutreffen.
raphael-wiesbaden

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

M1k3

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09.10.2014, 18:40

Ach das ist doch alles halb so wild und es wird kaum ein Mensch mehr sterben, wenn man den Zielerreichungsgrad um 10% senkt und die Hilfsfrist um 2 Minuten erhöht. Die Feuerwehr ist trotzdem genaus so leistungsfähig, meistens genaus so schnell, nur halt jetzt innerhalb der (neuen) Hilfsfristen.


Was wäre denn die erhoffte Konsequenz der User hier, die sich schwer aufregen? Zwanzig Löschzüge mehr, damit die nicht immer aussagekräftigen Zahlen eingehalten werden, damit in zwei, vier oder sechs Prozent der Einsätze die Feuerwehr ne halbe Minute schneller ist? Dafür kostet das Millionen, die jeder Bürger über zwölf Umwege mitbezahlt. Das kann doch nicht ernst gemeint sein, oder?
Es geht aber nicht um halbe Minuten... Es geht um massive Überschreitungen der Hilfsfrist.
Es geht darum das Berlin am Limit fährt. Jeder Mehrbelastung wird wie folgt beantwortet:
Ausnahmezustand Rettungsdienst.
Dann
- Ist die Besetzung der RTW nicht mehr so streng zu sehen (nicht zwingend ein RettAss an Board)
- Gelten die Hilfsfristen nicht
- Wird die AAO etwas geändert, es werden weniger NEF mutalarmiert.

Die Brandlöschseite ist wohl recht gut abgedeckt, wenn auch mit Technik die immer älter wird.

Es fehlen aber mindestens 24 RTW und 6(?) NEF. Das kann man meiner Meinung nach nicht mehr mit "30 Sekunden über die Hilfsfrist" abtun.
10 Minuten in ganz Berlin, mit Erreichungsgrad 90% finde ich klingt erstmal gut. Aber das wird auch nicht erreicht werden, wenn sich nicht mehr ändert als nur das. :hi:
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09.10.2014, 18:51

Mein erster Gedanke: "Als ich von den Gefahren des Rauchens gelesen habe, habe ich sofort das Lesen aufgehört."

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Sebastian Kraatz

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09.10.2014, 18:59

Ich habe mich tatsächlich hinreißen lassen, in meinem letzten Post nur den Brandschutz zu betrachten. Vermutlich, weil ein ähnliches Problem (und nur den Brandschutz betreffend) demnächst auch in meinem Zuständigkeitsbereich auflaufen wird. Ich bitte das auch isoliert und nur darauf bezogen zu betrachten.

Bei der Problematik im Bereich Rettungsdienst sehe ich das tatsächlich anders, wenn hier Hilfsfristen um ein nicht mehr zu rechtfertigendes Maß überschritten werden und zwar regelhaft und nicht ausnahmsweise, dann müssen Änderungen her. Der Rettungsdienst finanziert sich etwas anders als der Brandschutz (auch wenn es natürlich so oder so vom Bürger finanziert wird) und lässt sich daher eigentlich auch eher aufblähen. Das kann man in gesundem Maße tun, indem man die Erfordernisse ausfüllt bzw erfüllt, oder natürlich auch (wie bspw. in Essen), dass man mit doch eher unnützen Fahrzeugen unter dem Deckmantel des Rettungsdienstes (diese NAW und Lösch-RTW Dinge) subventionieren lässt.

Schon oder vor allem im kommunalen Bereich ist der Sachverstand bei denen, die Entscheidungsträger sind, weder für den Brandschutz, noch für den Rettungsdienst regulär vorhanden. Das ist eben ein Thema von vielen anderen Themen und wird auch so behandelt, man lässt sich beeinflussen und zu falschen Entscheidungen führen. Doch leider nimmt der Sachverstand nach oben hin (Kreistag, Landtag, ...) nicht unbedingt zu. Das liegt auch daran, dass isoliert betrachtet der Rettungsdienst keine große Kostenstelle ist und es schon seit Jahren funktioniert, wie man es immer gemacht hat. Siehe Berlin oder Mannheim, wo ganz plötzlich und unerwartet über Nacht Probleme entstehen, die man dann nur schwer und sicher nicht schnell lösen kann.

Es fehlt die Lobby, es fehlt der anzuhörende Sachverstand und das gepaart mit ein bisschen Bürokratie entstehen unhaltbare Zustände.

DaniRA

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20

09.10.2014, 19:23

Hi!
Schon oder vor allem im kommunalen Bereich ist der Sachverstand bei denen, die Entscheidungsträger sind, weder für den Brandschutz, noch für den Rettungsdienst regulär vorhanden. Das ist eben ein Thema von vielen anderen Themen und wird auch so behandelt, man lässt sich beeinflussen und zu falschen Entscheidungen führen. Doch leider nimmt der Sachverstand nach oben hin (Kreistag, Landtag, ...) nicht unbedingt zu. Das liegt auch daran, dass isoliert betrachtet der Rettungsdienst keine große Kostenstelle ist und es schon seit Jahren funktioniert, wie man es immer gemacht hat. Siehe Berlin oder Mannheim, wo ganz plötzlich und unerwartet über Nacht Probleme entstehen, die man dann nur schwer und sicher nicht schnell lösen kann.

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wie wahr....und ganz ganz bitter :bomb:
Wenn man tot ist, ist das für einen selbst nicht schlimm, weil man ja tot ist. Schlimm ist es aber für die anderen...
Genau so ist es übrigens wenn man doof ist...