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condorp4

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28.01.2014, 22:18

BRK-Bereitschaften sind sauer

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-…id28593812.html

Zitat

Die Ehrenamtliche beim Roten Kreuz fühlen sich als Helfer zweiter Klasse: Sie dürfen nur noch in Ausnahmefällen Patienten transportieren.
"We are the Pilgrims, master; we shall go
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Beyond that last blue mountain barred with snow,
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James Elroy Flecker

SaHa

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29.01.2014, 02:42

m.E. richtige Entscheidung. Es ist nicht sinnvoll so was mit Ehrenamtlichen abzudecken. Wenn das ständig vorkommt sollte man vielleicht über eine Erhöhung der Vorhaltung nachdenken. Bzw. ein Gutachten erstellen lassen.

GuyFawkes

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29.01.2014, 05:22

Schönes Zitat:

" Kreisgeschäftsführer Stefan Kast [...] würdigte, dass für Dienst und Ausbildung viel Freizeit geopfert werde. „Aber wer ausrückt, muss nun auch mal was können.“

Eigentlich kein falscher Ausspruch, aber warum man die UstGr gar nicht mehr einsetzt verstehe ich nicht?
Wenn es wirklich nur Spitzenabdeckung war und nicht jeden Tag passiert sehe ich da nichts verwerfliches.
Zumal das Personal ja nicht selten aus dem Hauptamt kommt.
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Liquid123

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29.01.2014, 08:02

In meinem ehemaligen bayerischen Rettungsdienstbereich wird das schon lange so gehandhabt, dass die UGRDs im Normalfall nur zur Erstversorgung ausrücken. Transportiert werden Patienten von den Hintergrundfahrzeugen nur im absoluten Ausnahmefall.

Meiner Meinung nach eine absolut richtige Entscheidung.

Alrik

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29.01.2014, 08:26

Zu wenige Infos.
Ich bin ja selbst Häuptling einer solchen Truppe und bei uns ist es vollkommen unstrittig, dass bei den Einsätzen auch transportiert wird.
Aaaaber: Wir betreiben keine eigenen Fahrzeuge, sondern nutzen dienstfreie und Ersatzfahrzeuge des RD, unser Personal kommt zu 100% aus dem hiesigen RD (Hauptamt oder GfB) und erfüllt folgende Mindeststandards: vollgültige DRK-Mitgliedschaft, mindestens RS, Sprechfunkberechtigung, mindestens ein Jahr Einsatzerfahrung in unserem Bereich, vollumfängliche Fortbildung, Fahrzeugbesetzung nur nach HRDG.
Und wenn wir transportieren, wird das ganz normal über den RD abgerechnet.
Eigene Fahrzeuge wären natürlich ganz nett, aber wir möchten die Anschaffung nicht zahlen und hätten wahrscheinlich auch ein wenig Schwierigkeiten, die Unterhaltung zu stemmen, weil da eben kein OV o.ä. Struktur dahintersteht.

Unter'm Strich sollte es immer so sein, dass sich eine Inanspruchnahme solcher Hintergrunddienste mittelfristig in der Vorhaltung niederschlägt. Einsparung von Wachenstandorten oder Duldung von "auf Kante genähten" Hiflsfristen sind da von keinem Beteiligten beabsichtigt.

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Jörg Holzmann (29.01.2014)

GuyFawkes

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29.01.2014, 08:33

Ich persönlich finde das der Bericht stark nach "Mir hat jemand das Blaulicht geklaut" klingt.
Muss natürlich nicht richtig sein, aber klingen tut es schon so.

Auch in zwei meiner alten Tätigkeitsbereiche gibt es "ehrenamtliche" Unterstützung für den Rettungsdienst.
In einem Landkreis sind es zwei SEGen die sich für die Spitzenabdeckung einsetzen (allerdings auch zu >90% mit Rettungsdienstpersonal aus der Regelrettung) und im anderen gibt es eine Fachgruppe-Rettungsdienst mit ausschließlich dienstfreien Hauptamtskollegen.
In beiden Landkreisen sind diese Komponenten aber tatsächlich ultima ratio und werden nur dann alarmiert wenn auch die Nachbarkreise oder Regionen nichts mehr zu bieten haben.
Rumjaulen das man nicht mehr mitspielen darf würde da sicher keiner...
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Alrik

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29.01.2014, 08:46

Naja, wie weiter oben schon gesagt: Hier fehlen ganz viele Infos.
Wenn man mal unterstellt, dass die Kollegen dort Geld und Zeit in Ausrüstung und Ausbildung investieren und dann "einfach so" abgesägt werden, kann ich die Empörung schon verstehen. Ehrenamt hin oder her. Und je nach Region könnte es ja durchaus sein, dass mit solchen Entscheidungen wesentlich längerer Eintreffzeiten in Kauf gekommen werden, ganz ohne Plan B. Okay, reine Mutmaßung, aber könnte ja sein. Und dann müsste man sich schon die Frage stellen, vor welchem Hintergrund eine solche Entscheidung getroffen wird.

Ich persönlich finde das der Bericht stark nach "Mir hat jemand das Blaulicht geklaut" klingt.
Muss natürlich nicht richtig sein, aber klingen tut es schon so.

Kann ich da nirgends sehen. Aber kommt wahrscheinlich auch auf die Brille an.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Alrik« (29.01.2014, 15:30)


münchner82

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29.01.2014, 09:18

Hm, ein schwieriges Thema. Die Frage ist, wovon sprechen wir?

Spitzenabdeckung - Wenn die Kräfte des Regelrettungsdienstes "mal wieder" knapp werden.

"Spitzen-Spitzen-Abdeckung" - Wenn die Luft wirklich am Brennen ist, wie großflächiges Blitzeis oder das im Artikel erwähnte Zugunglück mit 13 Verletzten.

Im ersteren Fall sehe ich es mehr als kritisch, bestehende Lücken in der RD-Vorhaltung durch ehrenamtliche Helfer zu stopfen. Das kann und darf nicht der Regelfall sein. Im zweiten Fall, wenn es um einmalige Spitzen geht - natürlich durch einen Hintergrunddienst oder eine SEG Transport.

Der Artikel selbst könnte durchaus noch Informationen enthalten: wieso hat man sich zu diesem Schritt entschlossen? Waren es vielleicht Vorgaben des BayRDG, die nicht eingehalten wurden, stimmt der Ausbildungsstand nicht, oder ist das vielleicht eine Vorgabe des lokalen RD-Trägers (zusätzlicher RTW vielleicht nicht abrechenbar)? Wo kommt der auf der Homepage der Bereitschaft abgebildete Bayern-RTW denn hier (die Dinger sind ja nicht billig)? Wieso kommt das erst jetzt in die Zeitung, wo die Kausa schon fast ein Jahr alt ist?

Pauschal behaupte ich, dass die Kommunikation in diesem Fall deutlich besser hätte laufen können. Es wird wohl rationale Gründe geben, wieso der Hintergrunddienst nicht mehr ausrücken soll. Mit mehr Dialog hätte man sich z. B. auf einen First Responder-Dienst einigen können, je nachdem wie die Gegebenheiten sind.

raphael-wiesbaden

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29.01.2014, 21:01

Ich mache mich jetzt bestimmt unbeliebt in Teilen der bajuwarischen Fraktion hier - aber...
derartige Meldungen, die von einem abnormen Verhalten zeugen, gehen mir ganz gehörig auf die Gonaden.

Die "mir-san-mir-Mentalität" ist ohnehin nichts anderes wie die andernorts bekannte "LMAA-Haltung".
Es gibt dort also mehr oder weniger regelmässig Defizite im RD, weil die Fzg.-Vorhaltung nicht mit der Abdeckung mithalten kann.
Dies wird ehrenamtlich - eher mutwilig - kompensiert.
Anstelle permanent zuständigen Personen und Behörden auf die Füsse zu treten, daß sich grundlegend etwas ändert, wird nach der bezalten Arbeit im gleichen Arbeitsfeld "freiwillig" weiter gemacht.
Oder hat das BRK derart viele ausschliesslich ehrenamtliche RA?

Wann kommt endlich mal jemand auf die Idee, wie sich die gesetzl. geschützte max. Wochenarbeitszeit mit zusätzlicher "freiwilliger" Arbeit im gleichen Arbeitsfeld verträgt?
Als AG würde ich mich natürlich freuen; als AN-Vertreter würde ich mir schon die Frage erlauben, warum es bei den unendlich vielen und sinnvollen Aufgaben des BRK (oder FFW, THW oder-oder-oder) keine anderen Betätigungsfelder zu geben scheint, in denen Selbstverwirklichung, Idealismus und individuelle Herausforderungen befriedigt werden können.

Ich betrachte schon ein HvO-Engagement kritisch!
Einerseits dient es zur Überbrückung/Minimierung eines therapiefreien Intervalls - sinnvoll und ok.
Andererseits wird so immer politisch Verantwortlichen doch gezeigt, "daß es auch so..." geht.

Je besser ausgebildet und einsatzerfahren ein ehrenamtlicher Helfer ist, desto besser kann er eingesetzt werden.
Es spräche bei einer wirklich bedarfsgerechten Deckung des RD (auch in Spitzenzeiten) ja bspw. überhaupt nichts dagegen, daß regelmässig Hospitationen im Regel-RD möglich sind.
Dann habe ich auch einen Helferpool, der meine SEG stärkt oder einen Langzeit-Verlegungstransport übernehmen kann.

Wen das nicht gewünscht wird, wäre es doch ein Mindestmaß an kritischer Professionalität, wenn bspw. bezahlte Rufbereitschaften
eingeführt werden.
Dann gäbe es auch eine viel stichhaltigere Grundlage zur Optimierung der bisherigen Strukturen im Sinne von mehr beruflich-personellen Ressourcen.

Selbst in Bayern ist es doch 2014 - und nicht mehr 1974!
raphael-wiesbaden

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

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condorp4

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29.01.2014, 22:01



Selbst in Bayern ist es doch 2014 - und nicht mehr 1974!


Naja, es ist immerhin noch die gleiche Partei an der Regierung….. Und der führende Fussballklub im Freistaat ist immer noch der selbe… ;o)
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30.01.2014, 09:06

Es hat sich in letzter Zeit viel getan

Als ich noch dort gearbeitet habe wurde uns ans Herz gelegt, doch jeden Monat eine Schicht ehrenamtlich abzurechnen. Das wurde aber natürlich nur als freundliche Bitte formuliert und Leute mit Jahresverträgen konnten da natürlich ohne Angst um den nächsten Vertrag anders handeln :rofl:

Inzwischen ist es, von ganz oben her nicht mehr erlaubt als Hauptamtlicher Schichten ehrenamtlich zu fahren :applaus:

SaHa

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30.01.2014, 16:50

Als ich noch dort gearbeitet habe wurde uns ans Herz gelegt, doch jeden Monat eine Schicht ehrenamtlich abzurechnen. Das wurde aber natürlich nur als freundliche Bitte formuliert und Leute mit Jahresverträgen konnten da natürlich ohne Angst um den nächsten Vertrag anders handeln



das kommt mir irgendwie bekannt vor. Pressen von HA zu Sandiensten mit dem unterschwelligen Hinweiss das ja die Vertragsverlängerung ansteht...

Liquid123

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13

30.01.2014, 16:53

Ging da immer um ehrenamtliche Rettungsdienst-Schichten =)

weiß nicht ob das besser oder schlimmer ist :D

achja genau: am besten noch Sonntags, wenns die meisten Zulagen gibt :motz:

Aber ich denke auch da bewegt sich inzwischen viel in die richtige Richtung! :positiv:

14

30.01.2014, 19:02

Zitat

dass die Fahrzeuge der Unterstützungsgruppe zur Spitzenabdeckung im Rettungsdienst eingesetzt wurden“. Ihr Personal verfüge über die gleiche Ausbildung wie die Hauptamtlichen beim Roten Kreuz. Auch ihr Rettungsfahrzeug entspreche in Bauart und Ausstattung den gesetzlichen Anforderungen.
Ich denke, das hier viel zu viel politisiert wird. Einen Hintergrunddienst im ländlichen Bereich halte ich für eine sinnvolle Einrichtung und der Nebeneffekt ist, das die ehrenamtlichen Helfer, somit auch ein wenig Einsatzerfahrung auch für KatSchutz-Einsätze oder Großschadenslagen sammeln können. Ebenso finde ich einen HvO oder First Responder keine schlechte Einrichtung. Warum nicht? Die Debatte hier könnte ich nur verstehen, wenn aufgrund einer ehrenamtlichen Einrichtung das hauptamtliche Rettungsmittel gestrichen würde, das ist hier aber nicht der Fall.

Komisch, bei Freiw. Feuerwehren regt sich keiner auf!

Johannes D.

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15

30.01.2014, 19:11

Wenn eine Regelmäßigkeit in dem Einsatz der Gruppe besteht und andernfalls die Hilfsfrist nicht gehalten würde, wird schon ein Auto gestrichen. Ob das im konkreten Fall so ist, können höchstens die lokalen Kollegen beurteilen. Es bleibt aber zu vermuten, dass diese Regelung wohl nicht ohne Grund so getroffen wurde. Das Verbot wird ja nicht aus purer Boshaftigkeit entstanden sein.

PS: Ich kenne genug Kollegen, die sich bei hauptamtlichen Feuerwehren über den freiwilligen Anteil aufregen und sich eine richtige BF wünschen. Solche Diskussionen würde ich allerdings vielleicht nicht in einem Rettungsdienstforum suchen. Man könnte hier auch das Totschlagargument bringen, dass sich niemand über die Kompetenzen der Mitarbeiter von Umzugsunternehmen aufregt, aber das ist hier auch einfach der falsche Ort um soetwas zu tun.
Land zwischen den Meeren,
vor dem sich sogar die Bäume verneigen,
du bist der wahre Grund,
warum Kompassnadeln nach Norden zeigen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Johannes D.« (30.01.2014, 19:17)


16

30.01.2014, 19:32

Naja, bei den Berufsfeuerwehren ist es relativ einfach geregelt, Städte über 100.000 Einwohner bzw. mit sehr hohem Gefahrenpotential, sind verpflichtet eine Berufsfeuerwehr einzurichten.

Im Rettungsdienst gibt es je nach Bundesland neben der Hilfsfris z.B. die Regelungen, das pro 25.000 Einwohner ein RTW (Rund um die Uhr) zu betreiben ist. Hin und wieder spielt auch die Fahrzeugauslastung bei der Planung der jeweiligen Rettungsmittel in einem Einsatzgebiet eine wesentliche Rolle.

raphael-wiesbaden

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17

30.01.2014, 19:40


Komisch, bei Freiw. Feuerwehren regt sich keiner auf!


Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen!
Ab einer bestimmten EW-Zahl sind Berufsfeuerwehren zwingend vorgeschrieben; darunter halt FF.
Ab Kleinstadtgrösse aufwärts gibt es vielerorts Freiwillige Wehren, die durchaus hauptberufliche Kräfte haben.
Diese dienen zur Sicherstellung der Tagesabdeckung und zur Besetzung von Spezialfzg, wo die Ausbildung und Erfahrung eines Freiwilligen wirklich an ihre Grenzen stösst.
Originäre Freiwillige Feuerwehren ziehen durchaus Nutzen aus den individuellen Berufen und Erfahrungen ihrer Aktiven.
Hier achten in den letzten Jahren aber die Versicherungen und besonders die Arbeitgeber verstärkt darauf, daß nach 8 Std. Arbeit keine 16 Std. FW-Dienst und dann ohne Ruhepause wieder die Arbeit beginnt.

Weil ich Dir unterstelle (Du bist lange genug im Geschäft...) das Dir diese Fakten bekannt sind, weiss ich nicht, was Du mit einer solchen Aussage bezwecken willst ?-(
raphael-wiesbaden

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30.01.2014, 19:50

Das kann man so auch nicht sagen, auch bei der Feuerwehr unterliegen die Regelungen dem Landesrecht. In S-H ist meines Wissens ab 80.000 Einwohnern bereits eine Berufsfeuerwehr erforderlich, sogenannte hauptamtliche Wehren sind auch in einigen Bundesländern Einwohnerzahlen festgeschrieben. Aber es gibt auch Gemeinden, die höhere Stufen einer Feuerwehr freiwillig einrichten. Zum Beispiel wurden die hauptamtliche Feuerwehren Delmenhorst (NDS) sowie Herten (NRW) und Ratingen (NRW) in Berufsfeuerwehren umgewandelt ohne das die Einwohnerzahl dies erforderte. Auch Sonderaufgaben führen teilweise zur Einrichtung von Berufsfeuerwehren zum Beispiel in Cuxhaven, dies ergibt sich daraus, dass die Feuerwehr grundsätzlich an das örtliche Gefahrenpotential angepasst sein muss. Dies betrifft sowohl die Einrichtung als auch die Ausstattung. In NRW ist das Ganze noch komplexer, da nach Brandschutzgesetz eine hauptamtliche Feuerwehr in den Rettungsdienst eingebunden sein muss.

Aber das ist wirklich ein weiter Exkurs weg vom Thema.
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19

30.01.2014, 20:23

Zitat

Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen!
na, ob das wirklich so ist? Hier ging es laut Artikel rein um die Spitzenabdeckung! Eben nicht um die Besetzung von hauptamtlichen Schichten etc..

Johannes D.

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20

30.01.2014, 20:27

Der Begriff "Spitzenabdeckung" ist sehr dehnbar, und es klingt schon nach einem regelmäßigen Geschehen. Aber wie gesagt, im konkreten Beispiel bräuchte es jemanden, der die örtlichen Gegebenheiten kennt. Ich habe aber Zweifel daran, dass es gar keine Begründung für so ein Verbot gibt. Positiv ist zu bemerken, dass man scheinbar nicht sofort zur Presse gerannt ist.
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